17.01.2023
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AMS: „Zeitenwende“ am Jobmarkt

Tirol verzeichnet die niedrigste Arbeitslosenquote seit 1984 und der Personalmangel wird weiter zunehmen: Das ist die Bilanz des AMS zum Jahresende.

Bezirk, Innsbruck | Nie zuvor waren in Tirol so viele Menschen beschäftigt und zugleich der Personalbedarf so stark. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresschnitt 4,0 Prozent und war zuletzt im Jahr 1984 (3,8 Prozent) niedriger. Vergleicht man 2022 mit dem Pandemiejahr 2021, ist in Tirol die durchschnittliche Zahl der Arbeitslosen um 36,4 Prozent gesunken.„Die unselbständige Beschäftigung (über 350.000 Beschäftigungsverhältnisse) und auch die Anzahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen (9.877) sind auf ein Rekordhoch geklettert“, heißt es dazu vom AMS Tirol.
Mittlerweile hat sich der demografische Wandel schon auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen, dieser Effekt wird sich nach Einschätzung des AMS künftig sogar noch verstärken.

Personalmangel wird zunehmen
Das heißt, das Problem des Personalmangels wird zunehmen. „Zum ersten Mal seit dem 19. Jahrhundert ist die Tiroler Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren geschrumpft. Wir dürfen diese Entwicklung zur ‚Silver Society‘ nicht unterschätzen. Die Arbeit wird uns in Tirol und auch im Arbeitsmarktservice jedenfalls nicht ausgehen“, so Sabine Platzer-Werlberger von der Landesgeschäftsführung des AMS Tirol. Trotz der weiterhin sehr angespannten geopolitischen Lage fällt die Prognose für den Tiroler Arbeitsmarkt im Jahr 2023 verhalten positiv aus. Die Arbeitslosigkeit (+700) und die Arbeitslosenquote werden im Vorjahresvergleich voraussichtlich leicht steigen. Auch die aktive Beschäftigung wird aufgrund der zunehmenden Erwerbsbeteiligung von älteren Arbeitskräften und Frauen und einer anhaltenden Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland weiter steigen (+1.700).

Dennoch bleibt der Personalmangel auf längere Sicht die größte Herausforderung. Deshalb fordert das AMS auch entschlossene Reformen ein. KA/gale

Bild: Die beim Arbeitsmarktservice gemeldeten offenen Stellen kletterten 2022 auf ein Rekordhoch. Symbolfoto: Pixabay/Pohnke

 
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