Kitzbüheler Anzeiger
23.07.2022
News  
 

„Turnier hat wieder Stellenwert von früher“

In der Vergangenheit war das Kitzbüheler Tennisturnier bekanntlich mehrmals totgesagt - bis Herbert Günther und Markus Bodner 2010 den totalen  Neustart wagten. Durchaus sehr erfolgreich, wie das Resümee von Markus Bodner zeigt.

Wie hat sich das Turnier entwickelt, wenn Sie die letzten zwölf Jahre Revue passieren lassen?
Markus Bodner: Sehr, sehr gut. Wir haben heuer das beste Spielerfeld, das wir je hatten und für die ATP sind wir eines der erfolgreichsten Turniere der 250er-Tour. Als Sommerveranstaltung hat es in Kitzbühel wieder den selben hohen Stellenwert erreicht wie vor gut 20 oder 25 Jahren. Dazu trägt auch der Rückhalt von Stadtgemeinde und TVB bei.

Sie haben viele Hürden in Kauf genommen, aus dem Weg geräumt und das Turnier damit gerettet. Warum eigentlich?

Herbert Günther und ich haben 2010 bei Null begonnen. Der damalige KTC-Vorstand hatte das Risiko und die Verantwortung für das Tunier nicht mehr übernehmen wollen. Als Tennis-Enthusiasten wollten wir beide aber Kitzbühels lange Tradion unbedingt erhalten und in die Zukunft führen. Daher haben wir beide – Herbert Günther und ich– die KTC Turnier GmbH gegründet und das Turnier auf eigenes Risiko veranstaltet. Auch wenn es damals immer wieder hieß: Was wollt ihr denn noch mit einem Tennisturnier?

Wie steinig war der Weg zurück?
2010 wurde das Austrian Open als Challenger-Turnierausgetragen, erst 2011 bekamen wir die Lizenz für das 250er-ATP-Turnier. Zusammen mit einem tollen Team, allen voran mit Geschäftsführer Florian Zinnagl und Turnierdirektor Alex Antonitsch, konnten wir die Veranstaltung neu konzipieren und Schritt für Schritt nachhaltig und kontinuierlich weiterentwickeln.

Wie lautet Ihr Erfolgsrezept?
Wir haben uns auf unsere Wurzeln besonnen und von Beginn an den Sport und die Fans in den Mittelpunkt gestellt. Kurzum: Spitzentennis mit Top-Spielern auf der einen Seite und eine besondere Atmosphäre für Fans und tennis-affine Familien auf der anderen Seite.   

Und die Finanzen?
Die finanziellen Sorgen sind jetzt weg. Mit der Gründung der KTC Turnier GmbH wurde das Turnier vom Verein getrennt, doch der Verein profitiert natürlich davon. Erst im Vorjahr wurde das neue Clubhaus eröffnet.

In den turbulenten Jahren vor 2010 beherrschten die Suche nach Titelsponsoren, aber auch der Verlust der Lizenz die Schlagzeilen. Ist das Turnier jetzt „safe“?
2011 wurde die Lizenz vom Turnier in Warschau an uns vergeben. Zunächst nur auf kurze Dauer befristet, dann haben wir mit Octagon einen Zehn-Jahres-Vertrag abgeschlossen. Die aktuelle Lizenz läuft bis 2025. Mit Haupt- und Titelsponsor Generali wurde 2015 die Zusammarbeit nach mehrjähriger Pause wieder fortgesetzt und vor Kurzem bis 2024 verlängert. Wir sind ein verlässlicher Partner geworden.

Gibt es Zukunftpläne? Wird  eine höhere Kategorie in der ATP-Tour angestrebt?
So wie das Turnier jetzt ist, passt es sehr gut. Trotzdem haben wir bei der ATP schon vorsichtshalber angefragt. Es gibt  ATP-Pläne, wonach künftig weniger, dafür aber höherwertige  Turniere ausgetragen werden sollen. Da möchten wir natürlich im Rennen bleiben.

„Nachhaltigkeit und Qualität haben Priorität“

Sind Sie persönlich mit der Entwicklung des Turnieres zufrieden?
Wenn Spitzentennis geboten wird und sich die Fans sichtlich wohlfühlen, ist das schon ein sehr gutes Gefühl. Auch die Spieler kommen immer wieder gerne nach Kitzbühel und genießen das besondere Flair. Mit einem hochwertigen Amateur- und einem internationalen Top-Nachwuchsturnier bietet das Generali Open 2022 Tennissport  auf allen Ebenen.

Wie läuft der Ticketverkauf?
Er ist jetzt schon besser als 2019. Wir sind richtig happy. Das Gespräch führte Alexandra Fusser

Bild: Herbert Günther (Veranstalter), Alex Antonitsch (Turnierdirektor), Florian Zinnagl (Geschäftsführer) sowie Markus Bodner (Veranstalter) - im Bild von links - sehen zuversichtlich in die Zukunft des Kitzbüheler Turnieres. Foto: Mia Knoll

 
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