16.01.2022
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Den Radverkehr gezielter lenken

Nach Kössen wird Kitzbühel nun auch zu einer „Pro-Byke“ Gemeinde. Mithilfe des Beratungsprogrammes soll das Radfahren in der Gamsstadt forciert werden.

Kitzbühel | Auf Initiative der Grünen wird Kitzbühel eine „Pro-Byke“ Gemeinde. „Der Verkehrsausschuss hat unseren Antrag ausführlich diskutiert und befürwortet“, berichtet der Grüne GR Rudolf Widmoser (Obmann Ausschuss für Umwelt und Schwarzsee). Kostenbeitrag für die Gemeinden: 800 Euro.
Ziel ist es, den Radverkehr besser zu lenken. „Es geht nicht nur um Radwege, sondern auch um Beschilderungen, Abstellplätze, digitalisierte Karten und vieles mehr“, veranschaulicht Widmoser.

Bürger werden miteinbezogen
Mitreden dürfen dabei auch die Bürger. Zu Beginn des Prozesses wird ein Radteam gebildet, das sich sowohl aus Gemeindevertretern, als auch aus interessierten Privatpersonen zusammensetzt. „Es ist uns wichtig, möglichst viele Menschen ins Boot zu holen, um herauszufinden, was die Radfahrenden in einer Gemeinde wirklich brauchen“, erklärt Maria Legner vom Klimabündnis  Tirol das Konzept von „Pro-Byke“

Schnitt 30 Maßnahmen
Das Klimabündnis Tirol bietet seit 2018 das Beratungsprogramm „Pro-Byke“ an, welches von der Abteilung Mobilitätsplanung des Landes Tirol und dem Verkehrssicherheitsfond gefördert wird. 17 Tiroler Gemeinden haben bereits daran teilgenommen. Durchschnittlich werden 30 Maßnahmen pro Gemeinde beschlossen, die Hälfte davon wird innerhalb von ein bis zwei Jahren umgesetzt, so Legner.
Im Bezirk ist bislang lediglich Kössen eine „Pro-Byke“ Gemeinde.

Kein einstimmiger Beschluss
Der Beschluss, eine „Pro-Byke“ Gemeinde zu werden erfolgte in Kitzbühel mehrheitlich (die FPÖ enthielt sich mit ihren zwei Mandaten der Abstimmung).
Johanna Monitzer

Außerdem - Radfahrer werden gezählt
Bezirk | 34 zusätzliche Radzählstellen, eine davon im Brixental, sollen den Radverkehr in Tirol besser abbilden. „Es ist sehr erfreulich, dass mittlerweile so viele Menschen ihr Auto zuhause stehen lassen und vermehrt das Rad nutzen. Damit wir über das Mobilitätsverhalten der Radler in Zukunft einen noch detaillierteren Einblick erhalten, werden zu den neun bereits bestehenden, insgesamt 34 zusätzliche dauerhafte Zählstellen in ganz Tirol installiert“, berichtet Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe (Grüne) in einer Pressaussendung.
Im Bezirk Kitzbühel gibt es bereits eine Zählstelle in Hopfgarten (Brixentalradweg), zusätzlich wird noch eine weitere in Brixen entstehen.

Im Boden verlegte Induktionsschleife
Die Zählstellen liefern über eine im Boden verlegte Induktionsschleife laufend Informationen zur Radverkehrsfrequenz. „Die damit erlangte verlässliche Datenbasis über den Alltags- sowie den touristischen Radverkehr gibt den notwendigen gesamthaften Überblick für zielgerichtete Maßnahmen zur weiteren Verbesserung des Fahrradverkehrs in Tirol“, ergänzt LHStvin Felipe.

Daten auf Homepage des Landes abrufbar
Zur Weiterverarbeitung der ermittelten Daten werden die Messstellen direkt an die Verkehrsdatenbank des Landes angeschlossen.
Sie stehen der Öffentlichkeit nach erfolgter Auswertung auch auf der Homepage des Landes zur Verfügung. KA/jomo

 
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