11.02.2020
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St. Ulricher warten auf Bescheide

Vergangene Woche wurde erneut das Hochwasser­schutzprojekt Haselbach-Grieselbach verhandelt. Verbandsobmann Leonhard Fischer hofft, dass mit dem Bau rasch begonnen werden kann.

St. Ulrich, Waidring | Vergangene Woche war das Gemeinde­amt in Waidring einmal mehr Schauplatz einer Verhandlung zum Thema Hochwasserschutz Haselbach-Grieselbach.
Wie mehrmals berichtet, ist die Umsetzung der Hochwasserschutz-Maßnahmen besonders den St. Ulrichern ein großes Anliegen. Mit Schrecken denken sie heute noch an den Sommer 2013 – nach schweren Regenfällen stand das Ortszentrum einen halben Meter unter Wasser. Damals hatte die Gemeinde einen Pegel, der dem eines 30-jährigen Hochwassers entspricht. Bei einem 100-jährigen Hochwasser wären laut derzeitigem Stand 60 Gebäude und 70 Hektar Land überflutet. Das Projekt, das in den vergangenen Jahren ausgearbeitet wurde, soll einem solchen Hochwasserereignis standhalten. Mit im Boot ist übrigens auch die Gemeinde Waidring. Daher wurde ein gemeinsamer Wasserverband gegründet, dem der St. Ulricher Hochwasserreferent Leonhard Fischer als Obmann vorsteht.
Geplant ist unter anderem, am Griesel- bzw. am Haselbach Dämme zu errichten, überdies wird der Pillersee im Falle eines Hochwassers zum Retentionsbecken. Um den See zu steuern, ist ein automatisches Wehr geplant. Das heißt, dass dieses bei der ersten Hochwasser­welle abgesenkt werden kann. Insgesamt rechnen die Planer bisher mit Kosten von rund 8,1 Millionen Euro.

Baustart musste verschoben werden
Eigentlich hätten in der heurigen Niederwasserperiode, also diesen Winter, die Baumaschinen auffahren sollen. Der Gr0ßteil der Verhandlungen war auch positiv abgeschlossen, die Förderungszusagen der verschiedenen Behörden liegen ebenfalls bereits vor.
Im Frühjahr 2018 wurden bereits die gesamten betroffenen Grundeigentümer – insgesamt 150 Leute – an einen Tisch geholt. Damals spießte es sich noch an ein paar Waidringer Grundeigentümern. Doch die Probleme waren rasch vom Tisch. Dann tauchte ein weiteres Problem auf – mit einer St. Ulricher Grundbesitzerin konnte bei den Dienstbarkeiten kein Einvernehmen hergestellt werden. Also musste wieder neu verhandelt werden.
Vergangene Woche konnte nach langem Hin und Her schlussendlich die Verhandlung rund um Naturschutz, Wasserrecht und Forstrecht über die Bühne gehen. Es sei alles sehr positiv verlaufen, kaum Stellungnahmen seien eingegangen, informiert Fischer. Die Probleme sind also vom Tisch, mit der betroffenen Grundeigentümerin gibt es eine Einigung. Und auch der Wunsch von Waidringer Eigentümern, die geplanten Retentionsflächen weg von Futterwiesen hin zum Hundeabrichteplatz zu verlegen, sieht Fischer positiv.
„Wir hoffen, dass wir in den nächsten Wochen die positiven Bescheide bekommen“, sagt Fischer, den die Bauverschiebung wurmt. Er ist aber optimistisch, dass im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen wird. Margret Klausner

Der Pillersee soll im Falle eines Hochwassers zu einer Retentionsfläche werden. Um den See zu steuern, ist ein automatisches Wehr geplant, das im Notfall die Absenkung des Sees möglich macht. Foto: KA  Pillerseetal

 
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