16.02.2017
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Was tut sich im und am „Koasa“?

Im Naturschutzgebiet Kaisergebirge werden zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Die Schutzgebietsbetreuer Nicole Schreyer und Philipp Larch erklären, was sich im und am „Koasa“ 2017 alles tut.

Bezirk | Wandern, Klettern, Radfahren oder einfach nur die Seele in der Natur baumeln lassen  – der Wilde Kaiser ist eines der beliebtesten Naherholungsgebiete in der Region. Seit 1963 wird das Naturjuwel als Schutzgebiet ausgewiesen. Nicole Schreyer und Philipp Larch fungieren als Schutzgebietsbeauftragte. Im Jahr 2017 stehen wieder einige Projekte an. So werden Eulen, Uhus und Kauze im Zuge einer Masterarbeit von Studenten der Uni Innsbruck kartiert. Von diesen Tieren gibt es  bislang noch keine Daten. „Mithilfe der Kartierung können wir Maßnahmen setzen, um ihre Lebensräume zu schützen“, erklärt Schutzgebietsbeauftragter Philipp Larch.

Eingeschleppte Pflanzen im Kaisergebirge
Ein Problem, das nun auch das Gebiet Wilder Kaiser ereilt, sind eingeschleppte Pflanzen. Im letzten Jahr wurden im Kaiserbachtal rund um die Griesner Alm das erste Mal Neophyten, Springkraut und Riesenknöteriche entdeckt. Ziel ist es, die Population komplett zu entfernen. „Das ist ein großes Projekt, bei dem wir auch auf die Hilfe von Freiwilligen angewiesen sind“, berichtet Nicole Schreyer.
Schützenhilfe bei der Bekämpfung bekommen die Naturschützer von den örtlichen Tourismusverbänden sowie den Bundesforsten. „Wir arbeiten gemeinsam  auch an einem Projekt zur Eindämmung der Neophyten, die immer weiter in die Moore im Schutzgebiet vordringen“, berichtet Schreyer. Generell klappe die Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden sehr gut, betonen die Schutzbeauftragen.

Appell an Besucher: „Wege nicht verlassen!“
Leider verlassen viele Besucher immer wieder die vorgegebenen Wege. „Die Tiere kommen besonders im Winter weiter ins Tal, wenn sie bei der Tierfütterung gestört werden, kommen sie nicht mehr“, zeigt Larch auf. Die Schutzbeauftragen appellieren deshalb, die Wege nicht zu verlassen – sei es noch so verlockend. Auch in Internetforen finden nicht ausgeschilderte Routen Verbreitung. „Wir wissen noch nicht genau, wie wir dem Problem Herr werden sollen“, gibt Larch zu. Um besser auf das Naturschutzgebiet Wilder Kaiser aufmerksam zu machen, werden Infotafeln an den Haupteingängen neu erstellt. Zusammen mit der Bergwacht werden heuer auch die Grenzen des Schutzgebietes sichtbar gemacht.

Sprechstunde der Schutzbeauftragen
Die Schutzbeauftragen halten auch kostenlose Vorträge an Schulen. „Wir wollen ein Bewusstsein für das Naturschutzgebiet schaffen“, so Schreyer. Die Schutzbeauftragten verstehen sich als Drehscheibe zwischen Behörden, Besuchern und Grundeigentümern. Deshalb wird in der Geschäftsstelle des Tourismusverbandes in St. Johann ab heuer auch erstmals eine monatliche Sprechstunde abgehalten. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. „Wir haben ein offenes Ohr für alle Anliegen, Fragen oder Anregungen rund um den Wilden Kaiser“, betont Schreyer.  
Johanna Monitzer

 
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