27.12.2021
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Auf neuen Wegen in eine Richtung

Die schwierige Situation im Tourismus war Thema bei der jüngsten Vollversammlung von Kitzbühel Tourismus. Um auf die Zahlen vom Vorkrisenniveau zu kommen, wird es noch dauern. Investiert wird in Projekte für Gäste und Einheimische.

Kitzbühel | Mit Optimismus ist man in Kitzbühel in die Wintersaison gestartet und das obwohl keiner weiß, wie die Saison wird. „Wir marschieren als Kitzbühel voraus und wollen Zeichen setzen, denn Kitzbühel lebt noch“, erklärt TVB-Obmann Christian Harisch bei der Vollversammlung. Gehofft wird auf viele Gäste über Silvester.
„Dann können wir mal durchatmen und hoffen auf das Hahnenkammrennen“, gibt der TVB-Obmann die Richtung vor. Ein großes Potential ortet Harisch bei der Übernahme von Hotels. „Jedoch macht es mir auch Sorgen, dass alles international wird.“ Er appelliert an die junge Generation, die dafür begeistert werden soll, ihre Hotels in die Zukunft zu führen.

Aufholbedarf im Sommer
Mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 3,3 Tagen im Sommer ortet TVB-Gechäftsführerin Viktoria Veider-Walser noch viel Luft nach oben. Besonders beliebt sind Nächtigungen in 4- und 5-Sterne-Hotels. Bemerkbar macht sich die Pandemie vor allem bei den Herkunftsländern der Gäste. Aus Großbritannien fehlen 97 Prozent der Gäste im Vergleich zu 2019, aus Amerika 82 Prozent. „Wir waren schon mal internationaler“, erklärt Veider-Walser und ergänzt, dass mit rund 85 Prozent die meisten Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen.

Personal gesucht
Die fehlenden Mitarbeiter sind  derzeit die größte Herausforderung. „Als so schlimm wie noch nie“, bezeichnet Christian Harisch, die Situation. Er rät seinen Tourismuskollegen, sich auf neue Arbeitsmodelle vorzubereiten, denn eine 4-Tage-Woche bzw. den Freitag im Home-Office- zu verbringen wird immer mehr gewünscht. „Dies kann eine Bedrohung für Unternehmer, aber auch eine Chance für neue Gästeschichten sein.“

Positiv vermerkt der TVB-Obmann die gute Zusammenarbeit mit Bergbahn und Stadt und Durchführung von Veranstaltungen. Von einem Feuerwerk an Projekten sprach Bürgermeister Klaus Winkler.

Positiver Jahresabschluss
Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von 1,93 Mio. Euro erreicht. Der Grund dafür sind  Förderungen in der Höhe von 1,7 Mio. Euro, außerdem wurden Ausgaben reduziert und Investitionen verschoben. Verena Mühlbacher

Bild: Pünktlich zum Winterstart fand die TVB-Vollversammlung in Kitzbühel statt. Foto: Kitzbühel Tourismus

Markenbildungsprozess - Fünf Themen konkretisiert
Die ersten Ergebnisse des Markenbildungsprozesses wurden bei der Vollversammlung vorgestellt. Rund 50 Teilnehmer haben sich die Zukunftsfrage für ihren Heimatort gestellt und unter professioneller Beratung Ziele definiert. Ein Zukunftsbild von und für Kitzbüheler, dass sich in fünf Themenfelder und einen Leistungskern gliedert, entstand dabei.

➤ Outdoor Active: Die sportliche Aktivität prägt die Marke im Sommer wie im Winter. Auf ein Sport und Naturerlebnis wird wert gelegt. Als neues Angebot der Bergbahn gibt es „walk and fly“: mit der Gondel wird in Jochbeg hochgefahren und dann zur 3-S-Bahn spaziert.

➤ Inspiring Networks: Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden durch den gemeinsamen Austausch gefördert. Das Netzwerk, geschäftlich und privat, soll hier ausgebaut werden. Über Kongresse, Netzwerke und auch Start-ups will man eine Bühne bieten, denn alles trifft sich hier.

➤ Culinary Delights: Als wesentlicher Bestandteil werden kulinarische Angebote gesehen, wobei man mit Genussmomenten auf höchster Ebene bestechen möchte. Ein Beispiel ist das heuer erstmals durchgeführte KitzKulinarik x Piemont mit mehr als 10.000 Besuchern.

➤ New Premium: Das besinnen auf das Wesentliche und die besten Dienstleistungen ist ein weiterer Punkt. Es geht um Entschleunigung und auch Nachhaltigkeit, die mit Kooperationen erreicht werden soll.

➤ The best workation experience in the alps: Waren die Begriffe Arbeit und Urlaub früher Gegensätze, so können diese jetzt in vielen Sparten zeit- und ortsunabhängig vereinbart werden. Unterstützung gibt es von Rahmenprogrammen und outdoor Akivitäten.
Im Kern will man sich als Ganzjahresdestination etablieren und zu einem Sehnsuchtsort an 365 Tagen werden.
Nun werden die Handlungsfelder weiter ausgearbeitet. Ziel ist es, das Zukunftsbild im Juni dem Aufsichtsrat zu präsentieren.

 
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