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(5amtnq. 10. Zanner 1953 Preid 30 t)rod)dn, Zo ebcu qbür 15.— (5 4. Yuminei 2 so., 10. llhiul ertÖer 1to., 12. rnft i., 1. 3titta Mi., 14. 'dii Do., 15. .jauhi r., 16. Seinnid 2um 60 ieburttng untered'. Als am Abend des 3. Jänner 19,531 auf dem Bahn hofplat.z die Stadtmusik mun- tere Weisen spielte, und anstelle des 13e- 1 suchteten Christbauines die Ziffer „60" aufflammte, da wußten nur wenige Ein- ewehte, was dies zu bedeuten habe, Es war die Stunde, in welcher sich der Gemeinderat der Stadt KiGbüliel im Hotel Klausner versammelt hatte, uni dem Bürgermeister Doktor Camillo v. D u s c 11 m a ii anläßlich seines 60. Ge- I)urtstages einen Ehrenabend zu ha- oiten. Den Reigen der Anspraeheri eröffnete Vizebürgermeister Sicherer und schil- derte die Verdienste, weiche sich der Jubilar als Obmann des Verkehrsver- eines Kitzbühel und nunmehr als Bür- germeister erworben hat und überreich- te ihni als Ehrengabe des Gemeinderates en prächtiges Gemälde unseres Mei- sIers Alfons Walde. In seiner Antwort erklärtc Dr.Busch- iv an, daß er eine Ehrung Iberhaupt nicht verdiene. Die Vollendung des 60. Lebensjahres sei kein Veed ienst, son- dern lediglich eine betrübliche Tatsache. Trotzdem danke er allen Anwesenden von ganzem Herzen, da sie ihm durch ihre Treue und Kameradschaft halfen, dese bittere Pille zu schlucken. Für ihn habe das Jahr 1953 einen anderen, denn in dieses Jahr vel tieferen Sinn, falle die 50. Wiederkehr des Tages, an welchem er zum ersten Male sein Herz an Kitzbühel verloren habe. In humorvoller Weise schilderte er nun die Erlebnisse jenes Tages des Som- mers 1903, an wdichem er mit seinen Eiern und Geschwistern ZU:TJ ersten Male nach Kitzbühel kam und den tie- fen Eindruck, welchen vorn ersten Augenblicke an der Wilde Kaiser und der Schwarzsee auf ihn genricht hat- ten, Erinnerungen an alte lkitzbüheler Persönlichkeiten und heitere pisoden aus zehn sorglosen und glücklichen Sommern in Kitzbühel. Dann rief ihn der erste Weltkrieg zu den Waffen. Aber gerade in dieser Zeit wurde seine Bindu1g zum Land 11 rol eine noch viel enßere, da seine Batterie wie- lt in Verband der Kaiserjäger- Divison kämpfte, insbesondere währen] der Mai-Offensive im a1ire 1915 am Wal, uni San, bei Krasnift und vor Luhlin. Auch alle seine Kriegsurlaube verbrachte Dr. Busehnian in Kitzbü- hel. XacIiden er nach Kriegsende an der Iunshrueker Universität seine Stu- dien vollendet hatte, zog es ihn wieder nach Kitzbühel und nun wurde diese Stadt für immer seine Wahlheimat, für welche man, so schloß er seine Rede, Wer von den Kitzbüheler Skifahrern am vergo.iegenen Sonntag die östlichen Giiesalinliänge befuhr, sah zu seiner Überraschung, daß schon einige Sessel im Tragseil (heses neuen Liftes hängen und dessen Inbetriebnahme demnach in kurzer Zeit erfolgen könne. Eine Frage beim Betriebsleiter der Hahnenkamm- bahn, Dipl-Ing. Wido Messerklinger, bestätigte diese Annahme: wenn keine besonderen Schwierigkeiten m ehm auf- tauchen, kann mit der Eröffnungsfahrt, am nächste ii Wochenende gerechnet werden! Einer der schwierigsten Seilbahnbau- ten in Europa ist damit erfolgreich be- endet worden. Kitzbühel kann auf die- ses Bauwerk stolz sein, das unsere Stadt allen österreichischen Wintersportorten mit Aastand weiter an die Spitze schob. Einmalig waren die Leistungen der an diesem Bau besch.tftigten Planer und Arbeiter, ungewöhnlich die Schwierig- keiten, die sieh, sei es durch die Un- gunst des Geländes oder des Wetters, entgegenstellten. Am 26. Mai 1.952 wur- de mit. dem Bau begonnen, und bereits im September konnte durch den Ini- tiator dieses einzigartigen Lifts, dien Verstand der Bergbahn A. G., Dipl.- Kfm. Fritz T s c h 0 h 11 die Firstfeier gehalten werden. Das Projekt stammt vom Erbauer der Hahnenka.mrnba.hn in der je.zigen Form (Umbau 1938) Dipl.- Ing. M e s s e r k 1 n g e r, Betriebsleiter stets das Beste gibt als Dark für alle Gute und Schöne, das man durch sie empfaneen hat. Von seinem weiteren Lebenswege wäre folgendes zu berichten Nach ein- jklnigei Gerichtsprrxis trat er in die damals sshr stark frequentierte Kanzlei des Rechtsanwaltes Dr. Ar-hur Keelit als Konzipient ein und hatte hier Go- legenheit, in kürzester Zeh mit allen Kreisen der Kitzbüheler Bevölkerung bekannt zu werden. Im Jahre 1924 er- er seine se1tständie Praxis. In seiner freien Zeit widmete er sich da- mals mit Begeisterung dein Skilaufe, der Hahnenkariiiihsa}mn. (hei auch den Bau leitete. Man kann sich von dem A.rbeit.spensurn des 3au]eiters einen Be griff machen, wenn man bedenkt, daß allein das Abgehen der Baustelle fünf bis sechs Stunden erh(ischte, und daß Ing. Messerklinger sich fast täglich die- ser Aufgabe zu unterziehen hatte. Die Bauunternehmung TJnterher ger & Ha. ter. Kitzbühel, führte den Bau durch; Dipl.-Ing. Robert, Stampfer lieferte die Pläne für die Berg- und Talsta.tions- gebäude; die mechanische Ausrüstung stammt von der Wiener Brückenbau - und Eisenkonstruktionsgeseflschaft und die elektrische Ausrüstung von den iisterreichischen Brown Boveri- Wer- ken in Wien. Die Transportkolonnen, die die Bau- stücke vorn Tal bim zur Brustelle zu liefern hatten, führten der Maschinist Franz P a. r d e 11 e r und der Stations- beamte Josef P a i r; diesen waren der Pengelsteinwirt Josef P r a n: t n e r mit einem Kettenkraftfahrzeug und Rupert Waldinger aus Tochhorg mit zwei schweren Pinzgauer Pferder. zugeteilt. Von der Bergstation der Hahnenkamm - bahn wurden die Lasten mit Fahrwerk und Kettenkrad zum Ehrenhachlift ge- führt, und mit diesem in den Ehren- geleitet. Vom Graben hatte wieder ein Fuhrwerk die Baustoffe zur Talstation des neuen Lifts zu bringen, von wo diese mittels einer eigens dafür er teinber gh,qel cffellift bot ber Ofertignfterlung
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