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18.09.2022
News  
 

„Alminger“ durchwegs zufrieden

Das Ende des Almsommers naht. Zeit, um Bilanz zu ziehen über die vergangenen Monate, in denen die Landwirte unzählige Stunden auf den Almen des Bezirks ihr Tagwerk vollbracht haben.

Brixen, Kirchberg | Einer dieser „Alminger“ ist Stefan Papp von der Kleinen Holzalm am Brixner Sonnberg. Er spricht von einem sehr guten Verlauf des Almsommers: „Wir sind von argen Gewittern verschont geblieben. Es gab ein gutes Wachswetter und es hat immer zur richtigen Zeit, wenn wir es gebraucht haben, geregnet. Von Verletzungen der Tiere sind wir zum Glück verschont geblieben.“
Und wie steht es um den Wolf? „Bei uns heroben ist offensichtlich noch nichts. Wir liegen aber in der Mitte zweier stark frequentierter Täler, das schreckt vielleicht ab“, so Papp.  

Mountainbiker brettern über Almwiesen
Die wachsende Zahl an Mountainbikern, die mit oder ohne Elektrounterstützung auf den Bergen unterwegs sind, die Wanderwege kurzerhand zu Radwegen umwandeln und teilweise sogar über die Wiesen und Felder brettern, welche eigentlich den Nutztieren als Futtermittel dienen sollten, werden zusehends zum Problem für die Almbewirtschafter. Neben der erfreulichen Zwischenbilanz ohne gröbere Zwischenfälle oder Wetterbeeinträchtigungen ist dies ein Wermutstropfen für die Almbauern.

Ähnlich sieht es Hanspeter Hetzenauer von der Hiesleggalm in Aschau bei Kirchberg. Der heurige Sommer und die Almzeit sei eine sehr gute gewesen, nur hat das „Wachswetter“ auch einen Nachteil.  So spricht der erfahrene Almbauer von „altem Gras“, welches die Kühe auf den Weiden vorfinden. Dies wiederum verringert die Milchabgabe durch den geringeren Nährstoffgehalt. Hetzenauer blickt aber auf ein durchwegs positiv verlaufendes Ende der Sommermonate zurück. Die Hüttentüren schließen will er am 24. September. „Außer es schneit uns ein“, schildert der Kirchberger, während er seine Arbeiten am Zaun fortsetzte.

Der Käse erreicht heuer eine gute Qualität
Die milchverarbeitenden Betriebe schlagen in eine ähnliche Kerbe. Hans Walch jun. vom Kasplatzl in Aschau spricht von einem außerordentlich guten, würzigen Käse von hoher Qualität. „Wenn es viel regnet und dadurch viel Dreck auf den Feldern ist, schlägt sich das auch auf die Qualität der Milch und in weiterer Folge auf die Qualität des Käses nieder“, so der Landwirt. Der heurige Sommer hat das seine dazu beigetragen, eine außerordentlich gute Qualität zu produzieren.

Neben der erfreulichen Bilanz ohne gröbere Zwischenfälle gibt es einen Wehrmutstropfen bei allen Befragten: Die brisante Thematik rund um den Wolf. Landwirt Hans Walch zusammenfassend: „Wir müssen die Leute aufklären: Nutztierhaltung lässt sich nicht mit dem Wolf vereinbaren und es ist wichtig, den Menschen zu vermitteln: Ohne Nutztierhaltung kein Tourismus, ohne Tourismus keine Arbeitsplätze und dadurch auch weniger Wertschöpfung.“ Elisabeth Schill

Bild: Schnappschuss auf der Alm: Um die Heimfahrt nicht zu verpassen, wird sicherheitshalber in beide Richtungen Ausschau gehalten. Foto: Neumayer

 
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