19.02.2020
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„Will das Bindeglied nach Wien sein“

Vier Monate nach der Wahl informierte VP-Nationalrat Josef Hechenberger zum ersten Mal über seine Arbeit in Wien. VP-Bezirkssprecher Peter Seiwald informierte über Themen, die den Bezirk betreffen, und beide sprachen über Erreichtes und weitere Ziele.

Kitzbühel | Der Verkehr gehört zu den wichtigen Themen im Bezirk, wie VP-Bezirksparteiobmann Peter Seiwald bei einem Pressegespräch betonte und hier konnten, so Seiwald,  durch die Landesregierung einige Erfolge verbucht werden. Zum einen konnte das Wahlversprechen für die Umsetzung der Vignettenbefreiung bis Kufstein Süd umgesetzt werden. „Das bringt zum einen eine Entspannung der Verkehrssituation im Kaiserwinkl, zum anderen ist es auch für den Tagestourismus wichtig“, sagt Seiwald. Positiv entwickelt hat sich auch der Winterfahrplan der ÖBB für den Bezirk. „Das war der erste Schritt, nun gilt es, die weiteren Forderungen zusammenzufassen, die Öffis besser abzustimmen und auch das Car-Sharing in den öffentlichen Verkehr einzubinden“, sagt Seiwald, der für die „letzte Meile“ noch großes Verbesserungspotenzial sieht.

Kritik an den Grenzkontrollen
Es gibt aber auch einen negativen Aspekt beim Verkehr. Es konnte noch kein Ende der Grenzkontrollen bewirkt werden. „Der Tiroler Landtag hat am Mittwoch einstimmig beschlossen, noch einmal alles in Bewegung zu setzen – von der Bundesregierung zu den zuständigen Ministern – um hier ein Ende herbeizuführen“, sagt Seiwald, der dem Kufsteiner LAbg. Alois Margreiter bei seiner Aussage „Welcher Schlepper ist so dumm und fährt direkt an der Grenze stehenden Polizisten in die Arme? Ich behaupte gar keiner!“ zustimmt und betont, dass solche Maßnahmen nur in Notsituationen bzw. bei Veranstaltungen genehmigt sind.
Froh ist Seiwald auch, dass der Bezirk Kitzbühel mit Margarete Schramböck weiterhin eine Ministerin stellt. Zudem  ist die ländliche Region durch Josef Hechenberger sehr gut vertreten. „Wir haben dadurch einen sehr guten Draht nach Wien und unsere Wünsche und Anregungen werden gehört“, sagt Seiwald.
Seit 23. Oktober gehört Josef Hechenberger dem Nationalrat an. „Wir haben nun eine stabile Regierung, welche die komplette Legislaturperiode arbeiten will. Neuwahlen, so hört man es aus der Bevölkerung, sind nicht gewünscht“, weiß Hechenberger, der in seiner Funktion vor allem für seine Wähler da sein und deren Sorgen und Nöte hören will. „Natürlich ist mir klar, dass wir nicht jedes Anliegen lösen werden können“, sagt Hechenberger.

Vier Ausschüsse mit vielen Zielen
Der Neo-Nationalrat Josef Hechenberger ist in vier Ausschüssen vertreten. Naheliegend war natürlich für den Tiroler LK-Präsidenten der Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft, zudem ist er im Ausschuss für Konsumentenschutz sowie dem Gesundheits- und Volksanwaltschaftsausschuss vertreten. In diesen Bereichen will Hechenberger die Bevölkerung des ländlichen Raums bestens vertreten. Es gilt, die ärztliche Versorgung sicherzustellen. „Diese muss im ländlichen Raum gesichert sein und auch zukünftig gewährleistet werden, dass sie in entsprechend ausreichender Form vorhanden ist. Es muss hier am Land die gleiche Weiterentwicklung wie in der Stadt stattfinden“, sagt Hechenberger.

Herzensangelegenheit: Ärztliche Versorgung
Eine Herzensangelegenheit neben dem Thema Gesundheit ist für Hechenberger auch der Tierschutz und die Lebensmittelkennzeichnung. „Die Leute wollen wissen, woher die Lebensmittel kommen und unter welchen Bedingungen – die den Tier- und Umweltschutz betreffen – produziert wurden. Hier ist großes Potenzial vorhanden“, spricht Hechenberger, der auch die Irreführungen bei den Produktkennzeichnungen abschaffen will. Hechenberger kennt in diesem Zusammenhang die Rolle des Bauern als Lebensmittelproduzent aus eigener Erfahrung und die Bedingungen in Tirol. „Unser Bundesland hat viele Grünflächen und daher bietet sich in den Seitentälern nur die Milch- und Fleischproduktion in der Landwirtschaft an. Der Trend geht zu den regionalen Produkten und weg von der Massentierhaltung“, erzählt Hechenberger. Als Vertreter seines Standes liegen ihm natürlich auch die bäuerlichen Familien am Herzen. „Viele Bauern haben es derzeit wirtschaftlich nicht leicht. Für mich ist es ein Kernthema im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik, die Finanzierung von 2021 bis 2027 abzusichern“, sagt der Tiroler LK-Präsident Hechenberger.  

Hechenberger ist auch im Ausschuss für die Volksanwaltschaft und hier ist sein Ziel, Volksanwalt Werner Amon in den Wahlkreis zu bringen und  wo sie benötigt wird, die entsprechende Unterstützung zu schaffen.
„Ich will für die Menschen da sein und suche daher den Kontakt zu den Wählern. Die Arbeit in den Gremien und am Schreibtisch ist natürlich auch wichtig, aber wir müssen die Sorgen und Nöte der Bevölkerung hören“, sagt Hechenberger, der fixe Sprechtage plant. Er sieht seine Rolle als Bindeglied zwischen dem Wahlkreis und der Bundesregierung in Wien. Elisabeth M. Pöll

NR Josef Hechenberger und VP-Bezirksobmann Peter Seiwald gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Foto: Pöll

 
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