23.11.2019
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Weniger Aktive und mehr Einsätze

Die aktiven Mitglieder bei der Bergrettung Kitzbühel wurden weniger. Die 28 Einsatzleute absolvierten heuer 52 Einsätze – um 16 mehr als im Vorjahr – und waren dabei 414 Stunden im Einsatz. Zudem waren die Bergretter auch bei den Übungen fleißig: In Summe wurden 1.523 Stunden für Fortbildung aufgewendet.

Kitzbühel | Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Bergrettung Kitzbühel zog der Ortsstellenleiter Bilanz über das Vereinsjahr. Während die Zahl der aktiven Mitglieder rückläufig ist, stieg die Zahl der Einsätze an. 41 Einsätze absolvierten die Bergretter in ihrer eigenen Ortsstelle, dazu kommen noch elf Einsätze des Hundeführers und des Bergrettungsarztes bei anderen Ortsstellen. Der Großteil der Einsätze fand im Sommer statt – hauptsächlich Wanderern, aber auch Mountainbikern und Paragleitern eilten die Bergrettungsleute zur Hilfe. „In der Woche rund um den 15. August hatten wir heuer fünf Einsätze, die das volle Spektrum von Örtlichkeiten, Verletzungen und Sportarten abdeckten“ erzählt Bergrettungs-Ortsstellenleiter Florian Haderer. Erfreut zeigt er sich über die Tatsache, dass es heuer keine Totbergungen und keine tödlichen Unfälle gab.
Die Ambulanzdienste der Bergrettung konnten im Jahr 2018/19 um ein Viertel reduziert werden und das trotz des zusätzlichen Europacuprennens auf der Streif. „Im Vorjahr hatten wir 42 Ambulanzdienste, da waren die Kapazitäten für eine kleine ehrenamtliche Organisation fast ausgereizt“, erzählt Haderer. Im Gegensatz zu den Einsätzen sind die Veranstaltungsdienste winterlastig – doppelt so viele Einsätze im Winter gegenüber dem Sommer.

Trail ist kein Unfallmagnet
In einer Sache sind sich Ortsstellenleiter Florian Haderer und Manfred Hofer (Präsidentin-Stv. Kitzbühel Tourismus) einig: Der neue Biketrail am Hahnenkamm ist kein Unfallmagnet. Seit der Eröffnung wurden 7.000 Befahrungen gezählt, dabei kam es zu drei Bergrettungs- und einem NAH-Einsatz. „Und es handelte sich dabei um maximal mittelschwere Verletzungen“, sagte Haderer.

1.523 Stunden Übungen und Schulungen
„Ein Relikt aus der Zeit von Toni Werner sind die monatlichen Übungen im Rahmen der Versammlung“, erzählt Schriftführer Joe Berger, der für Ausbildungsleiter Mario Viertler den Bericht vortrug. Das Übungsprogramm deckte wiederum die gesamten Anforderungen ab. Neben Seilbahnbergeübungen wurden auch die Sommer- und Winterübung sowie Übungen auf Bezirks- und Landesebene absolviert.

Ausgeglichene Finanzen
Bereits zum 20. Mal durfte Kassier Thomas Obermoser seinen Bericht bei der Jahreshauptversammlung abliefern. Die Einnahmen und Ausgaben halten sich in der Waage, die Ortsstelle konnte ein kleines Plus verbuchen. Für die 50 absolvierten Einsätze konnte die Bergrettung Kitzbühel Einnahmen von 6.600 Euro verbuchen. „Bei den Standardeinsätzen sind zwei bis drei Leute im Einsatz, die einen Wanderer holen und bei einem Stundensatz von 35 Euro gibt es da nicht viel“, kommentiert Ortsstellenleiter Florian Haderer den Bilanzposten.

Ehrungen und Anwärter
Drei Anwärter haben mit dem ersten Teil der Anwärter­überprüfung im Oktober ihre Ausbildung auf Landesebene begonnen, weiterer Bergrettungs-Nachwuchs ist jederzeit willkommen.
Bei der Jahreshauptversammlung wurden auch zwei langjährige Mitglieder geehrt. Sebastian Stanger gehört seit 60 Jahren und Kurt Weißgatterer seit 40 Jahren der Bergrettung an.
Keine Fehlalarme
Eine Zahl stach bei dieser Jahreshauptversammlung Andreas Reisch, Kommandant-Stv. der Stadtfeuerwehr Kitzbühel, besonders ins Auge und ließ ihn neidisch werden. „Mich beeindruckt, dass ihr keinen einzigen Fehlalarm hattet, wir haben heuer bereits 78“, erzählte Reisch in den Grußworten, der sich für die gute Zusammenarbeit bedankte.
Für Anton Bodner, Vorstand der Bergbahn AG Kitzbühel war es auch ein persönliches Anliegen, bei der Jahreshauptversammlung anwesend zu sein, denn die Kitzbüheler Bergretter waren heuer Lebensretter für ein nahes Familienmitglied. Neben seinem Respekt, Wertschätzung und Anerkennung sprach Bodner der Bergrettung auch weiterhin eine so gute Zusammenarbeit mit der Bergbahn AG Kitzbühel aus.
Worte des Lobes und Dankes hatten auch Martin Hautz von der Alpinpolizei und Gemeinderätin Hedi Heidegger. Und zum Schluss gab es noch eine schöne Nachricht für alle anwesenden Bergretter: Die Stadtgemeinde lud zum Essen ein und Kitzbühel Tourismus übernahm die Zeche für die Getränke. Elisabeth M. Pöll

Bezirksstellenleiter Florian Haderer (Mitte) mit den geehrten Mitgliedern Sebastian Stanger (links) und Kurt Weißgatterer. Foto: Pöll

 
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