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02.07.2019
News  
 

Trendwende bei den Insolvenzen

Innsbruck  | In den ersten sechs Monaten des Jahres sind in Tirol 151 Unternehmen insolvent geworden. Das ist ein Anstieg von 26,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018. Mit 42 Millionen Euro lagen die verzeichneten Passiva deutlich über dem Vorjahreswert von 24 Millionen Euro.
Trotz der nunmehr steigenden Insolvenzzahlen läuft der Tiroler Wirtschaftsmotor weiter konstant im positiven Bereich. Der in Prozentzahlen mit einem Plus von 26,9 Prozent sehr stark erscheinende Anstieg der Pleiten im heurigen Jahr darf zu keinen voreiligen Schlüssen führen. 2018 war das Insolvenzniveau in Tirol extrem niedrig. Es schlitterten nicht einmal 6 von 1.000 Unternehmen im Vorjahr in die Insolvenz. Eine niedrigere Insolvenzquote gab es in Tirol in den letzten 25 Jahren nicht.

Die 151 Insolvenzen in Tirol bedeuten, dass heuer ähnlich viele Betriebe wie in den Jahren 2016 und 2017 bisher insolvent wurden. Nach dem Rekordtief im Vorjahr steigt die Zahl der gescheiterten Unternehmen wieder an. Anhand des Anstieges der Passiva um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sieht man, dass es einige größere Verfahren vom Landesgericht in Innsbruck zu bearbeiten gab. Bei den Privatinsolvenzen gab es hingegen einen starken Rückgang im ersten Halbjahr:  Über 324 Privatpersonen wurde in Tirol in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Schuldenregulierungsverfahren eröffnet. Das bedeutet ein Minus von 24,8 Prozent. Somit pendelt sich dieser Wert wieder auf das Niveau vor der „Entschuldung light“ ein.

 
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