27.10.2017
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Vandalenakt bei FPÖ Stadtchef

Unbekannte schrieben „Nazi“ auf die Haustür von FPÖ Stadtparteiobmann Alexander Gamper und hinterließen im Briefkasten ein paar „Andenken“.

Kitzbühel | Letzte Woche, am Dienstagabend, klingelte es an der Haustüre von FPÖ Stadtparteiobmann Alexander Gamper. „Meine Frau hat gerade unser Kind schlafen gelegt. Ich selber war nicht zuhause“, schildert Gamper. Die unbekannten Besucher hatten die Haustür mit „Nazi“ beschmiert und hinterließen im Briefkasten ein paar „Andenken“. Um was es sich bei den hinterlassenen Dingen handelt, darf Gamper nicht sagen. „Es handelt sich hierbei um laufende Ermittlungen“, erklärt er.

Der Schock sitzt bei ihm und seiner Familie tief. „Wenn jemand mit meiner politischen Arbeit nicht einverstanden ist, so kann man mich auch jederzeit zu einem Gespräch kontaktieren. Hier wurde eindeutig eine Linie überschritten“, so der FPÖ Stadtchef. Besonders die Beschimpfung als „Nazi“ verärgert ihn. „Ich kann damit leben, wenn man zu mir sagt, ich sei ein Trottel oder ein Idiot. Ich bin aber ganz sicher kein Nazi. Ich glaube auch nicht, dass mich derjenige, der das geschrieben hat, kennt, denn sonst würde er so etwas nicht behaupten“, sagt Gamper.

Der FPÖ Stadtchef wird auf Platz drei bei den kommenden Landtagswahlen kandidieren. Ob der Vandalenakt von politischen Gegnern kommt, kann er nicht abschätzen. „Ich habe überhaupt keinen Verdacht und möchte auch niemanden verdächtigen“, so Gamper.

Bei Wiederbetätigung drohen hohe Strafen

Die Polizei konnte bislang noch keine Täter ausforschen. „Die Erhebungen sind noch am Laufen“, informiert Bezirkspolizeikommandant Martin Reisenzein. Bei sogenannten „Schmieraktionen“ handelt es sich um Sachbeschädigung mit einem Strafrahmen bis zu sechs Monaten. „Sollte eine Wiederbetätigung im Raum stehen, so kommt auch das Verbotsgesetz zur Anwendung. Hier gibt es hohe Strafdrohungen und zwar bis zu zehn Jahre“, veranschaulicht Reisenzein.

Anzeigen von Parteifunktionären gibt es bei der Polizei selten, wie Bezirkspolizeikommandant Reisenzein berichtet. „Wir können natürlich nur anzeigen, was uns gemeldet wird. In letzter Zeit hatten wir den Fall mit den gestohlenen FPÖ Plakaten in St. Johann (der Kitzbüheler Anzeiger berichtete) und diesen aktuellen Fall. Was aber z.B. in den sozialen Medien usw. passiert, ist uns vielfach nicht bekannt und wird auch meist nicht angezeigt“, erklärt Reisenzein.

Gibt es auch Vorfälle bei anderen Parteien?

Die Grünen müssen immer wieder mit Anfeindungen zu Recht kommen. „Es kommt immer wieder vor, dass Wahlplakate beschmiert werden.  Es gibt auch Meldungen von Gemeinderäten, dass sie beschimpft oder per Mail beleidigt werden“, schildert Bezirkssprecher Helmut Deutinger.

Beschmierte Wahlplakate

Beschmierte Wahlplakate und Ähnliches kennt auch die ÖVP. „Die politische Stimmung ist schon aufgeheizt. Die Achtung vor politischer Arbeit ist nicht mehr so groß. Auch unsere Mandatare bekommen ab und an ein untergriffiges Mail oder Ähnliches – es handelt sich dabei jedoch um Einzelfälle. Wir polarisieren aber auch nicht so stark, wie die FPÖ“, sagt Bezirksparteiobmann Peter Seiwald.

Die Bezirks-SPÖ hat im Gegensatz dazu mit Vandalen­akten oder Ähnlichem nicht zu kämpfen. „Bei uns gab es so etwas noch nie. Auch wurden bei uns noch nie Wahlplakate beschmiert. Ich spreche mich ganz klar gegen solche Aktionen aus, das gehört sich nicht. Hier wurde ganz deutlich eine Grenze überschritten“, verdeutlicht SPÖ Bezirksparteivorsitzender Siegfried Luxner. Johanna Monitzer, Foto: Gamper

 
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