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Kitzbüheler Anzeiger
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20.10.2021
News  
 

Der neue Hyundai Ioniq 5 von Auto Sparer im Anzeiger Redaktionstest

Am 4. Oktober haben wir von Martin Steinbacher, Verkaufsleiter von Hyundai Sparer, den nagelneuen Ioniq 5 zum Redaktionstest übernommen. Nach genauer Einschulung durch den Chef, Herbert Sparer, persönlich, konnte es dann losgehen. Gleich vorweg: Da muss sich die E-Konkurrenz warm anziehen!

Kitzbühel | Unser Redaktionsalltag findet zu 100% im Bezirk statt, heißt für den Hyundai und uns - 100% Kurzstrecke. Unseren Diesel tauschten wir aufgrund permanet voller Partikelfilter ein, ein Problem, das der Stromer natürlich nicht kennt.
Montag: Bei der Übernahme ist der Akku voll und die Reichweite ist mit 480 km angezeigt. Die erste Sitzprobe begeistert schon einmal. Auf einer völlig neu entwickelten E-Plattform bietet der Ioniq 5 extrem viel Platz in der vorderen Reihe, aber auch hinten sitzt es sich auch für größere Menschen äußerst bequem und mit großer Beinfreiheit. Kein Getriebetunnel stört, pfiffige Details wie eine verschiebbare Mittelkonsole inklusive Armauflage begeistern. Ebenfalls inklusive: eine induktive Ladestation. Nach einer Probefahrt und mehreren kurzen Terminen zeigt mir der Ioniq am Abend noch 420 km Restreichweite an.

Dienstag: Erst die Fahrt zur Bank, dann zu unserer Baustelle und wieder ins Büro, dann steht der Ioniq bis Mittag. Leichter Nieselregen in der Früh, den Hebel für den Heckscheibenwischer suche ich vergebens, den gibt es nicht, warum auch immer. Das Design und futuristische Ambiente des Ioniq 5 begeistern aber, mich erinnert er von der Form an den legendären Lancia Delta HF Integrale, ein absoluter Hingucker. Unser Ioniq in der Ausstattungslinie Plus Line Long Range hat umgerechnet ca. 218 PS, die sich anfühlen wie 300 Verbrenner PS. Die Beschleunigung ist sensationell (5,2 Sek. von 0-100), drei Fahrmodi stehen zur Verfügung (Eco, Normal und Sport).

Rekuperation ermöglicht mehr Reichweite
Mein nächster Weg führt mich auf den Pass Thurn, um ein aktuelles Foto zu schießen. Im Sportmodus geht es rasant zur Sache, oben angekommen zeigt das Display 347 km Restreichweite. Jetzt wird es spannend. Herbert Sparer verriet mir: Im Level 2 Modus bergab rekuperiert das Fahrzeug am besten. Gesagt, getan - nach normaler Fahrt verfügt der Ioniq am Kreisverkehr Sportpark wieder über 370 km. Erster Eindruck: Wenn man seinen Fahrstil etwas umstellt, kommt man mit dem Hyundai wirklich weit!

Bis zu 480 km weit soll der kantige Kerl kommen, verspricht Hyundai. Im gerade veröffentlichten ÖAMTC Test, den der Ioniq gewann, waren es 433 km mit dem Top Line Long Range, der wie unser Testfahrzeug ebenfalls über Heckantrieb verfügt.
Nach den gefahrenen Kilometern müsste mir das Display jetzt 405 km Restreichweite anzeigen. Tatsächlich stehen 378 zur Verfügung. Es kommt beim Stromer schon sehr auf die Art und Weise an, wie man fährt, bei gemächlicher Gangart kommt man natürlich deutlich weiter als im Sportmodus.

Mittwoch: An einer ensprechenden Ladesäule ist der Hyundai Ioniq 5 in nur 18 Minuten voll geladen. Das konnte ich leider nicht testen, während mehrerer Termine in der Innenstadt hängt unser Ioniq Im Gries an der Stadtwerke Ladestation. Unkompliziertes Handling inklusive füllt sich der "Tank" von 257 km auf 392 km Reichweite. Das innerhalb von knapp 2 Stunden. Bis jetzt habe ich mit meinem E-Dienstwagen gut 110 km auf Kurzstrecken im Bezirk zurückgelegt. Was mir noch aufgefallen ist? Neben dem fehlenden Heckscheibenwischer sind auch die Türgriffe etwas gewöhnungsbedürftig. Das sind aber schon die einzigen Kritikpunkte. Ach ja, da war ja doch noch was - betrifft aber nicht den Hyundai. Mittwoch, um 14 Uhr starte ich zur Ladesäule Im Gries und bin gespannt wieviel Strom während des Ladestopps in den Hyundai fließt. Gar keiner! Von den vier Plätzen sind alle belegt. Ärgerlich: Ein Fahrzeug hängt schon seit 11 Uhr und ein weiteres E-Auto parkt OHNE Ladevorgang. Das muss nicht sein, andere wollen auch Strom.

Fahrleistungen und Technik
Das Handling des Ioniq 5 ist trotz der rund zwei Tonnen sehr komfortabel und fahrsicher. Der Geräuschpegel ebenfalls auf Topniveau, kein Klappern, kein Knirschen. Beim Bremsen und bei Ausweichmanövern verhält sich das Fahrzeug sehr souverän.
Die Bordelektronik des Hyundai lässt mit maximal 220kW Ladeleistung eine viel höhere Geschwindigkeit beim Stromtanken zu, wie bisher gewohnt. Der Akku des Ioniq 5 ist in 18 Minuten wieder zu 80% geladen.

Donnerstag: Als ob ich ihn schon ewig hätte, steige ich in der Früh ein und mit einer Selbstverständlichkeit funktioniert alles wie am Schnürchen. Fahrt ins Büro, Termin im Schlosshotel Lebenberg amVormittag, zurück ins Büro... und, und, und.
Am Nachmittag beginne ich, diesen Artikel zu schreiben und stelle fest, dass ich ihn gar nicht mehr zurückgeben möchte, den Hyundai Ioniq 5. Dennoch, morgen ist es soweit und daher mache ich jetzt Schluss und drehe nochmals eine letzte Runde. Ph

Bilder:
1) Martin Steinbacher übergibt den Ioniq 5 an Anzeiger GF Peter Höbarth.
2) Am vierten Tag bin ich mit dem Hyundai schon sehr vertraut. Die Entwicklung der E-Mobilität in Sachen Funktion und Design schreitet massiv voran, leider nicht die Ladeinfrastruktur. Da gibt´s noch Aufholbedarf. Fotos: Anzeiger

 
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