16.12.2021
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Auf den Spuren von Johann Strauß

Passionierten Musikliebhabern ist das kleine, aber feine Ensemble aus dem Tiroler Unterland längst bekannt. Jetzt lässt das Tirol Music Project (TMP) mit ihrem Herzensprojekt   „Wiener Blut“ aufhorchen.

Niederau, Kitzbühel | Am Anfang stand der lang gehegte Wunsch, ein eigenes Neujahrskonzert zu viert auf die Beine zu stellen, daraus entstanden sind eine kleine Konzerttournee sowie ein eigenes Album mit dem Namen „Wiener Blut“. Ein Herzensprojekt des vierköpfigen Ensembles, das die freie Zeit in den Lockdowns dafür intensiv genutzt hat. „Wir haben die Werke von Johann Strauß, Franz Lehar, Josef Lanner und anderen Wiener Komponisten studiert und für unsere Vierer-Besetzung arrangiert, schildert Hubert Klingler. „Normalerweise werden diese Stücke von großen Orchestern gespielt, deshalb hat es sehr viel Spaß gemacht, das Ganze auf so eine kleine, feine und intime Besetzung abzustimmen und einzuspielen.“

Spannende Reise durch die Welt der Musik  
Hinter der Bezeichnung Tirol Music Project, kurz TMP genannt, verbirgt sich ein vierköpfiges Ensemble, das aus passionierten Musikern besteht: Die Wildschönauer Brüder Klingler - Hubert (Kontrabass, Posaune, Gesang) und Toni (Akkordeon, Steirische, Gesang) - der Kitzbüheler Musiklehrer Lukas Riemer (Geige, Gesang) sowie Maximilian Hechenblaikner (Gitarre, Kontragitarre, Gesang) aus Kirchdorf.

Im Jahr 2014 haben sich die Vier gefunden und ihr ganz persönliches „Projekt“ ins Leben gerufen, mit dem sie sich seither auf eine musikalische Weltreise begeben: Tango-Klänge aus dem verruchten Buenos Aires der 1920er-Jahre, romantische Musette-Walzer aus Paris wechseln sich ab mit typischer Schrammelmusik aus Wien, rhythmischen Volkstänze vom Balkan und Tiroler Volksmusik, die die vier Musiker authentisch, aber auch geprägt von der Vielzahl ihrer musikalischen Reisen, in ihrem ganz eigenen Stil darbieten.

Repräsentanten im „Austria House“
Auslandserfahrungen hat das Quartett aus dem Tiroler Unterland bisher schon zahlreich sammeln dürfen: Bei den Olympischen Spielen von Sotschi (2014), Rio de Janeiro (2016) und Pyeongchang (2018) waren die vier Musiker vom ÖOC offiziell als musikalische Repräsentanten im „Austria House“ engagiert worden. Weiteren Verpflichtungen bei den Spielen in Japan und Peking hat Corona leider einen Strich durch die Rechnung gemacht, wie Hubert Klingler bedauert. Denn diese  Engagements haben sich nicht nur auf den Bekanntheitsgrad der vier Tiroler Künstler, sondern wohl auch auf deren vielseitiges Repertoire nachhaltig ausgewirkt.

Die Kunstform des Wiener Walzers
Nun ist es also die Kunstform des Wiener Walzers, dem sich das Tirol Music Project in den vergangenen zwei Jahren intensiv zugewandt hat. Die bekannten und beliebten Stücke des Wiener Neujahrskonzertes wurden neu interpretiert und liebevoll inszeniert. Donauwalzer, Radetzkymarsch, Ballsirenen, Wiener Blut, Annen Polka   - für die vier Musiker durchaus kein Widerspruch zu ihren musikalischen Wurzeln: „Tradierte Stücke aus Tirol sind seit jeher ein Teil unseres Musiziergutes. Sie stehen unter starkem Einfluss der Wiener Musikkultur“, erklärt Hubert Klingler.

Das vielversprechende Konzept, den Wiener Walzer neu und in kleiner Besetzung aufzugreifen, hat in der heimischen Musikwelt sofort Anklang gefunden. Mit ein Grund, dass daraus nicht nur das Album „Wiener Blut“ entstanden ist, sondern auch, passend zum Jahreswechsel, eine eigene Tournee mit dem neuen Programm auf die Beine gestellt wurde. „Wir sind dann, so es erlaubt ist, in  namhaften Hotels der Region, aber auch in der Schweiz zu Gast und spielen dort nicht nur zur musikalischen Untermalung der Gäste, sondern ein richtiges Neujahrskonzert“, freut sich Hubert Klingler. Und natürlich habe man auch ein paar Überraschungen im typischen TMP-Stil ins Programm aufgenommen. Liebhaber des Wiener Walzers und Anhänger von TMP dürfen also gespannt sein.

Mehr Infos zur Tour sowie zum neuen Album unter www.tmp.tirol. Alexandra Fusser  

Bild: Neujahrskonzert und Wiener Walzer : Das  TMP präsentiert eine ganz neue Seite von sich.Foto: Adrian Salchner

 
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