28.09.2018
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Sturm hielt Feuerwehren auf Trab

In der Nacht zum Montag fegte Sturm „Fabienne“ mit über 100 km/h auch über den Bezirk Kitzbühel. Schäden gab es vor allem in Kössen und Kirchdorf.

Bezirk | Abgedeckte Dächer, umgestürzten Bäume – Sturm „Fabienne“ sorgte in der Nacht zum Montag in Deutschland, aber auch in Österreich für Orkanböen mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern. Da klar war, dass die Ausläufer des Orkans vor allem an der Grenze zu spüren sein würden, hatte das Land Tirol Katastrophenschutzalarm für 25 Gemeinden ausgelöst. „Bei uns im Bezirk Kitzbühel waren die Gemeinden Kössen und Schwendt betroffen“, weiß Bezirksfeuerwehrinspektor Bernhard Geisler.

Die Feuerwehren Kössen, Bichlach und Schwendt richteten sich daher auf eine lange Nacht ein. Und wie erwartet brach gegen 22 Uhr die Hölle los und der Wind pfiff, dass einem Hören und Sehen verging. Rund eine halbe Stunde später ging es dann richtig los. In Kössen-Bichlach stürzte ein Baum auf das Dach eines Hauses, außerdem waren in manchen Bereichen Bäume auf die Straße gestürzt.

Blechdach hatte sich regelrecht aufgedreht

Auch die Feuerwehren Kirchdorf und Erpfendorf waren massiv gefordert. Die Gasteiger Straße zwischen Kirchdorf und Gasteig, die über den Stausee verläuft, war Anfang der Woche gesperrt. „Knapp vor 23.30 Uhr erhielten wir dann die Meldung, dass beim ehemaligen Hotel Alphof das Hausdach zum Teil abgedeckt wurde“, schildert der Einsatzleiter der Kirchdorfer Feuerwehr, Hans Brunschmid.  Das Blechdach hatte sich regelrecht aufgedreht. „Es war dermaßen windig, dass es für uns zu gefährlich gewesen wäre, auf das Dach zu steigen und es  mit einer Plane abzusichern“, erklärt der Feuerwehrmann.

Die Bewohner – das Gebäude ist in kleine Wohnungen aufgeteilt – kamen mit dem Schrecken davon. Da es allerdings stark regnete, lief das Wasser durch das kaputte Dach ins Haus. „Die Bewohner haben sich dann mit Wasserschaffeln und ähnlichem beholfen“, schildert Brunschmid. Bis gegen zwei Uhr früh waren die Kirchdorfer Feuerwehrmänner im Einsatz. Montagvormittag seien dann auch schon die Dachdecker vor Ort gewesen.

Zwölf Einsätze für die Feuerwehren

„Insgesamt hatten wir zwischen 22.30 Uhr und sieben Uhr früh zwölf Einsätze zu bewältigen“, erklärt BFI Bernhard Geisler, im Einsatz waren im Laufe der Nacht die Feuerwehren aus Kössen, Bichlach, Kirchdorf, Erpfendorf, St. Ulrich und Jochberg.“

Es wurde niemand verletzt

Während in Jochberg noch Montagfrüh ein umgestürzter Baum von der Straße zu bringen war, hatte der Wind  in St. Ulrich u.a. die Baugitter beim Musikpavillon-Neubau umgeweht. Trotz der massiven Sturmböen kam der Bezirk Kitzbühel mit einigen Sachschäden noch glimpflich davon. Glücklicherweise wurde auch niemand verletzt.  Margret Klausner, Foto: FF Kirchdorf



 
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