08.10.2021
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3G für Arbeitgeber „kein Problem“

In vielen Unternehmen im Bezirk gehören sie inzwischen zum Alltag: die regelmäßigen Tests ihrer Mitarbeiter. Kammerobmann Seiwald geht mit LR Anton Mattle in dieser Causa konform.

Bezirk | Schutz für Kunden und Mitarbeiter – auch im Bezirk Kitzbühel ist für viele Unternehmer eine 3G-Pflicht (geimpft, genesen, getestet) kein Schreckgespenst. Im Gegenteil: in vielen Unternehmen aber auch öffentlichen Institutionen gehört das regelmäßige Testen mittlerweile dazu.
Beim Land Tirol wird auf eine 3G-Regel gedrängt. „Ich gehe da mit Wirtschaftslandesrat Anton Mattle konform“, betont Kitzbühels Wirtschaftskammerobmann Peter Seiwald. In Italien gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz seit 15. Oktober. In Österreich werden die Stimmen dafür immer lauter. „Bei Gesprächen in den kleinen Betrieben höre ich schon heraus, dass die Arbeitgeber
Respekt vor einer solchen Regel haben. Wir vermitteln aber immer, dass die Tests wichtig sind. Ich bin gegen eine Impfpflich und finde es gut, dass das das Gratistesten bis März verlängert wurde“, sagt Seiwald. Es müsse in jedem Fall alles getan werden, damit „wir eine gute Wintersaison haben und dafür müssen wir Opfer bringen.“

Im Penzinghof wird täglich getestet
Keine Scheu vor einer verordneten 3G-Regel hat Christine Lindner. Die Penzinghof-Wirtin aus Oberndorf sieht es gelassen: „Für uns ist das alles überschaubar. Jene Mitarbeiter, die nicht geimpft sind, testen wir sowieso täglich. Wir sind beim Projekt ‚Tirol testet‘ und solange das gilt, habe ich keine Probleme“, sagt die Hoteleigentümerin. Und außerdem gelte 3G ja auch für die Gäste, daher sei es ja eigentlich klar, dass das auch für die Mitarbeiter gelten müsse. Bei 2  (genesen, geimpft) oder 1G (geimpft) wäre es dann allerdings schon schwieriger.

Sparkasse Kitzbühel bietet Tests an
Bei der Sparkasse Kitzbühel sind im gesamten Bezirk etwa 140 Mitarbeiter im Einsatz. „Wir sind ganz klar für 3G“, betont Vorstandsvorsitzender Franz Stöckl. Auch bei der Sparkasse werden regelmäßige Tests für Mitarbeiter angeboten. „Wir dürfen natürlich laut Arbeitsrecht nicht nachfragen ob jemand geimpft ist“, erklärt Stöckl. Allerdings würden sich das die betroffenen Mitarbeiter mit ihren jeweiligen Führungskräften ausmachen und dort testen. „Wir halten uns selbstverständlich an die Vorgaben. Sollten jetzt Gremien oder die Politik befinden, dass 2G kommen soll, dann setzen wir das um“, erklärt der Sparkassenvorstand. Gedanken habe man sich aber da noch nicht gemacht.

GF Kober „Ausfälle ziehen große Kreise“
Die Sicherheit der Mitarbeiter hat bei der Firma Klafs in Hopfgarten oberste Priorität. „Grundsätzlich würde ich 3G gut finden. Wir haben eine hohe Nachfrage, Ausfälle ziehen da große Kreise“, erklärt Geschäftsführerin Monika Kober.
Kober stellt sich eher die Frage, wie es mit dem Prüfprozedere weitergehe. „Wenn ich einen Mitarbeiter habe, der in Niederösterreich auf Montage ist und nicht genesen und geimpft ist – wie kann ich das kontrollieren bzw. administrieren?“, stellt Kober die bürokratischen Probleme in den Raum. Bei Klafs habe man zu den Mitarbeitern ein gute Beziehung. Ein halbes Jahr lang sei im Haus regelmäßig getestet worden. Auch beim Betriebsurlaub haben die Mitarbeiter über ihren 3G-Status informiert, damit in ein Restaurant eingekehrt werden konnte, ist das auch eine Frage des Vertrauens.

Gemeinde Kirchberg: 2 mal pro Woche zum Test
Bei den Gemeinden ist 3G kein Schlagwort, wie Kirchbergs Bürgermeister Helmut Berger bestätigt: „Wir kontrollieren das ja schon seit Langem.“ Seit dem Herbst des letzten Jahres wurden nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Gemeinderäte bzw. Sitzungsbesucher getestet bzw. der Impfstatus überprüft. „Alle Mitarbeiter, die nicht geimpft sind, gehen zwei Mal in der Woche testen. Wir sind dafür in der Apotheke auch registriert. Die Durchimpfung in der Gemeindestube ist bei uns aber sehr gut“, ist der Bürgermeister erleichtert.
 
“Problem ist, dass der Bund keine Entscheidung treffen will.“ Erwin Zangerl, AK
Für die Verantwortlichen der Arbeiterkammer ist die 3G-Regel akzeptabel, bestätigt Präsident Erwin Zangerl. „Ich glaube, mittlerweile ist dem Großteil klar, dass nur eine Impfung den Ausweg aus dieser Pandemie ermöglicht. Ich kenne niemanden, der sich nicht ein Ende der Beschränkungen wünscht. Wir stehen in Österreich aber wieder einmal vor dem Problem, dass die Bundesregierung keine Entscheidung treffen will“, hält Zangerl mit seiner Kritik nicht hinter dem Berg. Margret Klausner

 
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