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eomtn, 14. Zunt 1952 13tei 30 Orofffien, 3abredbe3ugdqebübr 15.— 6 3. fyqnnQ. Ytummer 24 2 3crnacfjfiiffiqte 23rienfaL Der 23unÖc4räriÖent in fti4bübel Am Freita 6. Juni, kam mit dem Abendschnellzug unser erster Staats- mann, Bundespräsident Dr. h. c. Gene- ial Theodor Körner in Kitzbühel an ond nahm im Hotel Guido Reisch Logis Auf schien ausdrüeklichenWunsch hin wurde vor. Empfangsfeierlichkeiten Abstand genommen. Sein Besuch galt seiner Nichte, Frau Hartmann-Bosse. Am Samstag besichtigte er auf einem Spaziergang das Rettungsheim, die Krankenkassa, die Sportplätze und den Brückenbau der Firma lJnterberger & Huter in der Joehbergerstraße.AmSonn- tag stieg er wieder in den Schnellzug Richtung IATieii. Sanbe!fammertag ftitbübei Am Dienstag, 10. Juni, fand beim Eggerwirt in Kitzbühel ein Kammer- tag ammer- tag für die Kammerfunktionäre des Bezirkes statt, zu dem nebst Herrn Vi- zepräsidenten Kammerrat 5 t 'o 11 und zwei Sekretären aus Innsbruck zirka 50 Vertreter von Handel, Gewerbe und Industrie aus dem Bezirk erschienen waren. Die haupedch1iche Auseinanderset- zung galt dar von der Kammer gegen den Will€ n der Gewerbetreibenden be- schlossenen e- schlossenen Art derAltersunterstütz&nig. In fünfeinhalbstündiger Debatte konn- ten die Vertreter des Präsidiums die Kitzbüheler flicht von der Zweckmäßig- keit dieser Einführung überzeugen, so daß bei der darauffolgenden Abstim- mung die Vcrage mit allen gegen eine Stimme abgelehnt wurde. Interessant war die Feststellung der Kammerjuri- sten, daß di zwangsweise Eintreibung der bereits geforderten Beiträge kaum möglich ist, da die betreffende Gesetzes- änderung er: im Nationalrat einge- bracht werden muß. Das B r i x e n t. a 1 ist zweifellos eines der aufsrebendsten Fremdenverkehrs- gebiele Tirols; was hier in den letzten Jahren aus eigener Kraft neu geschaf- fen, modernisiert oder ausgebaut wur- de, verdient volle Anerkennung und fin- det diese auch bei seinen Gästen, dio in rr.rner zuneinnendem Maß Stamm - gäste werden. }s läge daher nahe, daß dieses Vor- wärtsdrängen auch von den berurenen Staats- und Landesstellen nachhaltig ge- 'förüert und unterstützt wird. Leider müssen wir Brixen.taler feststellen, daß (hei Fremdenverkehrsausweitung in allen offiziellen Reden und Schriften als vor- dringlich und lebensnotwendig erklärt wiril. leider aber die Taten im Brixental noch immer auf sich warten lassen. Die Hauptverkehrsmittel des Brixen- tales: Bundesbahnen, Bundessraßen- verwaltung und Bundespost erwecken den Eindruck, als ob die Staatsverwal- tung die Parole ausgegeben hätte, diese Einrichtungen möglichst in ihrem TJr- zusraiid zu belassen. Die Brixentaler- straße windet sieh mehr krumm und eng, denn modernen Verkehrsanforde- rungen entsprechend durch unsere schö- ne Landschaft; sie wird von zahlrei- chen, niveaugleichen Balinübersetzun- gen unterbrochen, so daß sich in dcii Zeiiee des Saisonverkehrs an den Bahn- schranken die Verkehrsstockuiigen liiiu- feii nnd dann die Kraftwagenkolonnen dile, Ortschaften in verstärktem Tempo durcirbrausen, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen; die Bahnunterfüh- rungan bilden durch ihre Unübersicht- lichkeit ein ständiges Gefahrenmoment unü ihre Durchlafihöhe entspriclt nicht mehr den Platzerfordernissen der mo- dernen Reiseautobusse, so daP diese Rückständigkeit die damit beförderten ausländischen Reisegesellschaften (1Cm BrLxentai ferne hält. Die Bundesbahn hat heuer endlich Naehttriebwagenzug von Innsbruck nach Saalfelden eingelegt, der in eini- gen Hauptorten des Brixentales hält: die ebenso dringliche Forderung nach ein cm entsprechendenGegenzug hat sie aber unbeiücksichi :igt gelassen. Zwin- gend drängt sich de Frage auf: Ist dies Interesselosigkeit, Unverständnis, oder liegen hier Einflüsse eines üblen Kon- kurrenzneides brixeictalfeindlicher Krei- se vor? Wäre der Wille einer Förde- rung des Brixentales vorhanden, so wä- re eine ausreichende Verbndung ohne zusätzliche Aufwendungen auf zwei We- gen herzustellen: Einmal, daß der TS 117 von Kitzbühel eis Wörgl als TE mit Aufenthalten in Hahnenkamin, Kirch- berg, Lauterbach. Westendorf undHopf- garten geführt wird, damit würde uns Erixentalern und unseren Gästen wenig- stens der Kinobes'ieh und der Beginn der Platzmusiken in Kitzbühcl ermög- licht; das wäre zwar nur eine kleine Verbesserung, aber immer noch besser, als der jetzige völlig unhaltbare Zu- stand, denn dann wäre die letzte Rück fahrtmöglichkeit voTi Kitzbühel um eine Stunde später gelet. Ob dieser P5 117 eine Viertelstunde später in Innsbruck eintrifft, spielt keine Rolle, denn er bedient keinerlei hchtige Anschlüsse und endet dort. - Eine wirkliche und vollentsprechende Verbesserung aber würde erreicht durch die Weiterführung des von Salzburg kommenden und völlig unmotiviert in Saalfelden um 23,56 en- denden TE 630 bis Wörgl, der dann am nächsten Morgen als E 638 den Fremden des Bereches Kitzbühel die seit langem gewünschte rragesbesuchs möglichkeit von Salzburg - ohne tber- nachtungsnötigung --- eröffnen würde. Im ersteren Fall würde lediglich eine etwas längere Fahrzeit, irr zweiten die Fortsetzung einer schon bis Saalfelden bestehendem m Verbindung, ohne Einsatz einer eigenen Garn-her oder zusätzlichen Personales nötig, die sieb wirtschaft- lich in Kürze bezahlt machen würde. Ist es bei dieser Sachlage nicht nahe- liegend, am guten Wollen zu zweifeln und zu vermuten, daß uns Brixenta- leni etwa gar aas politischen Grün- den -- „rote Sehludlichter" gesetzt wur- den? Wo bleibt da der Einsatz unserer imVersprechen so autenVolksvertreter? Der Bundespostkraftverkehr des Bri-
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