Kitzbüheler Anzeiger
23.01.2021
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Auf der Suche nach der Mutation

Bitte lassen Sie sich testen – hieß es von Freitag bis Montag im Bezirk. Nur 5.341 Personen folgten dem Aufruf des Landes.

Bezirk | Es ist wie eine Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Insgesamt 24 Teststraßen wurden in Kirchberg, Reith und St. Johann von Freitag bis Montag aufgebaut, um weitere mögliche Verdachtsfälle auf eine Coronavirus-Mutation zu finden.

Kein weiterer Verdacht auf Mutation
Die gute Nachricht zuerst: „Aus den bis dato näher untersuchten positiven PCR-Proben im Zuge der Massentestungen im Bezirk Kitzbühel haben sich keine weiteren Auffälligkeiten im Zusammenhang mit einer Virus-Mutation ergeben“, teilt Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes „Corona“ vom Land Tirol, am Montagabend mit. 58 Tests waren positiv. Bei Redaktionsschluss standen nur noch wenige Auswertungen aus.
Ob dieser viertägige Massentest aussagekräftig ist, darüber scheiden sich die Geister. Es nahmen lediglich 5.341 Personen daran teil, der Großteil der rund 63.000 Einwohner aus dem Bezirk blieb zuhause.

Großteil blieb zuhause
Es wurden Testkapazitäten für 40.000 Personen bereitgestellt. Ernüchternd kommentieren die Standort-Bürgermeister die Teilnahme. Jeder hätte sich mehr erwartet. „Ich verstehe es nicht“, sagt der Reither Bürgermeister Stefan Jöchl (VP). In St. Johann war noch am meisten los. „Warum die Leute dieses Angebot nicht annehmen ist mir ein Rätsel.Vielleicht liegt es am Lockdown, wo sich viele sagen: ich bin sowieso daheim?“, wundert sich Bgm. Hubert Almberger (VP). Der Kirchberger Bürger–meister Helmut Berger (SP) ortet eine Testmüdigkeit: „In der permanenten Teststraße lassen sich viele beim kleinsten Verdacht testen - vielleicht liegt es daran.“
Auch das Rote Kreuz hätte sich mehr Andrang erwartet. Die besten Tage waren Freitag und Samstag. Sonntag schwächelte schon. Am Montag war es ganz schlecht, berichtet GF Bernhard Gschnaller: „Wir haben Kapazitäten verkleinert und Mitarbeiter auf Abruf nachhause geschickt.“

Perfekt organisiert
Das Rote Kreuz Bezirk Kitzbühel organisierte die Teststraßen mit Unterstützung der Standortgemeinden sowie der freiwilligen Feuerwehr im Rekordtempo. Auch der Arbeiter-Samariter-Bund half mit, da dieser für die abgesagten
Slalomrennen einsatzbereit war. Die Massentests verliefen reibungslos. „Es hat sich gezeigt, wie wichtig eine gute  Zusammenarbeit ist. Nur gemeinsam kann so eine rasche Personalanforderung bewältigt werden“, betont Gschnaller. Lob gab es für die perfekte Organisation auch von vielen Testwilligen. Johanna Monitzer

Bild: RK Bezirksstellenleiter Daniel Hofer und ASB GF Gerhard Czappek bei der Testabnahnme. Viel zu tun gab es bei den Massentests nicht. Foto: Rotes Kreuz

 
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