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05.09.2022
News  
 

Unterbürg-Vereinbarung steht

Wenn auch nicht ganz unumstritten, steht es jetzt doch vor der Realisierung: das Gewerbegebiet Unterbürg. In der jüngsten St. Johanner Gemeinderatssitzung wurde die Vereinbarung mit den Nachbargemeinden abgesegnet.

St. Johann | Als vor rund eineinhalb Jahren der Tiroler Bodenfonds – auch auf Initiative des damaligen Bürgermeisters  Hubert Almberger – am Ortsrand von St. Johann rund 15 Hektar Grund erwarb, war die Freude groß. Damit rückte die Realisierung eines in St. Johann dringend notwendigen Gewerbegebietes in zentraler Lage direkt neben der Loferer Bundesstraße ein großes Stück näher.
Mit im Boot neben St. Johann anfänglich auch Oberndorf, Kirchdorf, Going und Reith. Als interkommunales Gewerbegebiet, so die Initiatoren, gäbe es nicht nur mehr Hilfe bei der Erschließung, auch Landesförderungen können lukriert werden.
Inzwischen allerdings haben sich mit Kirchdorf und Oberndorf zwei Gemeinden verabschiedet, Going und Reith sind mit dabei und deren Bürgermeister freuen sich naturgemäß.

Kreuzung muss vorerst entschärft werden
Doch noch gibt es etliche Hürden, die es zu überwinden gilt. Zum einen steht die notwendige Entschärfung der  sogenannten Bacherkreuzung, die in die Loferer Bundesstraße einmündet, auf der Prioriätenliste ganz oben. Gespräche mit dem Baubezirksamt gäbe es dazu bereits, betont St. Johanns Bgm. Stefan Seiwald. Auch das aufgetauchte Stromproblem – Betriebe brauchen naturgemäß eine stabile Versorgung – sei in Klärung. Der Ausbau der Fernwärme läuft ebenfalls auf Hochtouren.
Alles eitel Wonne scheint es aber doch nicht zu sein. Dass die Bauern die Umwandlung der bisher landwirtschaftlichen Flächen kritisch sehen, ist eine  Sache, dass die Hofstelle „Unterbürg“ unter Denkmalschutz stehen soll, noch einmal eine andere. Damit ist ein Abbruch des alten Gebäudes nicht mehr möglich.

Doch St. Johanns Bürgermeister Stefan Seiwald ist guter Dinge, dass sich alles zum Guten wendet. In der jüngsten Gemeinderatssitzung war es nach vielen Gerüchten amtlich: Kirchdorf und Oberndorf sind nicht dabei. Denn in die Vereinbarung, die den Mandataren vorgestellt wurde, sind nur Reith und Going mit integriert.
Oberndorfs Bürgermeister Hans Schweigkofler hatte ja im Gespräch mit dem Kitzbüheler Anzeiger schon erklärt: „ dass wir das Gefühl haben, ausgeladen worden zu sein.“
Diese Aussage bezeichnete Seiwald in der Sitzung „als Zeichen der Wahrnehmung“ und erklärte, „dass Oberndorf ja schon seit geraumer Zeit an einem eigenen Gewerbegebiet bastelt, ohne die Partner zu informieren.“ Ähnlich ist die Lage in Kirchdorf – auch hier gibt es bereits Flächen, die sich als Gewerbegebiet eignen.

Going hatte von Anfang an großes Interesse
Reith und Going haben bereits Infoschreiben verschickt, wie auch Goings Bgm. Alexander Hochfilzer bestätigt. „Wir haben ja keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr“, sagt er. Es habe zwar schon einmal Pläne für eine Gewerbezone gegeben, die aber seien nicht realisierbar gewesen. Die Vereinbarung, die jetzt im St. Johanner Gemeinderat beschlossen wurde, werde in Going in der September-Sitzung behandelt, so Hochfilzer.
Im St. Johanner Gemeinderat stimmten die Mandatare den ausgearbeiteten Parametern zu, wenn auch die Grünen nicht glücklich damit sind. Demnach entfallen auf die Standortgemeinde nahezu 88 Prozent der „Einnahmen bzw. geldwerten Zuwendungen und Ausgaben“, auf Going sieben Prozent und auf Reith fünf Prozent. In drei Jahren soll diese Vereinbarung dann evaluiert werden.

„Es ist ein zukunftsweisendes Projekt. Es wird viele Gutachten, viele Expertisen und vor allem viel Hirnschmalz brauchen“, betonte Seiwald, der sich auch mit einem möglichen Denkmalschutz anfreunden kann. „Dann werden wir den Hof eben integrieren, da gibt es tolle Lösungen“, ist er optimistisch.
Überdies sollen nicht einfach nur Gewerbeflächen an interessierte Betriebe vergeben werden. Eine auf solche Projekte spezialisierte Firma wird einen Masterplan ausarbeiten. Ein „Wildwuchs“ an unterschiedlichen Gebäuden wollen die Verantwortlichen in jedem Fall verhindern. „Wir sind uns bewusst, dass es eine wertvolle Fläche ist“, erklärte der Bürgermeister. Daher soll bei der Planung nichts dem Zufall überlassen werden. Margret Klausner

Bild: Die Kreuzung, die in Höhe Bachern bzw. „Unterbürg“ derzeit in die Loferer Bundesstraße einmündet, muss vor dem Bau des Gewerbegebietes entschärft werden. Foto: Klausner

 
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