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Kitzbüheler Anzeiger

Vom Fluch, der Branchenprimus zu sein

Doch Branchenprimus zu sein, ist Fluch und Segen zugleich – das zeigt das plötzliche Interesse der Kufsteiner mehr als deutlich. Bis vor wenigen Jahren hätten die Nachbarn vermutlich kein Interesse an einem Zusammenschluss gehabt – außer sie hätten sich die St. Johanner mit Haut und Haar einverleiben können. Das zeigte sich auch am jahrelangen Gezerre um die Orthopädie, die schlussendlich doch in St. Johann blieb und einer der wirtschaftlich erfolgreichsten Abteilungen ist.

Ein Beispiel ist auch der „Medicubus“ – die Schule lief ebenfalls ursprünglich unter dem Dach der Kufsteiner, die sich gerne aus dem Pflegekräfte-Topf bedienten. Jetzt wird das top ausgebildeten Personal vorwiegend am Bezirkskrankenhaus engagiert – zum Wohle der Kitzbüheler.

Jetzt, wo es gut läuft, suchen die Kufsteiner Nachbarn die Zusammenarbeit. Immer wieder wird mit den hohen Kosten im Gesundheitsbereich argumentiert – die St. Johanner zeigen deutlich, dass es auch anders geht. Es gibt also wirklich keinen Grund, eine solche Spitalsehe einzugehen – die kann ob des deutlich größeren westlichen Nachbarn nur Nachteile für den Bezirk Kitzbühel bringen.

Ein modernes weißes Gebäude mit mehreren Fenstern und einem Logo an der Fassade, vor einer Bergkulisse unter einem teils bewölkten Himmel.
Kufsteiner möchten Zusammenschluss

Die Verantwortlichen des Bezirkskrankenhauses Kufstein suchen die Nähe der St. Johanner – der Wunsch nach einer Spitalsehe wird von den St. Johannern allerdings verhalten aufgenommen.

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