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Alkohol Unfall

Weihnachtsmarktsaison 2026: KFV warnt vor Alkoholunfällen.

Alkoholunfälle: Im Dezember ist das Risiko besonders hoch

Mit dem Beginn der Weihnachtsmarktsaison warnt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) vor Alkohol am Steuer. Besonders im Dezember ist der Anteil alkoholbedingter Verkehrsunfälle hoch. Das KFV räumt zudem mit elf verbreiteten Irrtümern rund um Alkohol im Straßenverkehr auf.

In Österreich werden jährlich durchschnittlich 3.354 Menschen bei Alkoholunfällen verletzt, 30 kommen ums Leben. Das entspricht mehr als neun Verletzten pro Tag, wie eine Auswertung der Verkehrsunfallstatistik von 2023 bis 2025 zeigt.

Auffällig ist vor allem der Dezember: Fast neun Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden sind in diesem Monat auf Alkohol zurückzuführen. In keinem anderen Monat liegt der Anteil höher. Zwar ereignen sich im Winter insgesamt weniger Verkehrsunfälle als im Sommer, der relative Anteil der Alkoholunfälle steigt jedoch deutlich.

Bereits 0,5 Promille verdoppeln das Unfallrisiko

„Bereits bei 0,5 Promille verdoppelt sich das Unfallrisiko im Vergleich zum nüchternen Zustand. Bei 1,2 Promille ist es sogar zwölf Mal so hoch“, warnt Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV.

Besonders problematisch ist Alkohol bei E-Scooter-Fahrten. Bei 13 Prozent aller Unfälle mit verletzten E-Scooter-Lenkern war zwischen 2023 und 2025 Alkohol im Spiel. Bei Pkw-Unfällen lag dieser Anteil bei vier Prozent.

Seit Mai 2026 gilt für E-Scooter-Fahrer in Österreich eine strengere Alkoholgrenze von 0,5 Promille. Bei Verstößen drohen empfindliche Geldstrafen.

Elf gefährliche Irrtümer rund um Alkohol

„Ich fahre ja nur zum Weihnachtsmarkt mit dem Auto.“ Wer Alkohol trinken möchte, sollte das Auto gleich zu Hause lassen.

„Ein Getränk geht noch.“ Bereits geringe Mengen Alkohol beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit.

„Komm, trink noch eines mit.“ Niemand sollte zum Alkoholkonsum gedrängt werden, besonders nicht Fahrzeuglenker.

„Mit vollem Magen vertrage ich mehr.“ Essen verzögert die Alkoholaufnahme, verhindert sie aber nicht.

„Ich fühle mich noch fit.“ Das eigene Empfinden ist kein verlässlicher Maßstab für die Fahrtüchtigkeit.

„Ein Kaffee macht mich wieder nüchtern.“ Weder Kaffee noch kalte Duschen oder frische Luft beschleunigen den Alkoholabbau.

„Bis zur Heimfahrt bin ich wieder nüchtern.“ Der Körper baut durchschnittlich nur etwa 0,1 Promille pro Stunde ab.

„Dann nehme ich eben das Fahrrad oder den E-Scooter.“ Auch dabei erhöht Alkohol das Unfallrisiko erheblich.

„Zu Fuß kann mir nichts passieren.“ Alkohol erhöht besonders bei Dunkelheit und Glatteis die Unfallgefahr.

„Am nächsten Morgen ist der Alkohol abgebaut.“ Nach ausgiebigem Alkoholkonsum kann noch Restalkohol vorhanden sein.

„Kontrolliert wird ohnehin nicht.“ Die Polizei führt österreichweit jährlich rund 1,9 Millionen Alkotests durch.Das KFV appelliert daher, bereits vor einem Weihnachtsmarktbesuch die sichere Heimfahrt zu organisieren. Wer Alkohol trinkt, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel, Taxis oder eine nüchterne Fahrgemeinschaft zurückgreifen.

Grafik Alkohol

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