17.02.2022
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72 Sekunden fehlten zum Punkt

Eine Overtime wäre nach dem Spielverlauf – für beide Teams – verdient gewesen. Dann setzte es für die Adler leider den Nackenschlag - am Ende stand ein 2:4. Am Samstag zu Hause gegen Bregenzerwald ist der Druck zu gewinnen nun noch höher. Bully: 19 Uhr.

Sterzing, Kitzbühel | Nach etwas verspätetem Beginn war dem EC Die Adler Stadtwerke Kitzbühel im Ballon der Wipptal Broncos das Glück zu Beginn noch hold: Schon nach 70 Sekunden kratzten die Gäste den Puck noch von der Torlinie und in der dritten Minute vergab Bryson Cianfrone eine große Gelegenheit für die Sterzinger.

Danach kamen die Adler endlich ins Spiel und fanden erste Chancen vor. In aussichtsreicher Position vergab noch Luca Potocnik, mehr Glück hatte kurz darauf Maximilian Camondo: Der Wiener behielt in einem unübersichtlichen Getümmel den Überblick und brachte die Adler in Führung. Für den 21-Jährigen war es das erste Saisontor.

Schuss von blauer Linie fand ins Tor
In Minute 14 spielte Alessio Niccolai aus der eigenen Verteidigungszone einen Traumpass auf Lucas Chiodo, der so allein auf Paul Mocher ziehen konnte und dem Kärntner keine Chance ließ. In Drittel zwei begannen die Adler mit einer vierminütigen Unterzahl, die sie aber unbeschadet über die Zeit brachten. Und just Florian Eder, der die Strafzeit verbüßen musste, durfte in Minute 25 jubeln. Sein Schuss von der Blauen Linie fand den Weg ins Tor und brachte seine Mannen wieder in Front. Auch für den Kufsteiner war es Saisontreffer Nummer eins. Die Freude währte aber nicht lange: Erst ließ Patrik Kittinger einen Sitzer aus und im Gegenzug hatten diesmal die Broncos Glück, denn auch das 2:2 ging aus einem wilden Getümmel hervor.

Im Schlussabschnitt neutralisierten sich beide Teams weitestgehend und ließen offensiv Vorsicht walten. Bis zur 59 Minute, als sich die Adler kurzzeitig nicht befreien konnten. 72 Sekunden vor Ende brachte Lucas Chiodo Bryson Cianfrone in Stellung und der brachte seine Wildpferde zum ersten Mal an diesem Abend in Führung.

Adler nahmen volles Risiko
Die Adler nahmen jetzt volles Risiko und holten Paul Mocher vom Eis. Das nützte leider nur Sterzing, als Niklas Salo aus fast unmöglichem Winkel zum 4:2 einschob. Durch diese Niederlage haben die Adler drei Punkte Rückstand auf Platz drei und das bei einem Spiel mehr. Am kommenden Samstag steht man im Sportpark gegen Bregenzerwald vor einem Pflichtsieg.

Patrik Kittinger blickte nach der Auswärtsniederlage schon wieder optimistisch in die Zukunft: „Wir sind gut in das Spiel gestartet und das Tor durch Maxi Camondo - das er sich in jeder Hinsicht verdient hat - hat uns in Fahrt gebracht. Von meiner Linie mit Ralfs Jevdokimovs und Raivo Freidenfelds war mehr zu erwarten und das werden wir nächsten Samstag gegen Bregenzerwald auch zeigen.

Overtime wäre verdient gewesen
Das 2:4 in Sterzing ist einfach nur eine Pleite. Entweder man gewinnt und wenn man nicht gewinnt, lernt man daraus. Die Gesichter nach dem Spiel waren auf jeden Fall enttäuscht, aber auch hungrig auf das nächste Spiel. Wir werden zu Hause im Sportpark am Samstag vor unseren Fans zurückbouncen.“

Bild: Eine Overtime wäre nach dem Spielverlauf für beide Teams verdient gewesen. Foto: Schaller

 
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