Kitzbüheler Anzeiger
17.03.2022
News  
 

Stadtjubiläum mit Doku-Drama

„Aufschnaiter - ein musikalisches Dokudrama“, so lautet der Titel jener Uraufführung, die einen weiteren Höhepunkt im Veranstaltungsreigen zum Kitzbüheler 750-Jahr-Jubiläum darstellt. 
 
Kitzbühel | Er gilt als großer, aber wenig bekannter Sohn Kitzbühels: Der Barockmusiker Benedikt Anton Aufschnaiter. Dem im 17. Jahrhundert lebenden Komponisten und Kapellmeister wird aber jetzt im Rahmen des 750-Jahr-Jubiläums ein Denkmal gesetzt.
„Aufschnaiter - ein musikalisches Dokudrama“ wird am 1. April in der Landesmusikschule uraufgeführt. Mit Harald Windisch als Aufschnaiter ist  ein bekannter Schauspieler mit Tiroler Wurzeln auf der Bühne, die Sängerin Anna Hauf übernimmt die Rolle seiner Frau Maria Barbara von Salla.

Die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum mussten pandemiebedingt in das heurige Jahr verlängert werden. Zwei Programmpunkt sind noch ausständig – zum einen die Präsentation des Stadtbuches, zum anderen mit dem Dokudrama der künstlerische Höhepunkt.

Idee stammt von Johannes Gasteiger
Die Idee einen Teil des Lebens Aufschnaiters auf die Bühen zu bringen, hatte der Musiker Johannes Gasteiger. Bereits seit über 30 Jahren befasst sich der Kitzbüheler mit Aufschnaiter und seinen Werken, die vor allem nach wie vor bei Barockkonzerten zur Aufführung kommen.
Leider gäbe es wenig Unterlagen, klärte Gasteiger im Rahmen der offiziellen Präsentation des Dokudramas auf. Gemeinsam mit Christof Dienz und Christoph W. Bauer gelang es jedoch, ein Bühnenstück mit Geschichte und prominenter Besetzung zu erarbeiten, freut sich nicht nur Gasteiger.

Schwierige Ehe steht im Mittelpunkt des Stücks
Im Mittelpunkt des Stück steht vor allem die schwierige Beziehung zu seiner Frau, die – für damalige Zeiten skandalös – sogar die Scheidung anstrebte.
Das Libretto stammt aus der Feder des Tiroler Lyrikers Bauer.  Es sei vor allem die spannungsvolle Ehebeziehung die Würze für das Stück. Mit dem Dokudrama solle insgesamt barockes Lebensgefühl vermittel werden. Vertont hat es Komponist Dienz, der aus Kitzbühel stammt. Er hat zum einen seine eigenen Kompostionen, zum anderen auch die Musik Aufschnaiters miteinbezogen.

„Die Knoedel“ sind für die Musik zuständig
Thomas Gassner aus Innsbruck hat die Regie übernommen: „Das Stück führt von der Vergangenheit ins Jetzt, serviert unterhaltsame szenische Happen.“ Neben Harald Windisch und Anna Hauf steht auch das Ensemble „Die Knoedel“ im Mittelpunkt. Die bekannte Gruppe ist für die Musik zuständig. Die Macher kündigen „harte Brüche und ineinderfließende Momente“ an.
Die Uraufführung steht am Freitag, 1. April, um 20 Uhr im Festsaal auf dem Programm, weitere Aufführungen sind für Samstag, 2. April sowie Sonntag, 3. April, jeweils um 20 Uhr geplant. Karten gibt es in allen Filialen der Sparkasse Stadt Kitzbühel sowie bei Kitzbühel Tourismus und „oeticket“.

Gewinnspiel unter www.kitzanzeiger.at
Der Kitzbüheler Anzeiger verlost unter www.kitzanzeiger.at drei mal zwei Eintrittskarten. Margret Klausner

Bild: Präsentierten das umfangreiche Projekt: Vizebürgermeister Walter Zimmermann, Johannes. Gasteiger, Thomas Gassner, Christof Dienz, Christoph W. Bauer und Bürgermeister Klaus Winkler (von links). Foto: Klausner

Daten & Fakten - Großer Sohn Kitzbühels
Er ist ein großer, wenn auch nahezu vergessener Sohn der Stadt Kitzbühel: Benedikt Anton Aufschnaiter. Der bekannte Barockkomponist wurde 1664 in der Gamsstadt geboren.
Er erfuhr den Großteil seiner musikalischen Ausbildung in Wien, wo er mehrere Jahre lebte und eine Stelle an einer dem kaiserlichen Hof nahestehenden Kapelle besetzte. Am 16. Januar 1705 wurde er schließlich vom Kardinal-Fürstbischof Johann Philipp Graf Lamberg als Hofkapellmeisters Georg Muffat an den Hof zu Passau berufen. Er verstarb dort im Januar 1742.
Aufschnaiter war zweimal verheiratet; aus seiner zweiten Ehe ging ein Sohn hervor. Die meisten der etwa 300 überlieferten Einzelwerke  sind geistlicher Natur.     Quelle: Wikipedia.

 
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