09.04.2022
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Ab Herbst noch ein Diplomkurs

Die Ausbildung im Pflegebereich wird auf neue Beine gestellt. In der Gesundheits- und Krankenpflegeschule St. Johann haben Interessierte ab Herbst noch einmal die Möglichkeit mit der klassischen Diplom-Pflegeausbildung zu beginnen.

St. Johann | Seit dem Ausbildungsbeginn in der St. Johanner Gesundheits- und Krankenpflegeschule ist das Projekt „Medicubus“ ein voller Erfolg. Derzeit werden dort in drei Schulstufen nicht nur Diplom-Pfleger ausgebildet. Die kürzeren Ausbildungszweige zum Pflegeassistenten sowie Heimhelfer sind ebenfalls beliebt.

Doch es tut sich einiges am Pflegesektor, und vor allem im Bereich der Diplom-Krankenpflege wird die Ausbildung österreichweit auf neue Beine gestellt. Ab 2023 streben auch die Verantwortlichen des „Medicubus“ die Akkreditierung als Standort für die Fachhochschule Gesundheit und somit die Zugangsvoraussetzung zum Bachelor-Studiengang für Pflegeberufe an. Den bisherigen drei Jahre dauernden Diplom-Lehrgang, der ohne Matura möglich ist, gibt es dann nicht mehr. Diese Ausbildung wird künftig auf zwei Jahre verkürzt angeboten.

Ausnahmeregelung für St. Johann erwirkt
Den St. Johannern ist es jedoch gelungen, eine Ausnahmeregelung zu erwirken. Im Herbst startet daher noch einmal ein dreijähriger Lehrgang zur Diplom-Pflegeausbildung.
Diese „klassische“ Pflegeausbildung ist noch ohne Matura und ab dem 17. Lebensjahr (zehn abgeschlossene Schulstufen) möglich. Sie bietet aber dieselben Chancen und Berufsrechte im gehobenen Gesundheits- und Krankenpflegedienst wie die Bachelor-Ausbildung.

Die in St. Johann ausgebildeten Pflegekräfte sind heiß begehrt, auch im benachbarten Bezirkskrankenhaus, wie Pflegedirektor Harald Sinnhuberbetont: „Leider leidet der Pflegeberuf unter dem schlechten Image. Ich will nichts schönreden, aber ein paar Dinge klarstellen. Es ist ein Beruf mit großer Vielfalt und unglaublichen Möglichkeiten.“ Auch Verwaltungsdirektor Christoph Pfluger betonte, dass er diesen Beruf immer wieder wählen würde. Mehr als 300 Mitarbeiter arbeiten im Bezirkskrankenhaus in diesem Bereich. „Wir bieten erfüllende, krisensichere Arbeitsplätze in unterschiedlichsten Bereichen und mit vielfältigsten Aufstiegsmöglichkeiten und Sozialleistungen eines großen Unternehmens“, betont Sinnhuber.
Selbst aus der Pflege kommt auch Schuldirektor Helmut Wallner und brennt für seinen erlernten Beruf: Er möchte diese Begeisterung auch weitergeben. Der Beruf biete eine überaus sinnvolle und sinnstiftende Arbeit, ist Wallner überzeugt. Das verantwortungsvolle Handeln, welches sich in der Pflege aus einem Mix zwischen Kopf-, Hand und Beziehungsarbeit zusammensetzt, wird während der Ausbildung vermittelt, trainiert und in unterschiedlichen Bereichen gefestigt.

Weg in die Pflege keinen Tag lang bereut
Ines Paratscher, Gesundheits- und Krankenpflegerin, die derzeit das Palliativteam am Krankenhaus leitet, bricht eine Lanze für die Pflege: „Ich bin seit 33 Jahren in der Pflege tätig und habe mir ein tolles Team aufgebaut. Bei uns gibt es auch die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten. Wir sind sehr familiär, im Haus ist eine sehr gute Stimmung“, betont sie. Und Pflegeschülerin und Schulsprecherin Theresia Schider bereut keinen Tag, sich für die Ausbildung entschieden zu haben. Die Pinzgauerin spricht von einem lässigen, tollen Beruf.

Kooperation mit Landwirtschaftsschule
Eine neue Kooperation mit der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Weitau startet übrigens im September: Damit wird es den Weitau-Schülern möglich sein, gemeinsam mit dem „Facharbeiter des ländlichen Betriebs- und Haushaltsmanagements“ einen großen Teil der Ausbildung zur „Pflegeassistenz“ direkt an der Schule zu absolvieren.
Für den letzten Ausbildungszyklus zum Diplom-Pfleger endet die Anmeldefrist am 29. April,
die Aufnahmeprüfung ist für 5. Mai vorgesehen. 32 Ausbildungsplätze stehen zur Verfügung. Alle Infos auf www.medicubus.at Margret Klausner

Bild: Werbung für die Diplomausbildung: Schuldirektor Helmut Wallner, Schulsprecheri­n Theresia Schider, Diplom-Krankenpflegerin Ines Paratscher und Pflegedirektor Harald Sinnhuber (von links). Foto: Klausner

 
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