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07.09.2021
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Denkmal wieder in neuem Glanz

600 Arbeitsstunden wendeten die Mitglieder der Jakob-Stainer-Schützenkompanie auf, um das Denkmal am Pass Strub zu restaurieren. Über 11.000 Euro wurden investiert.

Waidring | Es thront am Pass Strub über der Loferer Bundesstraße und markiert die Grenze zwischen Tirol und Salzburg –  das Denkmal „Zur ehrenvollen Erinnerung an die tapferen Landesverteidiger von 1800, 1805 & 1809“. Gepflegt wird es seit jeher von den Mitgliedern der Jakob-Steiner-Schützenkompanie aus Waidring.
Das Denkmal wurde im Jahr 1887 eingeweiht und war seit jeher immer wieder Schauplatz von Gedenkveranstaltungen. Allerdings nagte der Zahn der Zeit an dem Gedenkstein. Daher haben es sich die Jakob-Stainer-Schützen zur Aufgabe gemacht, das Denkmal zu sanieren.

Waidringer Schützen an vorderster Front
Bereits seit 1504 gibt es in Waidring die „Schitzen“ die insbesondere auch zur Bewachung des Grenzraumes am Pass Strub zum Einsatz kamen. Im Rahmen der Freiheitskämpfe waren die Waidringer ebenfalls federführend im Einsatz, so war der Postwirt Johann Jakob Stainer einer der markantesten Führungspersönlichkeiten dieser Zeit, ebenso wie der Bodnerbauer Leonhard Millinger, dem viele Aufzeichnungen aus dieser Zeit zu verdankensind. Nicht nur 1809, sondern bereits 1805 waren die Waidringer Schützen in vorderster Front bei der Verteidigung der Landesgrenze zu finden.
Das Denkmal, das Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, ist auch im Kulturatlas Tirols aufgelistet. Auf einem Felsblock steht der steinerne Sockel mit Marmortafeln und Inschriften und den Namen der Anführer. Darauf erhebt sich ein nach oben verjüngender Steinpfeiler.

Restaurierung ein Herzensanliegen
Die Anführer, die verewigt sind, sind nicht nur Waidringer, auch Freiheitskämpfer aus Jochberg, Kitzbühel, Reith, Going, St. Johann, Kirchdorf, St. Ulrich, Kössen, Söll und Bad Häring sind darauf zu finden. Die Restaurierung war den Waidringer Schützen unter Kommandant Georg Steiner ein Herzensanliegen. Mit Feuereifer gingen sie die Sanierung an und holten sich dafür auch einen professionellen Restaurator mit ins Boot.

Monatelang jede freie Minute gearbeitet
Monatelang wurde jede freie Minute genutzt. Rund 600 Arbeitsstunden kamen zusammen, dazu kommen noch 40 Maschinenstunden. „Die Kosten liegen bei 11.040 Euro“, klärt Kommandant Georg Steiner auf. Rund 5.000 Euro kostet der Restaurator, die Sanierung des Bestandsgeländers und die Neuerrichtung des Kettengeländers schlägt mit 3.000 Euro zu Buche. Die Kosten für die neue Stiege sowie den Zaun und das Eingangstor liegen bei 3.000 Euro. Rund 6.000 Euro wurden vom Bundesdenkmalamt, der Kulturabteilung des Landes, der Stadt Kitzbühel sowie der Gemeinde Waidring finanziert, für den Rest sind natürlich Spender herzlich willkommen.

Spenden herzlich willkommen
„Es gibt bereits einige Zusagen über Zuschüsse von anderen Kompanien“, erklärt Steiner, der natürlich hofft, dass sich weitere Schützen am Erhalt des „Erbes unserer Väter“ beteiligen. Besonders freut er sich natürlich, dass das Denkmal wieder in neuem Glanz erstrahlt. Margret Klausner

Bilder: Die Waidringer Schützen haben mit Hilfe auch von Experten das Denkmal am Pass Strub liebevoll restauriert.
Das restaurierte Denkmal ist gut zugänglich und kann besichtigt werden. Fotos: Jakob-Stainer-Schützen

 
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