03.12.2018
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Was gibt‘s Neues auf dem Land?

Im Zuge des ersten Unternehmertages wurde von der Landwirtschaftskammer Tirol ein Innovationspreis an Bäuerinnen und Bauern verliehen. Drei der fünf Preisträger stammen aus dem Bezirk Kitzbühel.

Bezirk  | Landwirtschaft hat Zukunft! Das beweisen die fünf Preisträger des „Innovationspreis 2018“. Sie sind allesamt neue, innovative Wege gegangen und damit sehr erfolgreich. Von neuen Maschinen, über moderne Vermarkungsformen, bis hin zu sozialer Landwirtschaft. Die kreativen Bäuerinnen und Bauern haben vielfältige Ideen und wissen auch, wie sie diese richtig umsetzen.

„Gratulation allen Preisträgern. Ihr zeigt, was mit unternehmerischem Geschick, Fleiß, Mut und Liebe zum Beruf alles erreicht werden kann“, meinte Landwirtschaftskammer Präsident Josef Hechenberger bei der Preisverleihung. „Mit dieser Ehrung möchten wir bewusst innovative Betriebe vor den Vorhang holen und so Kreativität und Unternehmergeist fördern.“ Knapp 40 Betriebe haben sich für den Innovationspreis beworben. Von einer fachkundigen Jury wurden sie genau unter die Lupe genommen. Jurymitglied und LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid betont: „Die Bewerberinnen und Bewerber haben alle spannende Projekte und Ideen umgesetzt. Schlussendlich mussten wir uns aber für fünf Preisträger entscheiden. Ich freue mich, den würdigen Siegern die Preise überreichen zu dürfen und hoffe damit weitere Landwirte für Innovation zu motivieren.“

Die Gewinner

Neben einer Trophäe erhielten die Preisträger auch einen Betriebsfilm und einen kleinen Geldbetrag. Den Sonderpreis in der Kategorie „Geat nit, gibt’s nit“ erhielt Alfred Foidl. Er hat in Eigenregie einen Aerifizierer (Bodenbelüfter) speziell für den Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt. Der Kooperationspreis ging an das „Arzler Bauernladele“, das auf dem Mallnhof von Andrea Schneider betrieben wird. Die Kunden bekommen dort Einblick ins Leben eines Landwirtes. Damit bietet das Ladele für alle liefernden Bauern eine tolle Verkaufsplattform. Bei den Innovationspreisträgern belegten Daniela Schlechter-Kitzbichler und Roman Kitzbichler mit ihrem zertifizierten Green Care–Betrieb „Wald am See“ den dritten Platz. „Green Care“ bedeutet so viel wie soziale Landwirtschaft. „Wald am See“ bietet beispielsweise tiergestützte Therapien an und zählt damit tirolweit zu den wenigen Betrieben, die sich diesem Standbein verschrieben haben. Über den zweiten Platz durften sich die Brüder Thomas und Markus Ehammer freuen. Sie produzieren das Nischenprodukt Weichkäse unter der Marke „Milchbuben“. Ihre moderne Vermarktungsschiene ist sehr erfolgreich und bringt der Landwirtschaft ein positives und junges Image. Der erste Platz beim LK-Innovationspreis ging an Theresa Unterluggauer und Matthias Kollnig. Das junge Paar hat in Nußdorf einen Milchschafbetrieb mit 80 Milchschafen und Direktvermarktung aufgebaut. Der „Kollnighof“ ist in Osttirol zur Marke geworden und besonders für Schafmilchjoghurt- und käse bekannt.

Innovation sichert Vollerwerb

Vier der fünf Preisträger können von ihrer Innovation jeweils zu zweit im Vollerwerb leben. Dabei handelt es sich nicht um besonders große Betriebe, sondern eben um besonders innovative. Das ist Fingerzeig dafür, dass die kleinstrukturierte Tiroler Landwirtschaft durchaus überlebensfähig ist. Vor allem, wenn motivierte Bäuerinnen und Bauern die Zeichen der Zeit erkennen und den Mut haben, ausgetretene Pfade zu verlassen und zu ihnen passende Innovationen umzusetzen.

Bild: LK-Vizepräsidentin Helga Brunschmid, Roman Kitzbichler und Daniela Kitzbichler-Schlechter (3. Platz), Bezirksstellenleiter Hans Bachler, Thomas und Markus Ehammer (2. Platz) sowie Alfred Foidl („Geat nit, gibt’s nit“- Preis). Foto: LK

 
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