04.09.2017
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Verhandlungen laufen positiv

Vor kurezm ging in Kössen die naturschutzrechtliche Verhandlung für den geplanten „Schmugglerweg“ in Szene. Bürgermeister Reinhold Flörl ist sehr positiv gestimmt.  

Kössen | Seit Mitte 2016 wird im Kaiserwinkl intensiv am Projekt „Schmugglerweg Klobenstein“ gearbeitet. Wie berichtet, soll der historische Schmugglerweg zwischen Kössen und Schleching attraktiver werden.

Mit der Durchführung der naturschutzrechtlichen Verhandlung wurde ein weiterer Meilenstein gesetzt. „Die Erstellung des Bescheides wird zwar noch etwas dauern, trotzdem bin ich mit dem Verlauf der Verhandlung sehr zufrieden“, informiert Kössens Bürgermeister Reinhold Flörl. Einige Fragen müssten noch im Detail geklärt werden, hier handle es sich aber um kleinere Dinge, die z. B. die Zaun­errichtung oder die Wegabgrenzungen beträfe. „Alles in allem ist es sehr positiv gelaufen“, wie Flörl betont. Auch der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Thomas Schönwälder, betont, dass bei der Projekterstellung alles sehr gut laufe und auch mit den Grundeigentümern gutes Einvernehmen herrsche.

Als nächste Aufgabe wartet auf die Kaiserwinkler die Einreichung der Förderanträge, die bis 6. September fertig sein sollen.

Hochwasser als Auslöser

Bereits im Vorjahr wurde am Klobenstein direkt an der Landesgrenze auf der neuen Hänge­brücke ein neues Kapitel zwischen Kössen und Bayern aufgeschlagen. Damals fiel der Startschuss für dieses erste transnationale Leaderprojekt zwischen Bayern und Österreich. Geplant ist der Bau eines acht Kilometer langen Wanderweges, der die beiden Gemeinden enger zusammenrücken lässt. Pläne für ein solches Projekt gab es zwar schon länger, konkret wurden diese aber nach dem Hochwasser im Sommer 2013. Damals wurde die Hängebrücke weggerissen und das war somit der Auslöser, die alten Pläne wieder aus der Schublade zu holen. Die Experten der Firma Revital planten u.a. auch unter Einbeziehung der Bevölkerung, ein grenzüberschreitendes Projekt, das die sensible Naturlandschaft in den Vordergrund stellt und keine großen Umbauten beinhaltet.

Geplant sind bei dem Projekt, das spätestens im kommenden Jahr umgesetzt werden soll, u.a. eine weitere Hängebrücke, mehrere Aussichtsplattformen, Infotafeln über die Geschichte des Schmugglerweges sowie ein Panoramasteig. Den „Gletschermühlen“, eine geologische Seltenheit, wird ebenfalls eine ganz besondere Rolle zukommen.

Mit rund einer Million Euro wird sich die Umsetzung zu Buche schlagen. Drei Viertel davon, so der Wunsch aller Beteiligten, soll von der EU gefördert werden. Rund 80 Prozent der Kosten für die Planungen in Höhe von 55.000 Euro wurden bereits vom Leaderverein übernommen. Die restliche Finanzierung übernehmen die Gemeinden sowie der Tourismusverband Kaiserwinkl.
Margret Klausner

 
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