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15.12.2018
News  
 

Siropus: Die Waldfee, die reinpfeffert

Business praxisnah erlernen – das ist die Idee hinter den „Junior Companies“. An den Tourismusschulen am Wilden Kaiser gibt es immer wieder erfolgreiche Beispiele dafür. Auch heuer rittern St. Johanner Schüler wieder um den Erfolg.

St. Johann  | Getrunken wird immer, lautet eine Binsenweisheit und die will die aktuelle Junior Company „Siropus“ für sich nutzen. Die 14 Schüler hielten sich an die Kernkompetenz der Tourismusschule und kreierten köstliche Sirupe als Hauptprodukt. „Wir wollen den Getränkemarkt revolutionieren“, setzt Geschäftsführerin Lena Hülsbusch das Ziel. Produktionsleiter Julian Brandner ergänzt: „Wir wollen uns vom Markt abheben.“
Die Siropus-Produkte werden in der Schulküche von den Jugendlichen selbst hergestellt. Fünf kreative Sorten kommen auf den Markt.  Begleitet werden sie von frechem Marketing, das den Schöpfungen einen eigenen Charakter verleiht. Für jeden Geschmack ist etwas dabei – ob man etwas, das „reinpfeffert“ (Erdbeere, Basilikum, Pfeffer) bevorzugt, oder doch lieber Orange-Lebkuchen („Grüße aus der Weihnachtsmanufaktur“) bzw. Kürbis-Ingwer („Pumpkin and spice and everything‘s nice“). Komplettiert wird der Reigen von Kandisapfel-Zimt  („Weihnachten liegt in der Luft“) und dem Alpenkräuterdudler („Holler die Waldfee“).  Die bunt-erfrischenden Sirupe lassen sich vielfältig einsetzen. Neben dem Klassiker mit Wasser eignet sich der „Siropus“ auch als Zusatz für Cocktails oder als Basis für Punsch bzw. Früchtetee. Bislang wurden schon 350
Flaschen produziert.

Landeswettbewerb ein Fixtermin
Die Junior Company wird ihre Produkte nicht nur in der Schule, sondern auch in Bars, Cafés, Weihnachtsmärkten etc. vertreiben. Die Finanzierung des Unternehmens mussten die Schüler selbst auf die Beine stellen – die 800 Euro Startkapital wurden zur Gänze mittels Anteilsscheinen erwirtschaftet.
Das ist eine der wesentlichen Vorgaben für die Junior Companies. Auch „Siropus“ will sich heuer übrigens dem Landeswettbewerb der Schülerunternehmen stellen. Ihre Vorgänger von „Gin‘n‘Jelly“ räumten dort vergangenes Jahr wie berichtet den ersten Preis ab. Zu den Höhepunkten des unternehmerischen Jahres zählt für die jungen Teilnehmer zudem die Internationale Handelsmesse in Wien. „Die Junior Company bringt uns sehr viel Erfahrung: Welche Schwierigkeiten tauchen auf, wenn man selbst ein Unternehmen gründet“, skizziert GF Lena Hülsbusch. Mit ihr im Führungsteam sind Julian Brandner, Johanna Moser, Yonatan Etzion und Carolin Streif.

Unternehmen läuft bis Ende April
„Siropus“ wird bis Ende April aktiv sein, dann erfolgt gemäß der Statuten der Junior Companies das Unternehmens-Ende. Alle Aktivitäten der jungen Unternehmer lassen sich bis dahin auf den sozialen Netzwerken mitverfolgen.
Dass Unternehmertum auch im schulischen Alltag Einzug hält, ist die Grundidee hinter den Junior Companies. Hinter diesem Konzept steht natürlich auch die Wirtschaft: Wirtschaftsbund-Obmann Peter Seiwald schaute bei der Präsentation gerne vorbei und zollte der Initiative sein Lob. Elisabeth Galehr

Direktorin-Stv. Margarete Gruber (r.), Patrick Merkl (2.v.r.) und Beate Aigner-Embacher (l.) gehörten zu den ersten, die die köstlichen Produkte von „Siropus“ verkosten durften. Das 14-köpfige Team rittert mit verschiedenen Sirup-Geschmackssorten als Junior Company um Erfolg. Foto: Galehr

 
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