05.08.2020
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Straßenverlegung stockt wieder

Und wieder sind die Verhandlungen rund um das Gewerbegebiet in St. Ulrich ins Stocken geraten. Für die Straßenverlegung sind erneut Verhandlungen notwendig.

St. Ulrich | Wieder ist die Causa rund um das neue Gewerbegebiet um ein Kapitel reicher. So hätte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Vorvertrag zum notwendigen Grundtausch mit Strasserwirt  Josef Nothegger absegnen sollen. Neun Gemeinderäte allerdings stimmten dem vorliegenden Vertrag nicht zu. Vor allem spießte es sich an einem Punkt. Demnach verkauft bzw. tauscht der Strasserwirt zwar den Grund für die neue Straße, den notwendigen Gehweg gibt er jedoch nicht her. Er will der Gemeinde nur eine Dienstbarkeit für die nächsten 20 Jahre einräumen.
Hier hakte dann ein  Großteil der Gemeinderäte ein. Sollte der Strasserwirt nämlich die Dienstbarkeit nicht mehr verlängern wollen, stünde die Gemeinde in diesem Bereich ohne Fußweg da. Und benötigt werde dieser für die Sicherheit jener Kinder, die hinter dem Gewerbegebiet wohnen und die zur Bushaltestelle an der Hauptstraße müssen, in jedem Fall. Hier müsse nachverhandelt werden, waren sich zahlreiche Mandatare einig. Der Punkt musste vertagt werden.

Fix ist hingegen, dass sich die Gemeinde für vier Unternehmer entschieden hat, die jetzt im neuen Gewerbegebiet, das sind etwa rund 8.000 Quadratmeter groß ist, bauen können. Wie der Anzeiger berichtet hat, warten diese ungeduldig auf den Baubeginn. Doch die jetzt wieder gestoppten Verhandlungen mit den Grundeigentümern im Ortsteil Strass sorgen wieder für eine Verzögerung.
Aus Sicherheitsgründen sei eine Straßenverlegung von der jetzigen Trasse zum Waldrand hin aber notwendig, betont Bürgermeisterin Brigitte Lackner immer wieder. Weil die bestehende Straße nicht nur zu schmal ist, sondern überdies auch durch das Gewerbegebiet führen würde, soll sie an den Waldrand verlegt werden.

Mehrere Varianten zur Verlegung vorgelegt
Daher wurde mit den betroffenen Grundbesitzern, zum  einen die Interessentschaft Rossau, zum anderen eben Josef Nothegger, immer wieder verhandelt.  
Schlussendlich gab es dann eine Einigung mit der Interessentschaft Rossau, die den Grund für die neue Straße zur Verfügung stellt. Obmann, Alois Brüggl kritisierte die Art der Verhandlungen im Übrigen ebenfalls.
Auch von Strasserwirt Josef Nothegger benötigt die Gemeinde den Grund. Hier aber kamen immer Forderungen, u.a. die Zurverfügungstellung eines Ersatzgrundstückes. Schlussendlich brachte sich dann auch Vizebgm. Christoph Würtl in die Verhandlungen ein. Dass Nothegger zwar den Straßenkörper verkauft, aber für die notwendigen 200 bis 300 m2 Grund, die für den Fußweg gebraucht werden nur eine Dienstbarkeit einräumt, sorgt für Diskussionen.

Inzwischen war eine Abordnung der Gemeinde erneut bei Josef Nothegger um eine Einigung zu erzielen. „Ob es zu einer Einigung kommt oder nicht, kann ich jetzt nicht sagen. Das alles hat im Prinzip die Bürgermeisterin zu verantworten“, erklärt Nothegger. Seiner Aussage nach würden in solchen Fällen von der Gemeinde über 100 Euro per Quadratmeter bezahlt. Er aber solle den Grund um 26 Euro hergeben. Das gehe so nicht. Für die Dienstbarkeit, die ja schon seit Jahren eingeräumt werde, habe die Gemeinde ja noch nie etwas bezahlt. Die Gemeinde hat inzwischen dem Strasserwirt ein neues finanzielles Angebot unterbreitet. Ob er dieses auch annehmen wird, ist derzeit nach wie vor offen. Margret Klausner

Foto: Hier soll das neue Gewerbegebiet enstehen. Rund um die geplante Straßenverlegung rumort es allerdings gewaltig. Foto: Klausner

 
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