23.03.2020
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Spartan Race – wie geht´s weiter?

Der Tourismusverband will das Spartan Race in den nächsten fünf Jahren in der Region halten. In welcher Form und wo das sein wird, ist offen.

Oberndorf | Nachdem die Gemeinde Oberndorf beschloss, das Spartan Race nicht mehr jährlich mit 25.000 Euro zu unterstützen, sind viele Fragen offen. Der Tourismusverband, der Vertragspartner von Spartan Race (Triangle Sport Promotion) ist, nimmt die Entscheidung zur Kenntnis, teilt GF Gernot Riedel dem Kitzbüheler Anzeiger mit.

TVB GF Riedel: „Wir arbeiten an einer Lösung“
Wie und in welcher Form es mit dem Hindernislauf nun weiter gehen wird, ist offen. „In Absprache mit dem Veranstalter wird an gemeinsamen Lösungen für die Weiterführung gearbeitet. Die Entscheidung wird nach der EM im September kommuniziert“, erklärt Riedel. Der TVB will das Spartan Race für die nächsten fünf Jahre in der Region halten.

110.000 Euro Lizenzgebühr
110.000 Euro beträgt die Lizengebühr, zu der früher die Gemeinde Oberndorf 25.000 Euro beigetragen hat – eine Übernahme der 25.000 Euro durch den TVB steht nicht zur Debatte, wie Riedel erklärt.

Was bringt das Spartan Race der Region?
Der TVB GF berichtet, dass durch das Spartan Race in der Region 12.000 bis 15.000 Nächtigungen lukriert werden. „Umfragen zufolge,  nächtigen viele auch in Kitzbühel oder in der Region Wilder Kaiser. Wobei ein Rennteilnehmer mindestens eine Begleitperson mithat. Viele verknüpfen das Rennen auch mit ein paar Tagen Urlaub“, informiert GF Riedel.
Am Tag gibt ein Sommergast laut Statistik in der Region 105 bis 110 Euro aus. „Wenn man das mal die Nächtigungen rechnet, dann weiß man, dass das Rennen sehr viel bringt. Auch Oberndorf hat dadurch einen enormen Werbeeffekt“, so Riedel.

Gemeinde: „Stehen hinter den Rennen, aber...“
Dass die Oberndorfer Gemeindeführung das Rennen im Ort behalten möchte, daran ließen die Mandatare keinen Zweifel –  jedoch ohne finanzielle Unterstützung. „Wir haben das als Starthilfe verstanden. Das Spartan Race hat sich so gut entwickelt, da braucht es kein Geld mehr aus der öffentlichen Hand“, sagt Bürgermeister Hans Schweigkofler (SP).

Unterstützung mit Personal und Flächen
Die Sachleistungen, wie das zur Verfügungstellen von über zwei Hektar Grundfläche sowie die Mitarbeit von Gemeindebediensteten, bleiben bestehen. Gemeindegeld soll, jedoch wenn überhaupt, nur noch in nachhaltige Projekte fließen. „In den letzten fünf Jahren ist aus den Rennen nichts Nachhaltiges, z.B. in Form eines permanenten Spartan-Parcours, entstanden. Spartan Race ist im Ort nicht sichtbar. Sollten sie in Zukunft etwas in dieser Hinsicht planen, sind wir bereit das finanziell zu unterstützen“, erklärt Schweigkofler.

Freiwillige bilden das  Fundament
60 bis 180 Freiwillige aus Oberndorfer Vereinen helfen zudem bei den Rennen fleißig mit.  Das soll auch in Zukunft so bleiben: „Kein Verein hat abgelehnt, aber sie wollen auch keine Garantie abgeben, dass sie jedes Jahr so viele Freiwillige stellen können“, erklärt der Bürgermeister. Die Gemeinde hat aufgrund des Engagements der Vereine beim Spartan Race die Vereinsförderung verdoppelt. Johanna Monitzer

Der Spaß am Hindernislauf mit Schlamm  und Dreck – 10.000 Teilnehmer zählte das Spartan Race zuletzt. Wie es nach der EM weitergeht ist offen. Foto: Archiv

 
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