12.11.2019
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Werden Feuerwerke verboten?

Zwei Anträge bezüglich Feuerwerke stellte die Liste UK (Unabhängige Kitzbüheler) an den Gemeinderat. Zum einen beantragte die Liste ein generelles Feuerwerk-Verbot vom 30. November bis 6. Jänner und zum anderen wurde ein Antrag für eine tägliche Feinstaubmessung im gleichen Zeitraum, gestellt.

Kitzbühel | Der Dringlichkeit des UK-Antrages für ein Verbot von Feuerwerken zwischen dem 30. November und 6. Jänner wurde mit zehn Gegenstimmen, sechs Befürwortern und drei Enthaltungen nicht stattgegeben. Die Argumentation von Manfred Filzer (UK) für ein derartiges Verbot ist verständlich. Neben der gesundheitsgefährdenden Feinstaubbelastung und Lärmbelästigung führte Filzer auch den Wildwuchs bei den Feuerwerken aus: „Es ist zur Sitte geworden, bei jedem halbrunden oder runden Geburtstag ein Feuerwerk abzuschießen.“ Bürgermeister Winkler stellte die zeitliche Begrenzung des Verbotes in Frage und mutmaßte, dass dieses Verbot wohl nur auf das Feuerwerk von Kitzbühel Tourismus abzielt. „Wäre nicht ein ganzjähriges Verbot sinnvoller“, richtete Winkler seine Frage an die Antragsteller, die diese Idee gerne aufgriffen.
Grundsätzlich anfreunden mit dem Antrag kann sich Sigi Luxner (SPÖ), der jedoch die touristische Bedeutung des Neujahrsfeuerwerkes zu Bedenken gibt.
Die Zuständigkeit für ein derartiges Verbot obliegt der Bezirkshauptmannschaft und nicht dem Gemeinderat. „Deshalb haben wir den Antrag so formuliert, dass doch der Bürgermeister bitte mit dem Bezirkshauptmann dazu die nötigen Gespräche führen möge und dabei von einem Gemeinderatsbeschluss gestützt ist“, führt Manfred Filzer die Vorgangsweise seiner Liste aus.
Da sehr viele Fragen offen blieben, wie zum Beispiel die Gesamtanzahl der Feuerwerke, wurde der Antrag an den Umwelt-Ausschuss verwiesen, der sich in der nächsten Sitzung damit beschäftigen wird.

Feinstaubmessung in Kitzbühel
Zum Thema Feuerwerk reichte die Liste UK noch einen weiteren Antrag an den Gemeinderat ein. Im Zeitraum  vom 30. November bis einschließlich 6. Jänner sollen täglich Messungen der Feinstaubbelastungen im gesamten Gebiet der Stadtgemeinde Kitzbühel abgehalten werden, denn damit können dem Gemeinderat aussagekräftige Zahlen geliefert werden und ein zukünftiges Feuerwerksverbot sachlich begründet werden. Für Manfred Filzer bestand die Dringlichkeit, damit die Messungen noch heuer durchgeführt werden können, jedoch ließ der Antrag zu viele Fragen offen. Die Abstimmung zur Dringlichkeit wurde mit 10:9 Stimmen abgelehnt, damit geht der Antrag in den Umwelt-Ausschuss.
„Auch dieser Antrag ist ein Schnellschuss und zu allgemein gefasst. Wo, wie und in welchen zeitlichen Intervallen sollen die Messungen erfolgen. Das soll alles sorgfältig ausgearbeitet werden“, sagt Bürgermeister Winkler, der sich aber nicht gegen solche Messungen ausspricht. „Der Gemeinderat kann ja, nachdem der Ausschuss dies ausgearbeitet hat, bereits in der nächsten Sitzung die Messungen beschließen“, wirft Vize-Bürgermeister Gerhard Eilenberger ein.
GR Hermann Huber (ÖVP), der den Antrag grundsätzlcih befürwortet, wünscht sich eine fachlich fundierte Herangehensweise und gab zu bedenken, dass heuer wahrscheinlich kein Sachverständiger mehr dafür zur Verfügung steht. „Das Thema gehört behandelt, jedoch sehe ich das eher bei Silvester 20/21“, sagt Huber. Elisabeth M. Pöll

Die Liste UK stellte den Antrag, Feuerwerke in Kitzbühel zu verbieten. Davon betroffen wäre auch das große Neujahrsfeuerwerk von Kitzbühel Tourismus. Foto: Kitzbühel Tourismus/Werlberger

 
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