
Bgm. Klaus Winkler (links) freut sich mit dem Radiologen Eberhard Partl über den lang ersehnten Kassenvertrag.
MRT auf Krankenschein nach 20 Jahren Kampf
Die Freude ist nicht nur beim Kitzbüheler Radiologen Eberhard Partl gr0ß – ab September sind in seiner Praxis MRT-Untersuchungen auf Krankenschein möglich.
Damit geht ein über 20 Jahre dauernder Kampf zu Ende. Anfang der 2000er- Jahre wurde im Bezirkskrankenhaus St.Johann der erste Magnetresonanztomograph (MRT) installiert. Dabei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, mit dem sich der menschliche Körper sowie krankhafte Veränderungen mittels Magnetfeldern und hochfrequenter elektromagnetischer Wellen darstellen lassen. Auch wenn die Wartzeiten für Untersuchungen im Krankenhaus nicht mehr solange dauern wie früher, war auch der Krankenhausverband immer Verfechter eines zweiten Kassenvertrages für den Bezirk.
Eberhard Partl kämpfte jahrelang um einen Kassenvertrag für seine Praxis, in der zwei Geräte stehen. Jetzt ist es endlich soweit. Was vor vier Jahren angekündigt wurde, wird nun Realität: Ab September 2026 erhält die Radiologie von Partl einen Kassenvertrag.
Bereits 2022 machte Arno Melitopulos-Daum, heute Bereichsleiter Versorgungsmanagement Medizin der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), deutlich, dass mit der Aufnahme des MRT-Geräts in den Großgeräteplan auch ein Kassenvertrag folgen werde. Vier Jahre später ist dieses Ziel erreicht.
„Mit dem Kassenvertrag sind wir wieder einen wichtigen Schritt in der medizinischen Versorgung weiter.“
Klaus Winkler, Kitzbüheler Bürgermeister
Für den Kitzbüheler Radiologen endet damit ein mehr als 20 Jahre dauernder Einsatz für eine flächendeckende bildgebende Versorgung im Bezirk. Bereits 2004 schloss er mit seiner Kassenordination für Röntgen, Mammographie, Ultraschall und Durchleuchtung eine wichtige Lücke in der wohnortnahen Versorgung. „Es freut mich sehr, dass wir den Menschen in Kitzbühel und der gesamten Region nun endlich MRT-Untersuchungen auf Krankenschein anbieten können. Dass wir dieses Angebot jetzt allen Patienten ermöglichen können, ist ein Meilenstein, auf den wir viele Jahre hingearbeitet haben“, betont Partl.
Für Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler ist der Kassenvertrag eine wichtige Verbesserung für die medizinische Versorgung der einheimischen Bevölkerung. „Mit dem Kassenvertrag für eine MRT-Untersuchung in der Praxis von Partl sind wir wieder einen wichtigen Schritt weiter, in der medizinischen Versorgung unserer Bevölkerung in der Stadt und im ganzen Bezirk Kitzbühel. Zudem ist es eine große Aufwertung für unser Gesundheitszentrum in Kitzbühel.“
Erweitertes Angebot im Facharztzentrum
Die Radiologie im Gesundheitszentrum Kitzbühel, dem integrierten Facharztzentrum am Hornweg, erweitert damit ihr bestehendes Angebot und zeigt außerdem, wie moderne Gesundheitsversorgung funktionieren kann. „Damit wird in Kitzbühel vieles bereits gelebt, was mit der österreichischen Gesundheitsreform künftig insbesondere im ambulanten, niedergelassenen Bereich weiter ausgebaut werden soll“, zeigt Eberhard Partl auf. Das frühzeitige Bekenntnis von Land Tirol und der Stadt Kitzbühel zu diesem Gesundheitsstandort erweise sich damit als vorausschauende Entscheidung.
Der Obmann des Krankenhausverbandes, Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer, zeigt sich erfreut über den neuen Kassenvertrag: „Ich sehe diese Entwicklung als absolut positiv an.“