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18.12.2019
News  
 

Schwerer Abschied nach 27 Jahren

Am Freitagabend leitete Ernst Stöckl seine letzte Sitzung als Kommandant der St. Johanner Feuerwehr. Nahezu 130 Einsätze mehr als im Vorjahr wurden registriert.

„Es war mir stets eine Ehre, euer Kommandant zu sein“ – mit Tränen in den Augen und sichtlich bewegt nahm vergangenen Freitagabend Ernst Stöckl als Kommandant der St. Johanner Feuerwehr Abschied. 27 Jahre lang stand der Hüne den Florianijüngern als Chef vor, seit 1984 ist er begeisterter Feuerwehrmann. Mit seinem Abschied geht eine Ära zu Ende. Stöckl, einer der längstdienendesten Kommandanten im Bezirk „war kein Bequemer“, wie auch Bezirkschef Karl Meusburger betonte. Wenn er auch immer gut mit ihm zusammenarbeitete, wie Meusburger aber auch BFI Bernhard Geisler betonte.

Freiwillig war dieser Abschied übrigens nicht. Im Juni feierte Stöckl seinen 65. Geburtstag und muss daher die Feuerwehr-Penison antreten. Seit Jahren kämpfte Stöckl gegen das Gesetz an, bisher ohne Erfolg. Doch bevor es ans Abschied nehmen ging – sogar ein Feuerwerk gab es – zog er noch einmal Bilanz über das abgelaufene Jahr. Mit insgesamt 123 Mitgliedern, davon 84 Aktiven, zehn Jung-Feuerwehrmännern und 29 Reservisten ist die St. Johanner Wehr eine der mannschaftsstärksten des Bezirks. 260 Einsätze, um rund 130 mehr als noch im Vorjahr, galt es zu bewältigen. Besonders ärgerte sich Stöckl über die insgesamt 63 Fehlalarme.

Die von Bgm. Hubert Almberger geleitete Neuwahl verlief unspektakulär. Michael Schenk, der die letzten Jahre als Vize Stöckls fungierte, wurde mit 94 von 97 Stimmen zum Kommandanten gewählt, sein Stellvertreter ist Anton Rieser. Ein weiteres „Urgestein“ zog sich ebenfalls aus dem Vorstand zurück – nach 27 Jahren als Schriftführer nahm auch Helmuth Treffer Abschied. Stefan Wörgetter übernimmt die Funktion. Kassier bleibt Andreas Schmied.

Neuer Kommandant seit 33 Jahren Florianijünger

Der frischgebackene Kommandant dankte seinen Kameraden für die eindeutige Wahl. Der 49-jährige Schenk, im Zivilberuf Spengler-und Dachdeckermeister, ist seit 33 Jahren bei der Feuerwehr, durchlief alle Ausbildungen und war in den letzten Jahrzehnten bei allen großen Einsätzen an vorderster Front mit dabei. Zwar sei der Ausrüstungsstand gut, jetzt müsse man aber das Platzproblem angehen, erklärte Schenk.

Vor den Vorhang geholt wurde nicht nur Ernst Stöckl – er erhielt das Silberne Verdienstzeichen des Landes-Feuerwehrverbandes – auch weitere seiner Kameraden wurden geehrt. Anton Rieser (Verdienstzeichen in Bronze des Bezirks), Michael Schenk (Verdienstzeichen in Silber des Bezirks) sowie Helmuth Treffer (Verdienstzeichen in Gold des Bezirks) freuten sich ebenfalls über ihre Auszeichnungen. Geehrt wurden Christian Aigner und Rudi Niedermayr (25 Jahre); Carl Hofinger, Ernst Huber, Friedl Nothdurfter sowie Hubert Oberschmid (60 Jahre).

Dankesworte für Ernst Stöckl gab es auch von Alt-BFI Hubert Ritter sowie Alt-BFK Rupert Aufschnaiter. Auch Bgm. Hubert Almberger dankte Stöckl und streute ihm Rosen, verhehlte aber nicht, dass Stöckl auch ein „kritischer Zeitgenosse“ ist und bot ihm schmunzelnd an, dass er sicher in der Gemeinde eine Aufgabe für ihn finde. Margret Klausner

Die Geehrten:  Feuerwehrkommandant Michael Schenk, Carl Hofinger, Ernst Huber, Hubert Oberschmid, Friedl Nothdurfter, Christian Aigner, Alt-Kommandant Ernst Stöckl sowie der neue Vize-Komm. Toni Rieser (v.l.). Foto: Wörgetter_/FF
Zum Abschied gab es einen ganz besonderen Rollator für Ernst Stöckl.
Der scheidende Kommandant Ernst Stöckl (re.) gratuliert seinem Nachfolger Michael Schenk zur Wahl. Er erhielt 94 von 97 Stimmen. Fotos (2): Klausner

 
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