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Wir verfolgten mit großem Interesse alle Einfalrrtsmanöver und dann began- nen die Paß- und Zollformalitäten, wel ehe ß Stunden in Anspruch nahm--n. Noch, bevcr wir an Land gingen, war- teten am Sch--ff bereits 8 Pessephoto- graphen, ve1che die ersten Aufnahmen von uns machten. Die Zollbeamten nah- men ihre Pflicht ziemlich geau, aber außer unserem Bauernspeck, den wir uns zur Jause mitgenommen hatten, durften wir -alles wieder einpacken. Der Speck jedoch war ihnen ein Dorn im Auge und mußte abgeliefert werden, angeblich wegen Einschleppung der Maul- und Klauenseuche, oder wegen Trichinengefalir - eher ginube ieh aber, daß ihnen der gute Tiroler Bau ernspeck in die Augen stach! Mahl- zeit und guten Appetit, meine Herren! Wir muflt-en nun selbst uiisere 30 Gepäckstücke zu den Taxis schleifen, wobei uns -iie Streikposten argwöhnisch beobachteten, amit uns Gott bewahre kein fremder Mann helfe. Auf Streik- brecher wac man sehr böse. Knappe drei Wochen nac :1 dein er- sten Reisebericht flattert uns der zweite auf den Schrebtisch. Wir gehen Toni Praxma-ir seiLst das Wort: „Mein letzter Bericht schlo3 mit un- serer Überfahrt an Bord der Caronia. - Es war ein phantastischer Moren, als uns der Steward am Dcnnerstag, 25. Oktoler um Uhr früh mitteilte, daß der Hafen von Neuyork in Sieht ist-. Die Wolkenkratzer schauten duc.h den Frühnebel, und wir waren aber -Zweifel ledig, ob wir wegen des im Deck herrschenden Streiks Neuyork an- laufen wüi'den, oder Halifax, wie in- erst verlautbart wurde. In der Zollhalle wurden wir vom österreichischen Vizekonsul Baron Dr. Seiffertitz sowe unserem Agenten und der Sekretärin unseres amerikanischen Freundes erwartet und in unsere Quar- Am nächsten Tage bereits fuhren wir tiere gebracht. Bereits 2 Stunden spä- nach 'Bratleboro, einen Skiplatz im Sta-a- ter - amerikanisches Tempo - wa- te Verncont, um unser erstes Auftreten ren wir zu einem Probesingen und -tau- 3weiter 91ti'febtriOt 90 er bit rftee 2luftreten in 21merifa bot erten bon 500 etiflubö eqeiterunqtürme tuic nocLj nie. 3ortefluna ÖurcEj ernfefjenöer! zen im Ra:Uo City, Rockefeller Centie. zugelassen. Dieses Kinotheater ist das größte der Welt und hat 6000 Sitz- plätze. Nach Vorführung unseres Pro- grammes erhielten wir sofort den An- trag, dort 2inen Monat lang zu singen, wobei wir unsere Gruppe durch das dort srändig engagierte Ballett auf 60 Personen h5.4ten vergrößern müssen, um eine richtig „Tiroler Revue" zusam menzustellcri. Wir hatten so etwas schon einmal gemacht, siehe Marika-Rökk- Tournee 1947, doch leider wäre der Termin der Revue vom 1.. Jänner bis 1. Februar 1952 gewesen, zu welcher Zeit wir ja längst wieder zu Hause sein rüssen. Die Gagen, welche in Amerika be- zahlt werden, sind zwar nach unseren Verhältnissen sehr gut, wir müssen uns jedoch damit abfinden, daß wir infolge der Kürze des Amerik aaufenthaltes nicht mehr als höchstens unsere Aus- lagen herausbekommen können, welche sich mit Peisekosten und Aufenthalt auf zirka 290.000 Schilling belaufen. Der Amerikaner verpflichtet im all- gemeinen mir Artisten, die er gesehen hat, oder d:e sich drüben schon einen Namen gemacht haben. Wir waren da- her auch darauf vorbereitet, daß wir nicht jeden Tag werden auftreten kön- nen und daß wir manche kostenlose Vorführung geben müssen, ehe wir ein ständiges Engagement bekommen. Am Abeni dieses ersten Tages zeig- ten wir unseren Amerikaneulingen Neu- york hei Nacht-. Wenn man von Lon- don nach Neuyork kommt-, überwälti- gen jeden trotzdem die Wolkenkratzer und die- Lichtreklame. Wer den Broad- wa.y nicht bei Nacht mit eigenen Augen gesehen hat, weiß nicht, was Licht- reklame ist: Dieser Anblick reißt je- den Träumer in die Wirklichkeit zu- rück und verkündet: Das ist Amerika. Fortsetzung auf Seite 2 V.b.b. amtag, 24. YobemLier 1951 13reid 30 c5roftben, 30breelbe3uqdgebübr 15.— 5 2. 3ar4ana. 2tummer 47 ZIIL er £oftolnndfthljten Den ärztlichen Sonntags- cii e n s t- ‚versieht in Kit-zbübel am Sonn- tag, 25. November Bez.-Obersanitäts- rat Dr. Friedrich 8 e e' i g, Franz PLeischstraße, Tel. 439. - l-eb o ren wurden: eine Chri- stine hri- st-ine Ursula der Bauerntc•chter Jo- hanna- Maria Filzer, Griesena-u Nr.164; ein J a- k 0 b den Eheleuten Johann und Maria Pletzer, geb. Hechen: erger, Tra- fikant, Siedlung 9; eine D a n i e 11 e Sidonie Cleinence den Eheleuten Geor- ges und Lucette Roy, Sergeant. der Garnison in Kit-zbühel, Graggaugasse 1. - Getraut wurden der Instal- lateurgehilfe Franz A i g n e r mit der Bedienerin Barbara Kaufmann; der Gemeindearbeiter (n spar K 0 r g er aus Westendorf mit der Hausge.hilfin Elisa- beth Hechenberger aus Kitzbühel. —Todesfälle.. Vom LN-ovember 1950 bis 31. Oktober 1951 sand in Kitz- bühel 32 Männer, 31 Frauen und 5 Kin- der gestorben und zur geweihten Erde gebettet worden. - P r 0 m o t i -o n. An der Universi tät zu Innsbruck promovierte zum Dok- tor der Medizin Theodor E b e n b i c h- 1 e r, Kitzbühel. - Ausspracheabend der Pfadfinder. Am Freitag, 30. No- vember, findet im Vereinstokal (Kol- pinghaus) ein Ausspracheabend der neugegründeten Pfadindergruppe Kitz- bühel statt. Thema: „Was ist -die Pfad- finderbewegung?" Eltern und Erzieher sind hiezu herzlich eingeladen. - Führertagung. Am Samstag, 24. d. M., findet cm 8 Uhr 'abends - im Gasthof Harisch in Kitzbühel die diesjährige Bergführertagung statt. Sämtliche ergführer, Skifüh'-er und Führer-Anwärter des Bezirkes Kitz- bühel sind verpflichtet, hiezu in vol- ler o1- 1er Ausrüstung zu erscheinen und Fünrerbuch, Führerzeichen sowie Hüt- tenschlüssel zwecks Kontrolle mitzu- bringen. Wer aus triftigen Gründen am
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