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J(Jtzbühcl Aom & (nmttaq, 1. Deemt'er 1951 rtS 30 crofcten, 15.— 2.,3nbr onnr.. Yume 48 iis 93nlnrojet 61 onunor-91eimeff-6t,{urn Das Akt.irnsk ute. über dessen Kon- stituierung wir seinerzeit berichtet het- ten, veranstaltete am 27. November sei ne zweite Flenarsitzung. Präsident 0- h e r m o s e konnte vor allem den Ver- treter des Herrn Bundesministers fir das Auswätige, Herrn Iegs.tonssekre- t.är Dipl.Tng. L ne gin ay e r, ferner dim Präsidenten der Bunileslnihndirektion Innsbruck, Herrn Hofrat 5 0 r a v i a, Herrn. Laiidesrat E g g e r, den VertFe- ter der Salzburger Handelskammer Sek- tionsgeschäftsführer Er. K i: i t t e 1, dn Vertreter :1er Tiroler Handelskammer, Kammerrat Hermann II 0 z n e r, (Je Vertreter der Landwirtschaftskam mer Roß und Wömigartuer, und als Grst Herrn Bezirkshauptmann Dr. T r e n t- i- n a g 1 a begrüßen. Die Arbeiterkammer entsandte Herrn Präsidenten G ii n s i n- g er, die beteiligten Gemeinden die Bür- germeister (St. Johann: 5 c li e i (1 e r, Unken: Ha, ider). Die Sitzung brach:e in mehrfacher Hinsicht ene weitere Kläiusg zur Lage des Projektes. Die Bundesbahn bezog keine S:ellung, Ja sie den durch die gesetzgebenden Körperschaften aus- gedrückteu Willen des Gesamtvolkos zu ihrem Teil zu erfüllen berufen sei. Zur Sache ist die Direktion der Ansicht, daß die seit 1912 zweigleisig ausgebnu- te Bahn So lzburg—Bischofsiiofen —111115- bruck in normalen wie konjunkturell angespannten Zeiten, in Friedens- wie Kriegszeiten dem Bedarf genügt habe. Dagegen erhebt sich der naheliegende Einwand, daß man damit sozusagen das Alpen-Bahnnetz als endgültig ausge- baut und fertig zu bezeichnen habe. Zu keiner Zeit, am wenigsten in unserer wirtschaft±ch schnellebigen, kann also ein so unwiderrufliches Urteil gefällt werden. Die Bauernschaft brachte schwe- re Bedenken gegen das Projek.t vor:: Ver- ringerung des Grundes durch die Bahn- anlage, betriebliche Störungen durch Teilung bzw. Zerreidung einheitlicJer Flächen, Sogwirkung der Bahn auf die Arbeitskräfte und demit Verschärfung des Leutemangels. Gegen diese Bedenken wies dem (e- sehärtsführem des Konmites, Prof. Dr. Pösehl, nuf die Tatsache hin, daß 1) v an je]-er der (Ii rundwert durch gärt- st.igere Verkehrs age stieg, wie dies schon (lee ui 0 (erülnul e 1 Ii ü n en, (lee Schöpfer der lan:l\virtschaftliehlen Be- l;.riebs e1iie. bewiesen hatte: 2) (laß der Landflucht, die derzeit -- mit und ohne neue Bahn - bmit naturgeseizhi- eher Jewult weiterwirke. einzig durch Abinu des kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Gefälles zwischen Stadt und Land entgegengewirkt weiden kön- ne: daß aber gerade dazu der Aus- bau und lasgünstigste Zusammenwir- ken der Verkehrswege und Verkehrs- mittel notwendig sei. Gewisse Probleme des Landarbeiterbedarfs lassen sieh n u r durch eine dezentralisierte gewerb- liche Erzeugung, diese aber n u r durch entsnrechen(Ie Verkehrsverbindungen lösen; 3) daß zuirt Wohle des Ganz -en (Verringerung der Entfernung Wien— NortTtirol um 80 Kilometer oder 75 Mi- nuten D-Zugs-Fahrt) rein lokale Be- (lenken (die nebenbei jedem Verkelivs- projekt entgegenehracht worden seien, möge es sieh um Schiene oder Straße handeln) nicht entgegengesetzt werden dürften. Auch den Einw-inden des Landes Satz- burg, die auf die Besorgnis hinauslau- fen, die derzeitige Linie würde zur kunidrbahn", konnten schlagkräftige Arg'umen:e entgegengestellt werden. Immer muß die Linie Graz—Innsbruck sowie Klagenfurt - Innsbruck über Schwarzach-St. Veit—Zell am See ge hew ebenso wie auch die Alpenquer- lin e Wien—Amsretten—S elztha' —Inns- bruck. Außerdem ist bei der Zentral stellung des Fremdenverkehrs im öst- liehea Nordtirol wie im Pongau und Pinzgau a 11 e s erstrebenswert, was den: heute nicht punktförmig, son- dern flächenhaft oriente:ten Fremden- verkehr nützt. hie Stadt Salzburg ge- winnt ein neues Einzugsgebiet (E, Entfe r- nung St. Johann—Salzburg rund 70 Ki- lome:er !. Nach einer ausführlichen Orientic- riing über (heil Stand tier Dinge durch den Landtagspräsidenten und Initiator des Projekts 0 II e r um o s e r, wurde vom Geschäftsführer Prof. Dr. I'ösehl die druckfertig vorliegende Denkschrift in grQßen Zügen vorgetragen. Die Druck- legung - mit einigen kleinen Modifika- tionen - wurde gegen eine Stimme (bei einer Stimmenthaltung) beschiessen. Präsident G ä n s i n g e r legte eine Veröffentlichung in gekürzter Form an. Herr Legationssekr. Dipl.Ing. L ne g in a y e r berichtete über das große In- teresse seitens des Ministeriunms für die Auswärtigen Angelegenheiten und ver- sprach, sich bei den entsprechenden Stehlen für (lie Durchsetzung zu ver- wenden. Die weitere Debatte wird im An- schluß an die Denkschrift fortgeführt, ii. zw. auf volkswirtschaftlich festem Grunde. tUtje1er £oknInar1ten — Den ärztlichen Sonntags- dienst onntags- diemlSt in Kitzbühel versieht am Sonn- tag, 2. Dezember, Dr. Helmut 5 e n g, Sennereigehäude, Tel. 690. - Gehorenwurden: ein Hans- j ö r g den Eheleuten Josef und Maria Fuchs, Sehwarzseestraße 302; ein A 1 e- x a n d e r Alois dein Kunsthandwerker Alois Stumpfer und seiner Frau Geor- gina, geb. Tuxneuner; eine M o n i k a Maria den Eheleuten Siegfried und Aloi- si a Klampfer, Gärtnermeister. - G e t r a u t wurden der Metallar- beiter Emmerich 5 p in 1 in a 11 n mit der Köchin Olga L u s s e mi, wohnhaft in Reutte Nr. 56. -- Cäeilienfeier.Am Samstag, 24. November, beging die Stadtmusik im Tiefenbrunnersaale die Namensfeier ihrer Patronin mit einem Konzert und einem Tanzkränzchen. Musikfreunde aus allen Bevölkerungsschichten, aus Stadt und Land, strömten in den Saal, bis das letzte Plätzchen besetzt war. Vorgeführt wurden sechs Musikstücke und -- her- vorgerufen durch den lebhaften Bei- fall - sechs Zugaben. Die Ballett-Suite von Popy, in Kitzbühel erstmals von
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