04.10.2018
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Wer braucht noch mehr Platz?

Der Prozess zur Stadtentwicklung 750 hat schon einiges bewegt und die ersten Erkenntnisse daraus werden bereits umgesetzt. Der Kitzbüheler Wirtschaftsreferent Ludwig Schlechter will erfassen, welche heimischen Betriebe noch Platzbedarf zur Erweiterung haben.

Kitzbühel  | Ludwig Schlechter, Obmann des Kitzbüheler Wirtschaftsausschusses, präzisiert: „Es geht uns derzeit darum, verschiedenste Schritte aus dem SEP 750 umzusetzen. Einer davon ist: Wir als Stadt wollen wissen, wie groß der Flächenbedarf von Gewerbetreibenden und Handelsunternehmen für geplante Erweiterungen ist.“

Schlechter zieht dabei die Analogie zum Wohnungsausschuss, der mit einer konkreten Vergabeliste arbeitet. Im Kleinen wünscht sich Schlechter dies auch für die ortsansässigen Unternehmen. „Wenn wir als Stadt die Möglichkeit von Gewerbeflächen haben, könnte ich diese Liste abfragen“, so die Zukunftsvision. Wichtiger ist Schlechter aber zunächst, den Ist-Stand zu erfassen und verstärkt die Kommunikation mit den Kitzbüheler Unternehmern zu suchen.

Formulare für Unternehmen

Im Sinne der nachhaltigen Entwicklung des Wirtschaftsstandortes soll die Stadt künftig auch positiv auf einen ausgewogenen Branchenmix einwirken können.

Das Mittel der Wahl dafür ist ein Formular, das allen heimischen Betrieben die Möglichkeit gibt, ihren Platzbedarf darzustellen. Abgefragt werden beispielsweise Kennzahlen wie Betriebsgröße, Mehrbedarf an Fläche und gewünschter Zeithorizont der Betriebserweiterung. Das Formular soll keineswegs einen sinnlosen Papierkrieg entfachen, sondern den Kontakt zum Kitzbüheler Wirtschaftsausschuss nachhaltig stärken. „Bis Ende des Jahres ist unser Zeitrahmen zur Umsetzung“, erläutert Ludwig Schlechter. Zur breiteren Kommunikation seines Anliegens wird es entsprechende Veranstaltungen geben, außerdem sollen konkrete Sprechtage den Dialog zwischen Stadt und Unternehmen fördern.

Das Ziel ist klar: „Im Idealfall kann die Stadt begleitende Maßnahmen anbieten, wenn ein Leerstand bekannt wird.“ Schlechter will es einheimischen Betrieben wieder leichter ermöglichen, sich weiterzuentwickeln. Erste Vorgespräche hat der Wirtschaftsreferent mit großen örtlichen Vereinigungen geführt, alle Kitzbüheler Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich an dem Prozess zu beteiligen. Die Formulare sind bei der Stadtgemeinde Kitzbühel erhältlich, weitere Informationen gibt Ludwig Schlechter (Tel. 0664/1249455; E-Mail: lschlechter@gmx.net).

Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe

Zum Hintergrund: Im Rahmen des aktuellen Stadtentwicklungsplanes 750 (SEP 750) wurden auch Ideen für das städtische Wirtschaftsleben gesammelt. Ein „Masterplan“ ist in Ausarbeitung mit dem klaren Ziel, den regionalen Wirtschaftskreislauf nachhaltig zu stärken. Ein wichtiger Punkt ist auch, klare Rahmenbedingungen für Gewerbegebiete zu schaffen. Elisabeth Galehr

 
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