22.06.2016
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Zeichen der Integration

Ein Zeichen der Integration setzt jetzt die Gemeinde Fieberbrunn – von den 38 neuen Wohnungen in der Anlage „Spielberg­straße“ werden sechs Wohnungen an die Lebenshilfe vermietet. Zehn behinderte Menschen finden dort ab Frühjahr 2017 ein neues Zuhause. Zu verdanken ist das vor allem dem Engagement von GV Marianne Werlberger, die sich massiv für das Integrationsprojekt einsetzte.

Fieberbrunn | Mietwohnungen sind im ganzen Bezirk heiß begehrt, auch in Fieberbrunn ist das nicht anders. Die Gemeinde ist daher bemüht Wohnbauträger in den Ort zu bringen, um günstigen Wohnraum anbieten zu können. Derzeit ist wieder ein solches Projekt im Bau befindlich – die Wohnanlage „Spielberg­straße“ im Zentrum. Doch dieses Projekt ist nicht wie jedes andere, denn nicht nur Familien oder auch Singles werden in die neuen Wohnungen einziehen, sechs dieser Wohnungen wird die Lebenshilfe mieten. Zu verdanken ist das der Obfrau des Siedlungs- und Sozialausschusses, Gemeindevorstand Marianne Werlberger. „Als die Lebenshilfe angefragt hat, ob es möglich ist, für ihre Klienten Wohnungen zu mieten, habe ich das sofort unterstützt“, erzählt Werlberger. Auch im Gemeinderat sei man von Anfang an diesem Ansinnen positiv gegenübergestanden. Damit setzt die Gemeinde Fieberbrunn ein ganz besonderes Zeichen der Integration.

Behindertengerechter Ausbau

Schnell gehen musste es auch deshalb, weil die Wohnungen für die Klienten der Lebenshilfe behindertengerecht sein müssen und das jetzt im Rahmen der Bauarbeiten gemacht werden muss. Besonders wichtig für Werlberger ist es auch, dass die Lebenshilfe-Wohnungen nicht in einem einzigen der Siedlungshäuser untergebracht sind, sondern auf alle drei Häuser aufgeteilt werden. Das fördere auch die Integration. „Drei Wohnungen werden zu einer Einheit“, schildert Werlberger. Dazu kommen noch zwei weitere kleine Wohnungen, in der die behinderten Menschen nahezu eigenständig leben können. Eine weitere Wohnung ist für die Betreuer vorgesehen. „Wir wissen, dass sich die Lebenshilfe schwer tut Wohnungen zu finden. Ich bin daher besonders stolz darauf, dass wir das geschafft haben“, freut sich die Gemeindepolitikerin.

Individuelle Betreuung

Auch bei der Lebenshilfe ist die Freude sehr groß, wie Markus Themel bestätigt. „Für uns ist das jetzt wirklich toll.“ Die Lebenshilfe ist mit Fieberbrunn schon länger verbunden, betreibt sie doch dort eine Tauschbörse und einen Werkstättenbetrieb. Die neuen Wohnungen werden nicht wie ein klassisches Wohnheim geführt, betont Themel. Die Klienten leben dort in kleinen Einheiten zusammen und werden zum Teil 24 Stunden betreut, ein Teil der neuen Bewohner lebt hingegen sehr selbständig und wird nur mobil unterstützt. Der Weg in der Behindertenbetreuung gehe hin zu diesen kleinen Einheiten, in denen die Menschen individuell leben können, und weg von den großen Wohnheimen. Die Lebenshilfe ist übrigens nach wie vor auf der Suche nach günstigen Wohnungen, in denen ihre Klienten weitgehend eigenständig leben können. M. Klausner

 
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