20.01.2020
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Trinkl: „Piste schaut sehr gut aus“

In einem guten Zustand präsentierten sich Streif und Ganslern bei der Schneekontrolle durch FIS-Renndirektor Hannes Trinkl. “Die Piste schaut sehr gut aus, die Schneequalität ist fantastisch”, sagte Trinkl und gab damit auch grünes Licht für die 80. Hahnenkammrennen vom 20. bis 26. Jänner.

Kitzbühel | Ganze Arbeit hat die Bergbahn AG Kitzbühel bei den Vorarbeiten auf der Streif und am Ganslernhang geleistet: 70 bis 80 Zentimeter Schnee bis an den Pistenrand wurden produziert bzw. mit den Pistenmaschinen präpariert. „Wir haben am 9. November mit der Beschneiung begonnen und jede Minute genutzt, in der eine technische Beschneiung möglich war. Die 85 Schneeerzeuger waren in Summe 13.700 Stunden im Einsatz, aus 50.000 Kubikmeter Wasser wurden 90.000 Kubikmeter Schnee produziert. Würde man diesen Schnee auf Lkw‘s laden, würden die 9.000 Zwei-Achser von Kitzbühel bis nach Rosenheim reichen“, erzählt BAG-Vorstand Josef Burger. Neben den „Schnei-Meistern“ haben auch die Pistenmaschinenfahrer ganze Arbeit geleistet. Insgesamt fünf Maschinen mit einer Leistung von 530 PS waren im Einsatz, um die Grundpräparierung und mittels GPS eine Schneeauflage zwischen 70 und 80 Zentimeter zu schaffen.

Schneemanagement ist ein wichtiger Faktor
„Der heurige Winter hat wieder gezeigt, wie wichtig das GPS-System ist, denn nur so konnte jeder erzeugte Kubikmeter Schnee optimal genutzt werden“, erklärt Pistenchef Herbert Hauser. Seit 2009/10 wird dieses System verwendet, dabei wurde das gesamte Gelände mit GPS-Daten vermessen. Dadurch sieht der Pistenmaschienenfahrer am Display die Schneehöhe unter seiner Maschine. „Ohne Schneemanagement können wir uns die Pistenpräparierung gar nicht mehr vorstellen“, sagt Hauser, laut dessen Aussage auch die Schlüsselstellen bereits maschinell fertiggestellt sind. Nun geht es an die Feinarbeit auf der Streif. Seit 6. Jänner sind die Pisten­teams des KSC im Einsatz und werden die Piste „ruhig“ präparieren. Mit der Fertigstellung der Piste werden auch die Sicherheitszäune, Abpraller und Planen entlang der 3,3 km langen Strecke aufgebaut.

Änderungen auf dem Slalomkurs
Mit der Schneeauflage und Qualität ist man auch am Ganslernhang, auf dem der Slalom gefahren wird, sehr zufrieden. „Man hält es nicht für möglich, dass die Piste ohne Naturschnee so gut sein kann“, sagt Christian Schroll, stellvertretender Pistenchef am Ganslernhang. Es ist für heuer eine abgeänderte Linienführung am Slalomhang geplant – nicht mehr die Falllinie, sondern der Hang soll verstärkt den Kurs vorgeben. Man will heuer auch im Zielbereich den Gegenhang besser ausnützen.
Von den bisher geleisteten Arbeiten zeigt sich FIS-Renndirektor Hannes Trinkl begeistert: „Wir schauen der Rennwoche entspannt entgegen.“ Der Wetterwunsch für die verbleibenden Tage ist bei allen gleich: „so wie es jetzt ist, vielleicht ein paar Grad kühler, dann können wir tolle Pisten zaubern.“
Das Wetter wirkt sich auch auf die Arbeit von Rennleiter Mario Mittermayer-Weinhandl aus. „Ein Tag Pause nach den anspruchsvollen Rennen von Wengen wäre für die Athleten zwar super, jedoch sollten wir zwei Trainings auf der Streif fahren und da ist das Wetter für die Terminisierung entscheidend“, erzählt Mittermayer-Weinhandl.
Vor möglichen Schneefällen haben die KSC-Teams keine Angst: „Wir haben in den letzten Jahren bewiesen, dass wir mit Schnee umgehen können“, sagt Pistenchef Herbert Hauser.
Elisabeth M. Pöll

Renndirektor Mario Mittermayer-Weinhandl, KSC-Präsident und OK-Chef Michael Huber, FIS-Renndirektor Hannes Trinkl und Streckenchef Herbert Hauser (v.l.) bei der Schneekontrolle auf der Streif. Foto: Adelsberger

 
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