17.05.2022
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Berufs-Festival wieder voller Erfolg

Nach einer längeren, coronabdingten Pause konnte vergangene Woche wieder ein Berufs-Festival in der Wirtschaftskammer Kitzbühel stattfinden. Die Plätze waren bei den Firmen heiß begehrt.  

Kitzbühel | „Noch vor zehn Jahren mussten wir die Unternehmer förmlich anbetteln, dass sie im Rahmen des Berufs-Festivals ihre Unternehmen vorstellen. Heute schaut das ganz anders aus. Für so viele Betriebe wie sich heute hier präsentieren wollten, haben wir gar nicht Platz“, die Freude über den Erfolg des heurigen Berufs-Festivals stand Wirtschaftskammer-Obmann Peter Seiwald vergangene Woche ins Gesicht geschrieben.

Im Foyer der Kammer konnten sich Jugendliche aus dem ganzen Bezirk über eine Karriere mit Lehre informieren. „Alle Mittelschulen aus demBezirk sind diesmal mit dabei“, betonte Seiwald. Über 460 Drittklassler konnten sich über insgesamt 40 Lehrberufe informieren. „Berufe zum Anfassen“ lautete das Motto und die Jugendlichen konnten sich nach Herzenslust ausprobieren. Da durfte gehämmert, gekocht, gefeilt, frisiert oder auch geschraubt werden - die Jugendlichen waren zu Freude der Unternehmer mit Begeisterung bei der Sache.

Eigener Elternabend mit umfangreicher Info
„Mit dem Berufs-Festival wirkt die Wirtschaftskammer dem Fachkräftemangel entgegen, indem den Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten und Chancen einer Lehrausbildung im eigenen Bezirk aufgezeigt werden“, erklärt Peter Seiwald. Am ersten Abend des Berufs-Festivals fand zusätzlich ein Eltern-Informationsabend statt, an dem über 100 Eltern teilnahmen, die sich über die umfangreiche Palette an Lehrberufen informieren konnten.  

Lehrlinge gaben Einblick in ihre Aufgabengebiete
Beim Berufs-Festival selbst waren dann auch Lehrlinge mit dabei, die ihre Berufswahl bereits getroffen haben und den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in ihre jeweiligen Aufgabenbereiche gaben. „Es gibt ein großes Interesse der  Schüler an dem Angebot. Wichtig ist auch, dass das ‚Schnuppern‘ in Betrieben wieder möglich ist. Im Fach Berufsorientierung versuchen wir in den Schulen, breit über alle Ausbildungsmöglichkeiten wie Lehre, Lehre mit Matura und Lehre nach Matura zu informieren“, erklärte die Leitterin der Bildungsregion Tirol- Ost, Bettina Ellinger. Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, so Seiwald und Ellinger, was alles in Sachen Berufsorientierung digital und online umsetzbar ist. Mit der Seite www.berufsreise.at gibt es in Tirol auch bereits eine bewährte Plattform.

Direkter Kontakt zu Betrieben sehr wichtig
„Ein zentraler Schritt in der Berufsorientierung von Jugendlichen, der pandemiebedingt zu kurz kam, ist es aber, selbst Tätigkeiten auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und direkten Kontakt zu Unternehmen zu haben. Die Jugendlichen wollen wieder etwas angreifen können. Das hat es mit dem Berufs-Festival endlich wieder gegeben“, erklärt Seiwald.
Die Lehre als Ausbildungsform ist im Bezirk Kitzbühel nach wie vor gefragt, immerhin beschreitet fast die Hälfte der Schulabgänger (46 Prozent) diesen Weg. Lehrlinge werden  nach wie vor in fast allen Branchen händeringend gebraucht. Allein im Bezirk sind ab Sommer über 500 offene Lehrstellen gemeldet, die aus aktueller Sicht nicht einmal zur Hälfte besetzt werden können, weiß Seiwald. Das Angebot übersteige mittlerweile bei weitem die Nachfrage. Derzeit gibt es rund 880 Lehrlinge in 372 Lehrbetrieben.

Die Betriebe müssen sich inzwischen ordentlich was einfallen lassen, um junge Leute zu motivieren, gerade in ihrer Firma eine Lehre zu machen. „Ein gutes Gehalt alleine reicht schon lange nicht mehr. Vom Bezahlen des Führerscheins bis hin zur Zahlung von speziellen Prämien für guten Erfolg reichen hier heute schon die Angebote“, klärt Peter Seiwald auf.  „Wir haben natürlich auch in der Corona-Zeit versucht, in den Schulen gut zu informieren, aber der persönliche Kontakt ist sehr wichtig. Wir sind deshalb sehr froh, dass es diese Veranstaltung gibt“, betont Ellinger. Margret Klausner

Bild: Wirte der KochArt-Betriebe begeisterten auch  Bettina Ellinger (Abteilungsleiterin Bildungsregion Ost, 3.v.r.), WK-Obmann Peter Seiwald (2 v.r.) sowie Sonja Eder-Seibl (Schulqualitätsmanagerin, 1v.r.) mit ihrer Vorführung. Foto: Klausner

 
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