25.11.2020
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SkiStar-Ausstieg war kein Thema

2015 erhöhte der Tourismusverband Region St. Johann die Ortstaxe, um der Bergbahn finanziell unter die Arme zu greifen. Der mögliche Rückzug von SkiStar wurde bei der Vollversammlung aber mit keiner Silbe erwähnt.

St. Johann | Dass der Haupteigentümer der örtlichen Bergbahn seine Anteile zum Verkauf anbietet, verursacht bei den Touristikern Herzrasen, möchte man meinen – ist eine funktionierende Bergbahn doch der Motor für eine Tourismusregion.  Nicht so in St. Johann.
Bei der Vollversammlung des Tourismusverbandes letzten Donnerstag wurde der mögliche Rückzug von SkiStar, der mit 68,35 Prozent der Haupteigentümer der Bergbahn St. Johann GesmbH ist, mit keiner Silbe angesprochen.

Keine Fragen von den Mitgliedern
„Wir haben das Thema bewusst nicht auf die Tagesordnung gesetzt, weil es dazu nicht mehr Informationen gibt, als dass SkiStar seine Anteile zum Verkauf angeboten hat“, erklärt TVB-GF Gernot Riedel. Hätte ein Mitglied während der Vollversammlung eine Frage dazu gehabt, wäre man jedoch vorbereitet gewesen: „Wir waren selbst verwundert, dass keine Frage kam. Stefan Seiwald und GF Peter Grander hätten dazu Stellung genommen.“

SkiStar bekam kein Geld, Rücklage wurde gebildet
2015 erhöhten die Touristiker die Ortstaxe um einen Euro, um der Bergbahn für den Bau der Eichenhoflifte finanziell unter die Arme zu greifen. Damals wurde beschlossen, dass 400.000 Euro in den nächsten zehn Jahren zweckgebunden an die Bergbahn fließen. „Dies war jedoch, bevor SkiStar einstieg“, erklärt Riedel.
Mit dem Einstieg von SkiStar wurden die TVB-Anteile minimiert. An SkiStar floss nie Geld, erklärt Riedel: „Die jährlichen 400.000 Euro haben wir in eine Rücklage fließen lassen, die wir für Bergbahn-Projekte verwenden könnten –  aber bislang nicht haben.“
Ob es schon konkrete Kaufinteressenten für die Bergbahn-Anteile von SkiStar gibt, war bis Redaktionsschluss offen. Johanna Monitzer

Bild: Haben die SkiStar-Gondeln in St. Johann bald ausgedient? Foto: SkiStar

 
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