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Kitzbüheler Anzeiger
20.02.2023
News  
 

„Aktion Scharf“ gegen Raser

Die Gemeinde St. Johann will jetzt Rasern den Kampf ansagen – auch in der Begegnungszone kommt es immer wieder zu heiklen Situationen.
 
St. Johann | Ist die Zeit der „Smileys“ in der Marktgemeinde abgelaufen? Diese Frage stellte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Und der Tenor war einhellig: „Wir sagen den Rasern jetzt den Kampf an!“ Seit einigen Jahren stehen an verschiedenen Stellen über die Gemeinde verstreut jene digitalen Anzeigetafeln, die auf die gefahrene Geschwindigkeit hinweisen. Unter dem Motto „St. Johann schenkt dir ein Lächeln“ – wie es auch eine Marketingaktion des Ortsmarketings suggerierte – wollte man diesen Weg auch auf den Straßen verfolgen.

Doch der Erfolg ist mäßig, wie die Erfahrung in den vergangenen Jahren zeigte. Diskutiert wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung über das Thema, weil die Grünen einen Antrag auf Ausdehnung der 30er-Zone stellten. Ein Thema, über das sich die Mandatare aller Fraktionen ereifern, wie sich zeigte.
SP-Vizebürgermeister Peter Wallner hielt nicht hinter dem Berg, wurde sogar emotional: „Ich will, dass Radarkästen aufgestellt werden. Nur so können wir die Raser erwischen.“ Er selber sei kürzlich beim Zebrastreifen vor der Mittelschule stehen geblieben und sei dabei von einem anderen Autofahrer überholt worden. Und das sei nur eine von vielen gefährlichen Situationen, die sich dort abspielen. „Das ist kriminell“,  ist Wallner entsetzt.

Auch Vize-Bgm. Hubert Almberger ist für das Aufstellen von Radarkästen. Er sprach in diesem Zusammenhang auch die Begegnungszone an, in der viele Autofahrer – so manches Mal auch aus Nichtwissen – viel zu schnell durchfahren und damit auch die Fußgänger und Radfahrer gefährden. Auch GR Claudia Pali (Parteifrei) ist der Meinung, dass durchgegriffen werden soll: „Ich würde vorschlagen, dass wir die 30er-Zone auch auf den Ortsteil Weitau ausweiten sollten“. Sie stellte klar: „Die Testphase mit den Smileys muss vorbei sein.“ Es sei Zeit rigoros durchzugreifen.

Bürgermeister Stefan Seiwald betonte, dass er eine große Mehrheit orte, die eine härtere Gangart gegen Raser fordert. Vorerst wird sich der Verkehrsausschuss mit dem Thema befassen und dies rechtlich prüfen. Margret Klausner

Bild: Vor allem im Bereich der Mittelschule kommt es beim Zebrastreifen immer wieder zu brenzligen Situationen. Foto: Klausner

 
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