13.12.2022
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Barbarafeier am Schattberg

Über Jahrhunderte waren die Bergschätze das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt. Die Feste der Bergleute führten Bürger und Knappen zusammen.

Kitzbühel | Seit dem Ende des Bergbaues am Anfang des 20. Jahrhunderts ist die lange Geschichte völlig verdrängt. Sepp Brandstätter und die Mitterhögler Weisenbläser begründeten eine gut besuchte bescheidene Barbarafeier, die von der Stadtgemeinde unterstützt wird. Mundloch und Johann- Anton- Stollen am Schattberg wurden  saniert, sind aber abgesperrt.

Auch heuer fand die Feier vor dem Johann-Anton-Stollen statt. Der Knappenverein Oberndorf rückte aus, die Mitterhögler spielten auf, Fini Sulzenbacher ließ einen Jodler erklingen und Bürgermeister Klaus Winkler verwies auf die frühere Bedeutung des Bergbaues. Er dankte den Veranstaltern und den Mitwirkenden für die Traditionspflege an der uralten Bergbaustätte, die wahrscheinlich schon vor Jahrtausenden bestanden hat. Geschlossen wurde 1909, weitere Bemühungen blieben ergebnislos. Erstmals wurde bei diesem Treffen von Zeitzeugen auf die letzte Funktion des Johann-Anton Stollens hingewiesen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde er als Luftschutzkeller für die Bewohner der „Schattseite“ genützt. Im Berghaus waren französische „Fremdarbeiter“ untergebracht. Kitzbühel wurde zwar nie bombardiert, aber über dem nahen Mauringfeld verlor ein alliiertes Flugzeug eine Bombe, die glücklicherweise keinen großen Schaden stiftete. H.W.

Bild: Erinnerungsfoto vor dem Eingang des Johann- Anton- Stollens: Bgm. Winkler und die Abordnung des Knappenvereins Oberndorf. Foto: Peter Lackner

 
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