13.04.2018
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Standort für Altenwohnheim fixiert

Vergangene Woche traf der Kössener Gemeinderat eine weitreichende Entscheidung – das geplante Altenwohn- und Pflegeheim wird am „Mesnerfeld“ gebaut. Das 9.000 Quadratmeter große Grundstück gehört bereits der Gemeinde.

Kössen | Über ein Jahr lang wurde geplant, diskutiert und überlegt – seit vergangenen Mittwoch steht es jetzt definitiv fest. Das neue Altenwohn- und Pflegeheim der Gemeinde Kössen wird am „Mesnerfeld“ gebaut. Das 9.000 Quadratmeter große Grundstück gehört der Gemeinde und liegt am Rand des Zentrums. Als Standort stand aber nicht nur das „Mesnerfeld“ zur Auswahl. Angedacht war auch das „Sternfeld“, das ebenfalls der Gemeinde gehört. Das stellte sich aber als ungeeignet heraus. Auch der Ankauf einer Grundfläche südlich des Tennisplatzes stand im Raum, hier gab es aber keine Einigung mit den Eigentümern.

Kritik am Standort

Für den FPÖ-Mandatar Emanuel Daxer stellt das „Mesnerfeld“ allerdings alles andere als einen optimalen Platz dar. „Ich hätte mir da schon eine zen­trumsnähere Lösung gewünscht“, sieht Daxer die Pläne kritisch. Die alten Menschen würden ja gerne Kirche und Friedhof aufsuchen, diese seien aber rund 600 Meter weit weg. Zu weit für die Bewohner, meint Daxer. Eine Kritik, die GV Johann Knoll (Wirtschaftsliste) nicht nachvollziehen kann. „Die Lage ist schön, andere Gemeinden würden uns dafür beneiden.“ GR Hans-Peter Schwentner erklärte, dass „das Mesnerfeld zwar nicht mein favorisierter Standort ist, ich bin aber froh, dass endlich etwas weitergeht.“ In einer von GR Daxer beantragten Geheimabstimmung stimmten 16 Mandatare für und einer gegen den Standort.

Das „Mesnerfeld“ hat übrigens eine bewegte Geschichte. Angekauft wurde das Feld von der Gemeinde noch in der Ära des damaligen Bürgermeisters (und späteren Landesrates) Fritz Astl. Besondere Bedeutung bekam der Grund dann, als vor rund zehn Jahren eine Hotelgesellschaft dort ein 300-Betten-Hotel bauen wollte. Auch aufgrund von Anrainerbeschwerden zerschlug sich das Projekt.

Betreutes Wohnen

Jetzt sollen dort Kössener ihren Lebensabend verbringen und auch der Sozialsprengel soll an dieser Stelle untergebracht werden. Geplant sind ein Altenwohn- und Pflegeheim sowie Einheiten für Betreutes Wohnen. Bietet das bestehende Heim Platz für 34 Bewohner, sind so zukünftig über 50 Heimplätze geplant.

Ein Architektenwettbewerb – geleitet wird dieser von Architekt Michael Fuchs aus Innsbruck – ist derzeit schon in der Vorbereitungsphase. Im Rahmen dessen soll auch geprüft werden, ob eventuell der Kindergarten im neuen Ensemble Platz finden könnte. „Wir sind derzeit dabei, über die Nachnutzung des bestehenden Gebäudes nachzudenken“, informiert der Dorfchef. Fest steht jedenfalls, dass mit dem Bau des Altenwohnheims nächstes Jahr begonnen werden soll. Die Kosten dürften sich auf bis zu 14 Millionen Euro belaufen. Margret Klausner

 
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