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Kitzbüheler Anzeiger
30.06.2022
News  
 

Die Weichen für Rathaus II gestellt

Architekt Bernardo Bader präsentierte am Montagabend seinen Entwurf des neuen „Rathauses II“. Rund 5,5 Millionen Euro sollen für den Neubau investiert werden. Mit einem Baustart wird in rund zwei Jahren gerechnet.

Kitzbühel | Bereits seit Jahren steht das Rathaus II zur Diskussion  – das Gebäude außerhalb des Kirchberger Tors, in dem unter anderem das Melde- und das Bauamt untergebracht sind, ist schwer desolat. Das Haus ist für die Mitarbeiter auch zu klein geworden. Ein Neubau ist daher schon lange Thema in der Stadtgemeinde. Bereits vor zwei Jahren wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde das Projekt von Architekt Bernardo Bader aus Bregenz präsentiert. Er hatte mit seinem Team den Wettbewerb für sich entschieden. Jetzt steht die Umsetzung an.

Vorerst aber informierte Stadtbaumeister Stefan Hasenauer über den Ist-Zustand. Und der ist alles andere als gut. Das Gebäude wurde vor rund 100 Jahren – 1923 – ursprünglich als Feuerwehrgebäude errichtet. Über die Jahrzehnte waren darin mehrere Institutionen, darunter auch die Stadtwerke, untergebracht. Inzwischen gehören die dortigen Büros zum Rathaus.
Eine Sanierung, betonte Hasenauer, mache weder aus technischer noch aus wirtschaftlicher Sicht noch einen Sinn. Es läuft in jedem Fall auf einen Neubau hinaus.

17 Büros zum Bewerb eingeladen
Vor zwei Jahren wurde daher ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Insgesamt nahmen 17 Büros an der Ausschreibung teil. Das Siegerprojekt kam dann vom Vorarlberger Architekturbüro Bader. Die Entscheidung traf eine Jury, in der auch die Beamten der Abteilung Dorferneuerung des Landes saßen. Vor allem auch deshalb, weil aufgrund der Lage des Projektes, im Bereich der historischen Altstadt, auch viel Rücksicht auf das Stadt- und Ortsbildschutzgesetz genommen werden muss.
Das von Bader geplante Gebäude ist auf vier Stockwerke aufgebaut. Besonderes Augenmerk wurde vor allem auch auf den Vorplatz gelegt, der zum Ensemble gehört. In etwa sind rund 500 Quadratmeter Büroflächen geplant.

Im Gemeinderat wurde dann umfassend diskutiert. Großes Augenmerk wurde auf die geplante Tiefgarage, die vorerst eher klein gehalten ist, gelegt. Diese sollte doch größer dimensioniert werden, so der Tenor. Die Sozialdemokraten brachten das Alte Stadtspital ins Spiel, denn auch dieses ist renovierungsbedürftig.

Gemeinderat segnet Projekt einstimmig ab
Doch vorerst stand nur das Rathaus II zur Abstimmung an. Zumal jetzt rasch mit der Detail- und Einreichplanung gestartet werden soll. Hierfür gibt es auch schon Förderzusagen des Landes in Höhe von 100.000 Euro, wie Bürgermeister Klaus Winkler informierte.  
Die ursprüngliche Baukostenschätzung lag bei rund 4,5 Millionen Euro, die Planer rechnen inzwischen mit rund 5,5 Millionen Euro an Kosten. Der Baubeginn soll im Jahr 2024 erfolgen. Die Bauzeit dürfte bei rund 1,5 Jahren liegen. Die kommenden eineinhalb Jahre werden für die Planungen genutzt.
Der Gemeinderat war sich über die Notwendigkeit des Neubaues einig und beschloss den Architektenvertrag einstimmig. Margret Klausner

 
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