28.11.2022
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Bluthochdruck – die verborgene Volkskrankheit

Wenn der Druck in unseren Gefäßen, der Blutdruck, in Ruhe dauerhaft erhöht ist, sprechen wir von Bluthochdruck oder Hypertonie.

Bluthochdruck wird oft unterschätzt oder jahrelang nicht erkannt. In Österreich leiden ca. 2,4 Mio Menschen, also jeder Vierte, an dieser Erkrankung, aber nur die Hälfte der Betroffenen weiß davon. Denn erhöhter Blutdruck tut nicht weh oder verursacht nur geringe, schwer erkennbare Beschwerden.
Durch zu hohen Blutdruck werden jedoch unsere zarten Gefäßinnenwände unbemerkt geschädigt, es entstehen Kalkeinlagerungen und das Risiko für Gefäßverschlüsse steigt. Die Folgeerkrankungen sind u.a. Schlaganfall, Herzschwäche oder Herzinfarkt, Sehstörungen und Nierenschädigungen.

Dabei ist die Diagnose einfach. Wenn man feststellen möchte, ob man einen erhöhten Blutdruck hat, kann man selbst seinen Blutdruck messen.
Die richtige Blutdruckmessung sollte mit geprüften Messgeräten am Oberarm durchgeführt werden. Der Blutdruck wird in Millimeter Quecksilbersäule gemessen und in zwei Werten angegeben. Die Messung erfolgt im Sitzen nach ein paar Minuten Ruhe.  Sind die gemessenen Werte ständig zu hoch, also im Durchschnitt über 135/80mmHg, liegt der Verdacht auf einen erhöhten Blutdruck vor und ein ärztliches Beratungsgespräch sollte erfolgen.

Welche Beschwerden verursacht zu hoher Blutdruck? Sehr oft verursacht erhöhter Blutdruck gar keine Beschwerden. Im Gegenteil, trägt Bluthochdruck gelegentlich sogar zu vermehrtem Wohlbefinden bei. Anzeichen eines zu hohen Blutdrucks können z. B. Herzklopfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Nervosität, Müdigkeit oder Atemnot sein.

Viele behandelbare Ursachen
Neben der familiären Vorbelastung und dem höheren Lebensalter sind es oft beeinflussbare Ursachen, wie falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, Übergewicht oder chronische Stressbelastung, die, vor allem wenn sie gemeinsam auftreten, unsere Blutdruckwerte dauerhaft erhöhen können. Kurzfristige Blutdruckschwankungen, die durch Ärger, Angst oder Schmerzen verursacht werden, sind allerdings normal und nicht behandlungsbedürftig.
Wie Bluthochdruck erfolgreich behandelt werden kann, was dabei zu beachten ist, und vor allem was jeder selbst dazu beitragen kann, dem widmet sich der zweite Teil des Artikels, kommende Woche in der Rubrik Gesundheit und Wohlbefinden des Kitzbüheler Anzeigers.

Dr. med. Beate Obermoser, Ärztin für Allgemeinmedizin und psychotherapeutische Medizin
stadtpraxis-kitzbuehel.at, Foto: Hirnsberger

 
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