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06.02.2021
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Weniger aber erschwerte Einsätze

Die Zahl der Einsätze ist bei der Kitzbüheler Stadtfeuerwehr im vergangenen Jahr gesunken, jedoch waren die Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie erschwert. Der Blick der Feuerwehr ist in die Zukunft gerichtet. Im Jahr 2022 wird das 150-jährige Bestehen der Wehr gefeiert, zum Jubiläum gibt es ein neues Löschfahrzeug.

Kitzbühel | Der Freitag nach den Hahnenkammrennen ist traditionell der Termin für die Jahreshauptversammlung der Stadtfeuerwehr Kitzbühel. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist aber nichts mehr wie es war. Anstelle der Jahreshauptversammlung legten Kommandant Alois Schmidinger, sein Stellvertreter Andreas Reisch und Bürgermeister Klaus Winkler in einer Pressekonferenz ihren Jahresbericht ab. So ungewohnt wie dieser Freitag verlief für die Feuerwehr fast das gesamte Jahr. Seit dem 15. März hat sich bei den Feuerwehren viel verändert. Zusammenkünfte in der Kantine sind untersagt, Nachbesprechungen nach Einsätzen und Übungen daher erschwert. Darunter litt auch das soziale Gefüge und die Kameradschaft. „Es gab eine Zeit, da haben wir fast wöchentlich einen Newsletter mit neuen Auflagen erhalten“, erzählt Kommandant Schmidinger. Derzeit müssen die Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen FFP2-Masken tragen. „Den geforderten Mindestabstand von zwei Metern kann man nicht einhalten, das beginnt schon bei der Ausfahrt“, sagt Schmidinger. Zu Beginn der Pandemie teilte sich die Feuerwehr für Kleineinsätze in zwei Gruppen, um immer einsatzbereit zu sein.

Corona bestimmte den Übungsplan
Die Pandemie hatte auch Auswirkungen auf den Übungsablauf. Um immer einsatzbereit zu sein, teilte man die Übungen auf zwei Gruppen an zwei verschiedenen Tagen in der Woche auf. „Damit konnten wir die Mannschaft bestmöglich von einander trennen und im Falle einer Ansteckung trotzdem noch einsatzbereit sein“, erzählt Kommandant-Stv. Andreas Reisch, der auch von einer sehr guten Zusammenarbeit des Ausbilderteams berichten konnte. „Die Ausrüstung für den Feuerwehrdienst muss beherrscht werden. Es wurde auch viel in Kleingruppen gearbeitet, mit der Besetzung eines Fahrzeuges. Dabei kommen nur acht bis neun Personen zusammen“, gibt Reisch einen Einblick in das Übungsprogramm, wofür die Zuständigen heuer viel Kreativität beweisen mussten. Am Ende wurden ca. 20 Prozent weniger Schulungen abgehalten.

Einsätze gingen um 24 Prozent zurück
Die Zahl der Einsätze ging bei der Stadtfeuerwehr Kitzbühel im vergangenen Jahr um 24 Prozent zurück. Bei 164 Einsätzen waren die 112 Feuerwehrleute 1.500 Stunden im Einsatz. Neben vier Brandsicherheitswachen war die Feuerwehr bei 93 technischen Einsätzen sowie 67 Brandbekämpfungen im Einsatz. „Von großen Brand-, Unwetter- oder Naturkatastrophen blieb Kitzbühel verschont, dennoch war das Einsatzspektrum  der verschiedenen Alarmierungen gleich wie in den Vorjahren, nur die Anzahl ist aus gegebenem Anlass zurückgegangen“, berichtet Kommandant Alois Schmidinger. Die Feuerwehr beseitigte 2020 Ölspuren, öffnete Wohnungen, löschte Brände, Verletzte wurden nach schweren Verkehrsunfällen befreit, Gefahrstoffeinsätze galt es zu bewältigen und auch die Fehlalarme mussten abgearbeitet werden. Bei letzterem glaubt Schmidinger, dass es eine bestimmte Anzahl immer geben wird. „Die Betreiber der Anlagen sind sich sehr wohl ihrer Verpflichtung bewusst und achten darauf, dass keine Fehlalarme stattfinden. Ein Umdenken hat stattgefunden“, sagt Schmidinger. Insgesamt gab es in Kitzbühel 61 Fehlalarme, im Vorjahr waren es 78.

Feuerwehr bereitet sich auf das Jubiläum vor
„Heuer feiert die Stadt Kitzbühel ihr 750-jähriges Jubiläum, im nächsten Jahr feiert die Feuerwehr ihr 150-jähriges Bestehen“, blickt Kommandant Schmidinger dem Jubiläum entgegen. Dafür wird jetzt das Programm ausgearbeitet, das neben dem traditionellen Feuerwehrfest und dem Florianikirchgang weitere Highlights enthalten wird. Am Gedenktag des Schutzpatrons wird auch das neue Fahrzeug geweiht. „Der Grundstock für das neue Fahrzeug wurde im Jahr 2020 gelegt. Ausgestattet wird das Löschfahrzeug für die Brandbekämpfung mit Pumpen für die Wasserzubringung sowie für den KAT-Dienst“, erzählt Schmidinger.
„Die Sicherheit steht in Kitzbühel an oberster Stelle. Man hat erkennen können, das Corona einen gewissen Einfluss hat, weil aufgrund der Einschränkungen im täglichen Leben die Einsätze zurückgegangen sind, aber deshalb nicht weniger spektakulär waren. Es war ein sehr intensives und arbeitsreiches Jahr für die Feuerwehr. Wir sind auch stolz auf unsere Feuerwehr, wenn man dieses Leistungsvermögen sieht“, sagt Bürgermeister Klaus Winkler, der das neue Löschfahrzeug als Geschenk an die Bevölkerung sieht. Elisabeth M. Pöll

Bild: Kommandant-Stv. Andreas Reisch, Kommandant Alois Schmidinger und Bürgermeister Klaus Winkler präsentieren das neue Löschfahrzeug für die Stadtfeuerwehr Kitzbühel, das 2022 in Betrieb genommen wird. Foto: Pöll

 
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