
In der Gamsstadt läuft's rund
Es ist mit seinen 35 Metern doppelt so hoch wie das Volksschulhaus. Im Vergleich zu anderen Riesenrädern, die der deutsche Eigentümer und Betreiber Oscar Bruch jun. in europäischen Großstädten (Düsseldorf, Stuttgart, Lyon, Krakau) aufgestellt hat, ist es jedoch ein kleines Exemplar. Die Rede ist vom Kitzbüheler Riesenrad, das der Unternehmer, angepasst an die Kitzbüheler Platzverhältnisse, erzeugen ließ und es nunmehr in Eigenregie betreibt. „Es ist eine Sonderanfertigung und wurde fabriksneu direkt vom Werk angeliefert“, schildert er dem Kitzbüheler Anzeiger sichtlich stolz.
Warteschlangen am Tag der Eröffnung
Schon am ersten Betriebstag herrschte reger Andrang. Zahlreiche Einheimische ließen es sich im Rahmen der Christkindlmarkt-Eröffnung nicht nehmen, mehrere Runden in einer der 24 beheizten und klimatisierten Kabinen zu drehen.

Ein Riesenrad im verhältnismäßig kleinen Stadtpark zu errichten, erschien vielen Beobachtern zunächst als unmöglich. Viele zeigen sich mittlerweile positiv überrascht, andere lehnen ein Riesenrad in Kitzbühel wiederum ab. Kritisiert werden u. a. mangelnde Adventsstimmung, der fehlende Rutschhügel für Kleinkinder sowie ein gefällter Apfelbaum.
Durch Zaun und Secuity abgeriegelt
Das Riesenrad wird jedoch nicht nur im Kitzbüheler Advent, sondern auch über die gesamte Wintersaison eine Attraktion darstellen. Auch und sogar am Hahnenkamm-Wochenende wird es in Betrieb sein, wie Eventmanager Thomas Rass, verantwortlich für die Fanzone der Innenstadt, auf Anfrage zu berichten weiß. Große Risiken aufgrund des Fan-Ansturmes nach den Rennen sehe er nicht, sagt er. „Das Riesenrad wird durch einen Zaun und Security abgeriegelt. Das ermöglicht einen kontrollierten Zugang. Alkoholisierte Fangruppen werden nicht eingelassen.“
Der Innenstadt-Koordinator verweist auf ein weiteres Eventgelände, das 2026 erstmals im Schulhof entstehen wird. Mit dieser Maßnahme sollen die in die Stadt strömenden Fan-Massen entzerrt werden.

