26.08.2022
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Spital fordert zweites MRT-Gerät

Auf der Wunschliste des  Bezirks-Krankenhausverbandes an die Landespolitik steht ein zweites, hochauflösendes MRT-Gerät im BKH ganz oben. Es könnte die Versorgungssicherheit im Bezirk auf Dauer sichern, sind die Verantwortlichen überzeugt.

St. Johann | Die Lage ist schon länger angespannt: Rund 7.500 Untersuchungen an 365 Tagen pro Jahr werden derzeit am MRT (Magnetresonanztomograph) im Bezirkskrankenhaus durchgeführt – das Gerät ist zu 100% ausgelastet. „Dabei wird der MRT zu rund 80 Prozent von ambulanten, zugewiesenen Patienten genutzt“, gibt BKH-Verbandsobmann Paul Sieberer zu bedenken, „und der Druck von außen wird immer größer.“ Immer mehr Untersuchungen werden mittels MRT durchgeführt – die Medizin hat sich in den letzten Jahren rasant gewandelt. „Aber natürlich müssen bei uns vordringlich stationäre und Akutpatienten im MRT untersucht werden“, gibt Sieberer zu bedenken.

Die Folge ist, dass die Wartezeiten für geplante externe Untersuchungen immer länger werden: bis zu 12 Wochen Wartezeit – je nach Dringlichkeit und je nach Untersuchung – müssen Patienten zur Zeit auf sich nehmen, um einen MRT-Untersuchungstermin am Bezirkskrankenhaus zu bekommen.
Hauptursache für den Engpass ist die Tatsache, dass es das einzige öffentlich finanzierte Gerät im Bezirk für mehr als 65.000 Einwohner, rund 5.600 Zweitwohnsitze und für über 6.6 Mio. Gäste – so die Nächtigungszahl vor Corona – ist und dass bestimmte Untersuchungen und Behandlungen eben nur am BKH mit den dortigen Fachabteilungen durchgeführt werden können.

Einziges Kassengerät im Bezirk
Zudem spielt auch eine große Rolle, dass das MRT im Krankenhaus das einzige Gerät ist, welches der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist, da es im gesamten Bezirk kein Kassengerät gibt.
Sieberer: „Wir müssen primär auf die Patienten im Haus und auf Akutpatienten schauen. Wir müssen die Kapazitäten für sie bereithalten und ihnen die beste Untersuchungsqualität gewährleisten.“ Was das für die Zukunft bedeuten kann, spricht Sieberer klar aus:  „Wenn es eng wird, werden wir die Untersuchungen für externe Patienten reduzieren müssen.“

Die Folge: Patienten werden auf andere Krankenhäuser, Einrichtungen mit Kassengeräten (außerhalb des Bezirks) bzw. Geräten beim Wahlärzten im Bezirk ausweichen müssen, was mit großem Fahrt- bzw. auch mit Kostenaufwand verbunden ist. Der Verbandsobmann abschließend: „Nur mit einem zweiten Gerät am BKH können wir die hohe Versorgungsqualität für die Bevölkerung im Bezirk und mit deutlich verringerten Wartezeiten gewährleisten.“ KA

Bild: Der Medicubus im Hauptabendprogramm: In Folge 1 der neuen TV-Doku „Held:innen des Spitals“ sind St. Johanner Pflegeschülerinnen bei der Arbeit zu sehen. Ausgestrahlt wird die Sendung am Montag, 29. August, um 20.15 Uhr auf Puls 4. Der private Sender begleitet in drei Ausgaben Mitarbeiter in den heimischen Spitälern bei ihrer Arbeit und gibt Einblicke in ihren harten Pflege-Alltag. Chiara Steiniger, Julia Brix und Theresia Schider (v.l.) zeigen in einer Simulationsprüfung, was sie können. Die Challenge lautet, eine von Prüfern gesteuerte und sprechende Puppe zu retten, die einen Herzstillstand erlitten hat. Foto: Puls 4

 
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