04.04.2017
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Zufahrt als Stolperstein

Die Stadt Kitzbühel plant mit der Wohnungseigentum GmbH im Bereich Einfang 5-Euro-Wohnungen zu errichten. Das Projekt wäre fast an der Baustellenzufahrt gescheitert. Die geplante Verkehrslösung Langau sollte bereits bei diesem Bauvorhaben für Erleichterung sorgen.

Kitzbühel | Leistbarer Wohnraum ist ein Kitzbüheler Dauerthema. Diese Problematik hefteten sich auch alle Fraktionen bei den Gemeinderatswahlen 2016 auf die Fahnen. Mit dem Projekt der 5-Euro-Wohnungen im Siedlungsgebiet Einfang könnte dringend notwendiger Wohnraum zum günstigen Preis geschaffen werden.

Bei der Präsentation im Dezember 2016 stimmten alle Gemeinderäte für das Projekt der 5-Euro-Wohnungen, jedoch wurde bereits bei dieser Sitzung die Verkehrsbelastung durch Dominik Bertsch (SPÖ) und Bernhard Schwendtner (FPÖ) angesprochen.

Bei der Gemeinderatssitzung am Montag stand der Zweitbeschluss für dieses Wohnbauprojekt auf der Tagesordnung. Ein Antrag der Liste SPÖ - Wir für Kitzbühel, sorgte für heftige Diskussionen. Ein zusätzlicher Weg samt Brücke sollte den Baustellenverkehr regeln und somit für mehr Sicherheit der Anrainer sorgen. „Wir sind aber auch anderen Lösungen gegenüber nicht verschlossen“, erklärt Vizebürgermeister Walter Zimmermann. Ein Gespräch mit dem betroffenen Grundbesitzer wurde im Vorfeld nicht geführt und laut Straßenreferenten Hermann Huber, hält sich dessen Begeisterung für das Vorhaben sehr in Grenzen. Huber kritisierte auch die Vorgangsweise der Antragsstelle. „Ein Posting in den Social Medias, ohne vorher mit dem Besitzer zu sprechen, erleichtert die Gespräche sicherlich nicht“, erklärt Huber.

Enttäuscht zeigte sich Raumordnungsreferent Georg Wurzenrainer. „Die Zufahrt hat im Grunde nichts mit dem Projekt zu tun. Der Bedarf für die 5-Euro-Wohnungen ist jetzt da. Mit Begleitmaßnahmen, wie zum Beispiel einem Ordnerdienst, könnte auch eine temporale Lösung für den Baustellenverkehr gefunden werden“, argumentierte Wurzenrainer.

Mit den Worten: „Es braucht keine wissenschaftlichen Arbeiten, da gibt es praktische Lösungen. Wer ist für leistbaren Wohnraum in Kitzbühel“, rief Bürgermeister Klaus Winkler zur Abstimmung. Dem Zweitbeschluss wurde einstimmig zugestimmt.

Verkehrslösung ist in Ausarbeitung

Unabhängig von dem Wohnbauprojekt besteht auch dringender Handlungsbedarf für eine Verkehrslösung in der Langau. An dieser wird derzeit seitens des Baubezirksamtes und des Straßenausschusses der Stadt Kitzbühel gearbeitet und es sollte zu einer zeitnahen Umsetzung kommen. Angedacht ist ein Kreisverkehr sowie eine Abbiegespur Richtung Einfang. „Das Projekt ist fix und fertig und bereit zum Einreichen. Es fehlt aber noch die Zustimmung des Grundeigentümers. Sobald wir die Zustimmung haben, ist das sehr schnell zu realisieren. Angestrebt ist der Herbst bzw. spätestens das nächste Frühjahr“, gibt Straßenreferent Hermann Huber einen Einblick. Elisabeth M. Pöll, Foto: Monitzer

 
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