06.05.2021
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Die Arbeit im Mittelpunkt

Die großangelegten Kundgebungen und Feierlichkeiten zum 1. Mai konnten coronabedingt bereits zum zweiten Mal nicht stattfinden, Anliegen gibt es von Arbeitgeberseite wie auch von Vertretern der Arbeitnehmer.

Bezirk | Die Krise war und ist eine enorme Belastung, hat aber auch positive Effekte mit sich gebracht. Für den WK-Präsidenten haben die letzten Monate deutlich gemacht, wie wichtig funktionierende Wirtschaftskreisläufe und stabile Betriebe sind. „Den „Tag der Arbeit“ zu feiern, setzt zu allererst voraus, dass man eine hat. Zum Glück haben sich viele Tiroler Firmen als krisenresistent erwiesen und sind, wenn auch mit großen Anstrengungen, durch diese Krise gekommen“, sagt Christoph Walser. Der WK-Präsident hebt die Solidarität der Arbeitgeber und -nehmer in den letzten Monaten hervor: „Seitens der Sozialpartner wurden viele Entscheidungen im Schulterschluss getroffen. Arbeitslandesrätin Beate Palfrader warnt jetzt jedoch eindringlich:„Die jetzige Krise darf nicht zur dauerhaften Sozialkrise für die Menschen in unserem Land werden.“ Sie ruft all jene, die keine Arbeit haben, zum Durchhalten auf und bestärkt sie, den Mut nicht zu verlieren.

Perspektiven gefordert
Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl fordert, dass es jetzt konkrete Pläne und keine Ankündigungspolitik oder Zahlenspielereien braucht: „Die Menschen brauchen Perspektiven und keine unrealistischen Prognosen.“ Der Neustart mit den Öffnungen stimmt WK-Präsident Walser positiv: „Die Öffnungsschritte im Mai werden Tirol einen riesigen Schritt in Richtung Normalität bringen.“

Arbeitslosengeld anpassen
Zangerl begrüßt zwar die ersten Öffnungsschritte nach dem Lockdown, warnt aber vor zu großer Euphorie. „Mit jedem Schritt aus der Krise treffen wir auf ein neues Problem. Wie etwa im Tourismus, wo es nach der Sommersaison für die Beschäftigten keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld gibt“, sagt Zangerl. Denn dieser Anspruch gilt nur, wenn man in den letzten 12 Monaten 28 Wochen arbeitslosenversichert war. Maximal kann aber heuer in der Sommer-Saison zwischen 16 und 18 Wochen gearbeitet werden. Zangerl fordert deshalb erneut, die Fristen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld anzupassen, solange, bis die Pandemie vorbei ist – eine Maßnahme, die ohnehin längst überfällig sei.

Chance Regionalisierung und Digitalisierung
Die Krise hat aber auch ein Bekenntnis zum „Ja zu Tirol“ vieler Konsumenten zu heimischen Produkten und Waren gezeigt. „Wir müssen im Zuge des Neustarts diese Stärkefelder gezielt weiterentwickeln“, erklärt Walser und ortet speziell in der Regionalisierung und Digitalisierung große Chancen für die kommenden Jahre.

Bild: Obwohl auch heuer wieder keine Kundgebungen und Demonstrationen stattfanden, gibt es Anliegen von vielen Vertretern. Foto: AdobeStock

 
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